Flohsamenschalen – das quellende Wundermittel bei trägem Darm

13.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Flohsamenschalen – das quellende Wundermittel bei trägem Darm
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Flohsamenschalen haben nichts mit den als Ungeziefer geltenden Tieren zu tun – es handelt sich dabei vielmehr um die Samenschalen der Pflanzengattung Plantago ovata (Wegeriche), die in den Wüstenregionen Nordafrikas und Südwestasiens heimisch sind. Im Handel werden die Flohsamenschalen als Nahrungs- und Arzneimittel angeboten. Sie stellen ein pflanzliches Quellmittel dar und werden in der Medizin für die Verdauungsförderung bei einem trägen Darm verwendet. Darüber hinaus kann man Flohsamenschalen zur Gewichtskontrolle und unterstützend bei Diäten einsetzen. In einigen Fällen wird das Nahrungsmittel auch zur Behandlung von Adipositas verwendet.

Herkunft der Flohsamenschalen

Die Plantago ovata stammt ursprünglich aus den Wüstenregionen Nordafrikas und Südwestasiens, wird jedoch für die Verarbeitung und den Export ebenso in Mexiko, im Süden der USA, beispielsweise in Kalifornien, aber auch in Teilen Europas kultiviert. Bekannte Namen für das Produkt aus beispielsweise Spanien, Südfrankreich oder Zypern sind Flohsamenkraut, Sand- oder Flohsamenwegerich. Die echten Kenner schwören allerdings auf die Qualität der Flohsamenschalen aus Indien, dem Hauptanbaugebiet der Pflanze, wo sie von Beginn an bis heute einen wichtigen Bestandteil der traditionellen Heilkunst Ayurveda darstellen. Doch längst hat das Nahrungsmittel auch Fans in der westlichen Zivilisation gefunden und wird immer öfter auch für schulmedizinische Zwecke verwendet.

Geschmack, Verzehr und Wirkung 

Flohsamenschalen – beige oder blassrosa in Indien, mittel- bis dunkelbraun in Europa – riechen und schmecken nahezu komplett neutral und werden beim Vermengen mit Speichel schleimig. Diese unangenehme Begleiterscheinung beim Verzehr wird von den Stoffen in den Flohsamenschalen ausgelöst, die fabelhafte Quelleigenschaften besitzen. Die Samenschalen der Plantago ovata können bei ausreichender Zufuhr von Flüssigkeit ihr Volumen mindestens verzwanzigfachen (zum Vergleich: Leinsamen maximal vervierfachen). Nachweislich wirkt sich der Ballaststoff daher positiv auf die Darmtätigkeit aus, was wiederum zur Folge hat, dass sich der Körper entspannt und besser mit Stress umgehen kann. Ein Produkt, das Flohsamenschalen enthält, ist also beispielsweise der passende Pausensnack im Büro (etwa selbstgemachte Müsli-Riegel mit dem Ballaststoff als Bindemittel).

Tipps zur Einnahme

Aufgrund der schleimigen Konsistenz beim Kauen entscheiden sich vielen Menschen für einen Verzehr von gemahlenen oder pulverisierten Flohsamenschalen, die sie in Saft, Milch oder Joghurt einrühren oder ins Müsli streuen.
Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten, das Nahrungsmittel im Rahmen einer Gewichtskontrolle oder aus gesundheitlichen Gründen einzunehmen. Die Flohsamenschalen können unter anderem beim Herstellen von Backwaren wie Kuchen, Keksen, Brot oder Pizzateig als Bindemittel verwendet werden. Beim Kochen bieten sich die Samenschalen der Plantago ovata als sättigendes Quellmittel mit neutralem Geschmack zum Eindicken von Soossen an.

 

Oberstes Bild: © simmax – Shutterstock.com

Über Gabriele Hasmann

Lebt in Baden bei Wien, hat viele Jahre als Journalistin bei Funk und Fernsehen gearbeitet und ist seit 2011 als selbstständige Autorin, Ghostwriterin, Lektorin und Literaturagentin tätig. Zahlreiche Publikationen im Bereich Sachbuch.


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