Forever young?  Gibt es die Diät für ewige Jugend?

17.11.2014 |  Von  |  Ernährung
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Forever young?  Gibt es die Diät für ewige Jugend?
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Tatsache ist: Nichts kann den Alterungsprozess, der im Grunde genommen schon mit der Geburt beginnt, stoppen oder gar rückgängig machen. Auch wenn Wundermittel versprechen, die Uhr zurückdrehen zu können, kein einziges hält, was es verspricht.

ABER: Die biologischen Prozesse, welche unser Altern beeinflussen, können durch entsprechende Ernährung und Lebensweise verzögert werden. Unser wichtigster Partner, wenn es darum geht, eine jugendliche Erscheinung zu bewahren, und auch im Alter noch geistig und körperlich fit zu sein, ist eine vollwertige, nährstoffreiche Ernährung. Diese sichert einen gesunden Stoffwechsel, wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und schützt vor freien Radikalen.

Was genau geschieht eigentlich mit dem Körper, wenn wir älter werden? Abbau- und Abnutzungserscheinungen sind etwas ganz Natürliches und gehören zum Leben dazu. Niemand kann diese Tatsache auf Dauer verdrängen. Die Pumpkraft des Herzens und die Sauerstoffaufnahme der Lungen reduzieren sich. Auch die Filterkapazität der Nieren lässt deutlich nach, die Stoffwechselprozesse verlangsamen sich. Während die Fettkonzentration im Blut ansteigt, verlieren die Knochen Kalzium und andere Mineralien. Die Rede ist hier aber von Menschen, welche das Rentenalter überschritten haben.

Treten Verschleisserscheinungen deutlich früher auf, bilden sich zeitig schon zu viele Falten, sieht zudem die Haut müde aus, ist dies meist die Folge einer ungesunden Lebensweise. Ständiger Stress, unregelmässiges, ungesundes Essen (Fast Food!), ungelöste Probleme, Nikotin, zu viel Alkohol und zu wenig Schlaf leeren das Nährstoffdepot. Dieser Raubbau am Körper bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Es ist nie zu spät, diesen zu stoppen, aber zu früh ergrautes Haar und faltige Haut kann auch die beste Ernährung nicht mehr rückgängig machen. Dagegen können chronische Leiden durch die richtige Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen im Zusammenspiel mit Bewegung und ausreichend Schlaf zumindest gemildert werden. Wer sich fit und energiegeladen fühlt, wirkt zudem automatisch schöner und jugendlicher.

Zeigt eine Blutuntersuchung deutlichen Vitamin- und Mineralstoffmangel an, ist es sinnvoll, sich von einer Ernährungsberaterin einen Ernährungsplan erstellen zu lassen. Schliesslich muss noch der „innere Schweinehund“ überwunden werden, um jahrelange Gewohnheiten rasch abzustellen. Anstelle von Süssigkeiten kommen Obst und Gemüse auf den Speisezettel, statt Hamburger mageres Fleisch und Fisch. Fetttriefende Pommes werden durch Vollkornprodukte ersetzt und zudem sollten auch Milchprodukte nicht fehlen. Als Getränke eignen sich Kräutertees, Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte.


Welche Vitamine führen aber bei Mangel zu frühzeitigen Alterserscheinungen? (Bild: © ra2studio - shutterstock.com)

Welche Vitamine führen aber bei Mangel zu frühzeitigen Alterserscheinungen? (Bild: © ra2studio – shutterstock.com)


Die oft vertretene Meinung, dass Vegetarier automatisch vor Mineralstoffmangel geschützt seien, ist falsch. Sie klagen häufig über Eisen- und Vitamin B12-Mangel. Eisenmangel macht sich unter anderem durch Müdigkeit, dunkle Augenränder, splitternde Fingernägel und spröde Haare bemerkbar. Fehlt B12, kommen womöglich noch neurologische Beschwerden hinzu. Soweit muss es jedoch nicht kommen, wenn man sich mit den Nährstoffen der einzelnen (vegetarischen) Lebensmittel befasst und vor allem Abwechslung auf den Teller bringt.

Welche Vitamine führen aber bei Mangel zu frühzeitigen Alterserscheinungen? Da wäre zum einen das Vitamin C zu nennen. Es fängt freie Radikale, stärkt das Immunsystem und kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorbeugen. Gesunde Schleimhäute benötigen ausreichend Vitamin A. Ebenfalls einen guten Schutz vor freien Radikalen bieten Beta-Karotin und Vitamin E. Letzteres beugt ausserdem Gefässverengungen vor und schützt Nervenzellen sowie Gehirn. Die B-Vitamine sind wichtig für Konzentration und Gedächtnis. Bei massiven Mangelerscheinungen wird Ihnen Ihr Arzt wahrscheinlich Nahrungsergänzungsmittel geben. Das kann eine kurzfristige Lösung sein, für eine dauerhafte Einnahme sind diese jedoch umstritten. Ansonsten achten Sie bitte darauf, alle genannten Vitamine ausreichend mit der Nahrung aufzunehmen! Natürliche Mineralstoffe sind für den Körper auf jeden Fall die bessere Wahl.

Was sind aber nun eigentlich diese oft genannten freien Radikale und wie können diese Schaden anrichten? Versuchen wir, dies für Laien einfach zu erklären: Es handelt sich hierbei um Sauerstoffmoleküle, die, aufgrund eines fehlenden Elektrons instabil sind und daher nach vollständigen Molekülen suchen. Das sind vor allem Proteine und Fettsäuren, aus denen sie das fehlende Elektron ziehen und damit in der Zellstruktur grossen Schaden anrichten. Sichtbare Schäden sind zum Beispiel frühzeitige Falten oder Altersflecken. Besonders aggressive freie Radikale und deren Angriff über längere Zeit schädigen die DNS und können schlimmstenfalls dadurch Krebs begünstigen. Zwar können Enzyme in den Zellen verletzte DNS reparieren, dies wird jedoch mit dem Alter immer schwieriger und, wenn die freien Radikale die Oberhand gewinnen, aussichtslos.



Je öfter ein Mensch im Laufe seines Lebens mit freien Radikalen fertig werden muss, desto deutlicher werden die Altersbeschwerden sein. Auch wenn Sie vielleicht jahrelang Fehler bei Ihrer Ernährung machten, lohnt es sich auf jeden Fall, sofort den Speisezettel und die Lebensweise zu überdenken und zu ändern! Neben den oben genannten Vitaminen hat sich auch das Spurenelement Selen als guter Schutz für unsere Zellen bewährt. Damit Sie viele und ausreichende Biostoffe zu sich nehmen, essen Sie am besten täglich unterschiedlich farbige Gemüsearten und nehmen ausserdem jeden Tag Vollkornbrot mit Käse, einen Esslöffel kalt gepresstes Sonnenblumenöl (am besten morgens) und täglich den Saft einer frischen Zitrone zu sich. Als Anti-Aging-Wunder gilt übrigens aufgrund seiner hervorragenden Wirkung gegen die freien Radiale der Granatapfel, sowohl die Fruchtkerne selbst, wie auch daraus hergestellte Kosmetikprodukte.

 

Oberstes Bild: © altanaka – shutterstock.com

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