Fitnessstudio to go: Workout mit dem Thera-Band

05.05.2016 |  Von  |  Figur
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Fitnessstudio to go: Workout mit dem Thera-Band
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„Das kleinste Fitnessstudios der Welt“: So liebevoll nennen Fans die praktischen Thera-Bänder, die seit vielen Jahren in aller Munde und aller Hände sind. Und es stimmt: Mit den elastischen Bändern können Sie sämtliche Muskelgruppen trainieren, Ausdauer und Kraft verbessern.

Der Name „Thera-Band“ ist als Warenzeichen für das Originalprodukt eingetragen. Andere Hersteller vertreiben ähnliche Produkte als Gymnastikbänder, Powerbänder oder Fitnesstubes. Es handelt sich um einfache Bänder aus Latex mit einer durchschnittlichen Länge von zweieinhalb bis drei Metern.

Sie verfügen über eine enorme Elastizität und lassen sich für eine Vielzahl von Fitnessprogrammen nutzen. Der Widerstand erfordert Kraftaufwand und intensiviert so die Übungen. Bei regelmässigem Training stellen sich recht schnell sichtbare Resultate ein, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Thera-Bänder sind eine Variante der Deuserbänder aus Kautschuk, mit denen Profisportler bereits in den 1960er Jahren trainierten. Diese eignen sich vor allem für intensives Krafttraining sowohl im privaten wie im Leistungssportbereich. Sogar die Deutsche Fussballnationalmannschaft trainiert gezielt mit Kautschukbändern.

Die dünneren, bunten Thera-Bänder stellen sozusagen eine Alternative für das breite Volk dar: für alle, die fit werden oder bleiben wollen. Sie sind in sieben verschiedenen Zugstärken erhältlich und damit für eine grosse Zielgruppe interessant – Einsteiger, Fortgeschrittene, Kinder, Erwachsene und Senioren. Gleichzeitig werden sie mit grossem Erfolg in der Physiotherapie und bei Rehabilitationen eingesetzt, um Schmerzen zu lindern oder die Beweglichkeit zu verbessern.

Das Sortiment der Marke Thera-Band wurde im Laufe der Zeit kontinuierlich erweitert und an die Kundenwünsche angepasst. So gibt es heute von Thera-Band etliche weitere Fitnessprodukte wie Gewichtsmanschetten, Gynmastikbälle oder latexfreie Bänder für Allergiker.

Die wachsende Beliebtheit der klassischen Thera-Bänder liegt sicher daran, dass sie so gut in die heutige Zeit passen: flexibel, federleicht und sofort einsatzbereit. Man kann sie klein zusammenfalten, in jede Tasche stecken, überall mit hinnehmen. Ergometer oder Crosstrainer verschandeln die Wohnung und beanspruchen jede Menge Platz – Thera-Bänder sind in wenigen Sekunden aus der Schublade geholt und ebenso schnell wieder verstaut. Ein weiterer Vorteil liegt im geringen Preis, der die nützlichen Bänder für jeden erschwinglich macht.

Farben symbolisieren die Zugstärke

Die Widerstandskraft der einzelnen Thera-Bänder – und der nachgeahmten Produkte anderer Hersteller – ist anhand eines Farbcodesystems gut zu erkennen und prägt sich schnell ein. So lässt sich leicht das passende Übungsband entsprechend dem persönlichen körperlichen Leistungsniveau finden.

Farbcode von Thera-Band:

Farbe Widerstand         geeignet für
Beige sehr gering Senioren, Rehabilitation
Gelb gering fortgeschrittene Rehabilitation, Untrainierte
Rot mittel Einsteiger
Grün hoch Fortgeschrittene
Blau sehr hoch Ausdauer-Kraft-Training
Schwarz extra hoch leichtes Krafttraining
Silber extrem hoch Krafttraining (Leistungssport)
Gold maximal intensives Krafttraining (Leistungssport)

Komplett Untrainierte sollten anfangs auf jeden Fall ein Übungsband mit geringem Widerstand wählen. Wichtig: Nicht alle Hersteller verwenden das gleiche Farbsystem.


Sie verfügen über eine enorme Elastizität und lassen sich für eine Vielzahl von Fitnessprogrammen nutzen. (Bild: © hightowernrw - shutterstock.com)

Sie verfügen über eine enorme Elastizität und lassen sich für eine Vielzahl von Fitnessprogrammen nutzen. (Bild: © hightowernrw – shutterstock.com)


Sicher trainieren

Während des Trainings stehen die Bänder unter Spannung. Schnalzt ein Band unabsichtlich aus der Hand oder reisst ein, ist die Verletzungsgefahr sehr hoch, vor allem bei starker Zugkraft. Bitte halten Sie sich deshalb bei jedem Training an folgende Empfehlungen:

  1. Prüfen Sie das Band vor dem Gebrauch auf Beschädigungen und ersetzen es bei Bedarf. Risse entstehen beispielsweise durch spitze Gegenstände oder Fingernägel.
  2. Legen Sie vor dem Workout Ketten, Ringe und anderen Schmuck ab.
  3. Wickeln Sie bei den Übungen das Band mindestens einmal um die Handflächen. So hat es einen festen Halt und entlastet gleichzeitig die Handgelenke. Bei einigen Übungen ist auch eine Fixierung am Fuss erforderlich.
  4. Lassen Sie das Band bei den Übungen nach dem Anspannen nicht zurückschnellen, führen Sie es stattdessen langsam in die Ausgangsposition zurück.
  5. Versuchen Sie, Ihre Handflächen bei den Übungen gerade zu halten und nicht abknicken zu lassen. Anderenfalls kann es zu Stauchungen kommen.

Effektiv trainieren mit elastischen Bändern

Thera-Bänder bieten ein enormes Spektrum an möglichen Übungen, sodass Sie sich gezielt Ihr individuelles Programm zusammenstellen können: ein komplettes Workout für alle Muskelpartien, ein Trainingsplan für Bauch, Beine und Po oder eine Variante für den Rücken. So gibt es etwa auf der Webseite von Thera-Band eine ganze Reihe wissenschaftlich fundierter Übungspläne und Videos, die von Ärzten, Trainern, Physiotherapeuten und Forschern entwickelt wurden. Sie können sich Ihre Trainingspläne über Apps, Herstellerwebseiten, Blogs, Videos oder Bücher besorgen. Achten Sie aber bitte immer darauf, dass die Übungen oder Programme nicht von Laien konzipiert wurden. Falsches Training kann mehr schaden als nutzen.

Für ein erfolgreiches Training haben sich folgende Tipps bewährt:

  1. Wärmen Sie sich vor jedem Workout fünf Minuten auf, etwa indem Sie zügig auf der Stelle laufen und dabei die Arme bewegen oder abwechselnd Ihre Knie bis zur Höhe des Bauchnabels heben.
  2. Eine Serie besteht anfangs aus sechs bis acht einzelnen Übungen, später können es auch mehr sein. Wiederholen Sie jede Übung 15- bis 20-mal, bevor Sie mit der nächsten beginnen. Durchlaufen Sie die Serie zwei- bis dreimal hintereinander, mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen. Eine komplette Trainingseinheit sollte durchschnittlich eine halbe Stunde dauern und kann zwei bis dreimal wöchentlich erfolgen.
  3. Eine einfach zu merkende Faustregel für die richtige Atemtechnik: Atmen Sie ein, wenn das Band unter Spannung steht, beim Lösen wieder ausatmen.
  4. Treten während des Trainings Schmerzen auf, wechseln Sie zu einem leichteren Band. Für die einzelnen Körperbereiche brauchen Sie möglicherweise unterschiedlich starke Bänder.
  5. Wechseln Sie erst zu einem stärkeren Band, wenn Ihnen das Training leicht fällt. Dann können Sie auch die Anzahl der Übungen und Serien erhöhen.
  6. Achten Sie bei allen Übungen auf eine korrekte Haltung, die bei einer qualifizierten Anleitung stets dargestellt wird.
  7. Führen Sie alle Übungen sowohl für die linke als auch die rechte Körperseite durch.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

Artikelbild: © wavebreakmedia – shutterstock.com

Über Andrea Durst

Ich bin selbstständige Texterin und liebe an meinem Beruf die Abwechslung bei der Umsetzung unterschiedlicher Kundenwünsche. Auch die persönliche Freiheit spielt eine grosse Rolle: Arbeiten zu jeder beliebigen Zeit und an jedem Ort, natürlich immer im Rahmen der Abgabetermine. Für die Belmedia-Portale schreibe ich sehr gern, da die Autoren Themen wählen können, die sie persönlich am meisten interessieren. In meinem Fall sind das Tiere und Tierschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit, Ernährung, Pflanzen und Naturkosmetik.


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