Gesunde Vitamine: Ist frisches Gemüse gesünder als tiefgekühltes?

18.07.2014 |  Von  |  Ernährung
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Gesunde Vitamine: Ist frisches Gemüse gesünder als tiefgekühltes?
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Ohne einen Glaubenskrieg provozieren zu wollen, kann die Frage dennoch mit „nein“ beantwortet werden. Aber nur bei lagerfähiger Rohkost. Im Vergleich zu länger gelagerter frischer Ware, behält Tiefkühlkost ihre Vitamine und Nährstoffe in vollem Umfang. Im Gegensatz zur Dosenware: Hier gehen viele Vitamine und Mineralstoffe durch das Erhitzen verloren.

Obst und Gemüse



In Europa unterschätzen viele Menschen den Vitamin- und Nährstoffverlust, der mit der Lagerung von frischem Obst und Gemüse im Haushalt verbunden ist. In der Regel hat die Frischware bereits einen längeren Transportweg vom Feld zu den Verarbeitungsbetrieben hinter sich, bevor es in den Handel kommt. Das betrifft nicht nur Importware, sondern auch einheimisches Obst und Gemüse. Ein frisch geernteter Apfel enthält zum Beispiel zehn bis zwölf Milligramm Vitamin C. Nach der sachgemässen Lagerung bei 3°C sind nach etwa zehn Wochen nur noch 5 Milligramm Vitamin C nachweisbar. Wird der Apfel nach dem Einkauf noch zwei Tage bei Zimmertemperatur aufbewahrt, ist der Vitamin-C-Gehalt kaum mehr erwähnenswert, vor allem wenn der Apfel geschält verzehrt wird. Den höchsten Vitamingehalt besitzt der Apfel direkt nach der Ernte.

Der Spruch unserer Grosseltern „Jeden Tag ein Apfel ersetzt den Arzt“ trifft demnach nur auf einen frisch geernteten Apfel zu. Dennoch gehören Äpfel nicht zur typischen Tiefkühlware, anderes Obst und Gemüse schon eher. Beim schonenden Einfrieren wird die Frischware noch am selben Tag weiterverarbeitet. Transportwege werden so gering wie möglich gehalten, sodass gefrorenes Obst und Gemüse aus der Gefriertheke nahezu identisch mit frisch geernteten pflanzlichen Lebensmitteln  sind. Das betrifft jedoch nur den Vitamin- und Nährstoffgehalt. Die Konsistenz kann sich, vor allem bei sehr weichen Früchten wie Erdbeeren oder Himbeeren, durch die Minustemperaturen verändern. Beim Einfrieren wird die Zellstruktur verändert und Saft tritt aus. Die Optik ist gegenüber frischem Obst nicht ganz so attraktiv. Beim Auftauen soll deshalb der ausgetretene Fruchtsaft nicht weggeschüttet werden. Durch die stabilere Zellstruktur treten diese Probleme bei gefrorenem Gemüse nicht auf.

Auch wenn das Aussehen nicht immer optimal ist, lohnt es sich zu jeder Jahreszeit, gefrorenes Obst oder Gemüse zu kaufen. Auf Konserven (ausser bei Dosen-Tomaten) kann weitestgehend verzichtet werden. Erklärung: Dosentomaten, die für Pizzabelag und Saucen verwendet werden, reifen erst in der Dose nach und erhalten somit ihren vollen Geschmack. Dosentomaten sind das einzige Gemüse, das beim Einwecken keinen Vitaminverlust erleidet, sondern sogar noch an Vitamingehalt zulegt. Tiefkühlkost wäre also eine ausgezeichnete Alternative zur Rohkost, vorausgesetzt die Kühlkette von der Gefriertruhe im Supermarkt bis zum Gefrierschrank daheim wird nicht unterbrochen. Konserven sollten bei der Auswahl an letzter Stelle stehen. Um die einheimische Wirtschaft zu unterstützen, wird jedoch empfohlen, so oft wie möglich Frischware direkt vom Erzeuger auf dem Wochenmarkt zu beziehen.



 

Oberstes Bild: © RusGri – Shutterstock.com

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