Feinster Zwirn für die Feier – Dresscode und Outfits für Hochzeitsgäste

26.03.2016 |  Von  |  Mode
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Feinster Zwirn für die Feier – Dresscode und Outfits für Hochzeitsgäste
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Sommerkleidchen oder Cocktaildress, Smoking oder Jackett und Jeans, was ist eigentlich das richtige Outfit für Gäste zur Hochzeit?

Nicht nur Braut und Bräutigam machen sich vor einer Hochzeitsfeier intensiv Gedanken über ihre Erscheinung, auch die Gäste fragen sich, was sie am besten tragen sollten. Sich einige Wochen vorher schon zu überlegen, was man anziehen möchte, ist nicht übertrieben, denn als Hochzeitsgast gibt es beim Dresscode einiges zu beachten.

Einladung gibt erste Hinweise auf Dresscode

Viele Brautpaare geben schon in der Einladung einen Dresscode an oder bitten um „festliche Kleidung“. Sind solche Angaben nicht in der Einladung zu finden, geben die Uhrzeit, zu der das Fest beginnt, und die Location wichtige Hinweise. Feiert das Brautpaar in einem fürstlichen Schloss oder einem edlen Hotel, ist man als Gast in festlicher, eleganter Garderobe gut angezogen. In einem Landgasthof oder auf einer Scheunenfeier ist die Auswahl der Kleidung etwas freier, sollte aber in einem dem Anlass entsprechenden Rahmen gehalten werden.

Einen Hinweis auf elegantere Kleidung gibt eine Trauung in der Kirche. Hier dürfen weibliche Gäste zum Kleid auch Hut tragen, den sie in der Kirche zu einer Hochzeit ausnahmsweise nicht abnehmen müssen. Während Hüte und der Fascinator bei Hochzeiten auf dem europäischen Festland eher selten geworden sind, sind sie in Grossbritannien weiterhin beliebtes Accessoire zur Hochzeitsfeier.

Die Herren haben es bei der Auswahl ihrer Bekleidung leichter, für sie sind Anzug, passende Krawatte, Hemd und elegante Schuhe gefragt. Wird ein Smoking mit schwarzer Fliege erwartet, ist das als „Black Tie“ in der Einladung angegeben, ein Frack mit weisser Fliege sollte es sein, wenn „formelle Abendkleidung“ oder „White Tie“ gefordert wird. Zu White-Tie-Events trägt die Dame ein langes Abendkleid oder Ballkleid, zu Black-Tie-Hochzeiten ein Abendkleid oder längeres Cocktailkleid.

Bei einer standesamtlichen Trauung ist eine schlichtere Garderobe angebracht, hier sind die Damen mit einem Hosenanzug oder Rock und Bluse angemessen gekleidet. Der Dresscode hängt massgeblich von der danach folgenden Veranstaltung ab. Geht es im kleinen Kreis zum Mittag- oder Abendessen, ist schlichtere Kleidung in Ordnung, bei einer grossen Feier mit Champagnerempfang und Essen darf es ruhig festlicher zugehen. Liegt zwischen der standesamtlichen Trauung und der abendlichen Feier eine Pause, können die Gäste ihre Garderobe gegen Abend gegen eine elegantere Variante tauschen.

Am lockersten ist die Kleiderordnung bei Hochzeiten, die im Sommer als Grillpartys oder Picknicks im Park stattfinden. Je nach Wunsch der Gastgeber sind hier bunte Sommerkleider für die Damen und helle Anzüge für die Herren bis hin zu Hemd und Jeans willkommen. Ganz leger geht es bei Feiern am Strand zu, hier dürfen die Gäste oft sogar barfuss erscheinen; dazu sind sommerliche Partykleidung, luftige Stoffe und hellere Farben passend.


Am lockersten ist die Kleiderordnung bei Hochzeiten, die im Sommer als Grillpartys oder Picknicks im Park stattfinden. (Bild: © Laurent Renault - fotolia.com)

Am lockersten ist die Kleiderordnung bei Hochzeiten, die im Sommer als Grillpartys oder Picknicks im Park stattfinden. (Bild: © Laurent Renault – fotolia.com)


Was Frauen auf Hochzeiten auf keinen Fall tragen sollten

Die Frage, was absolut gar nicht geht, ist schnell beantwortet: Ein weisses Kleid, ein weisser Hosenanzug oder eine weisse Kombination aus Rock und Bluse ist auf jeden Fall tabu. Die Farbe Weiss ist der Braut vorbehalten, auch wenn das weibliche Gäste manchmal vergessen. Das gilt auch für helles Beige, elfenbein- und champagnerfarbene Outfits und extrem helle Pastellfarben. Wer helle Farben oder ein Muster mit hohem Weissanteil tragen möchte, fragt bei der Braut oder Trauzeugin am besten einfach nach, ob das erwünscht ist. Manche Bräute sehen es locker, andere sind froh, wenn sie im weissen Kleid an ihrem grossen Tag ganz allein im Mittelpunkt stehen können.

Helle Kleider können auch ungewollt andere Gäste verwirren. Ich selbst war mal als Trauzeugin der Braut im mit ihr abgestimmten Kleid im Stil der 50er auf einer Hochzeitsfeier. Auf strahlend weissem Grund hatte mein Kleid grosse blaue Polka Dots, die Braut trug ein ganz weisses Kleid im gleichen Stil. Mir wurde an dem Abend mehrere Male gratuliert. Von Partnern, von Kollegen und Freunden, die die Braut vorher noch nicht kennengelernt hatten und nur den Mann kannten. Stand sie gerade nicht in meiner Nähe, wenn ein neuer Gast eintraf, wurden wir manchmal verwechselt. Seitdem verzichte ich auf die Farbe Weiss als Bestandteil des Musters auf Hochzeiten strikt, es sei denn, eine Braut wünscht sich wieder einen speziellen Style von mir.

Gut geeignet für Hochzeitsfeiern sind Kleider in klaren Edelmetallfarben wie Gold, Bronze und dunkles Silber, Edelsteinfarben wie Rubinrot, Saphirgrün und Blau oder nicht zu helle Pastellfarben sowie Gelb, kräftiges Rosa, Pink oder Lila und Violett. Auch Grau, nicht zu dunkles Anthrazit oder Brauntöne sind angemessen. Passende Stoffe sind Seide und Seidenimitate, Taft, Samt, Satin und entsprechende Varianten aus Kunstfasern.

Was man als Gast auf einer Hochzeit am besten trägt und was gar nicht geht – die besten Tipps fürs Outfit als Hochzeitsgast.

Wenn Du als Hochzeitsgast ein Outfit zusammenstellst, denke immer daran: Das ist nicht der Tag, um in besonders gewagten oder ausgefallenen Kreationen aufzutauchen oder Kleider auszuführen, die der Braut garantiert die Schau stehlen. Traditionell tabu ist für Frauen auch die Farbe Schwarz fürs Outfit. Da aber gerade festliche Abendkleider häufig in dieser Farbe angeboten werden, sieht man immer mehr weibliche Gäste bei Hochzeiten auch in schwarzen Kleidern oder in Kleidern mit einem hohen Anteil an dunklen Farben. Findet die Hochzeit in einem engen traditionellen Rahmen statt, sollten weibliche Gäste kein Schwarz tragen, ist die Feier lockerer gestaltet, macht es vielen Brautpaaren nichts aus.

Auch hier gilt: Es schadet nie, kurz bei der Braut anzufragen, was erwünscht ist. Vermeiden solltest Du extrem kurze Kleider oder Röcke und einen allzu tiefen Ausschnitt – das gilt auch für Rückenausschnitte. Auf Hochzeiten ein gewisses Mass an Eleganz einzuhalten, zeigt Respekt vor dem Brautpaar und davor, an dem grossen Tag teilnehmen zu dürfen.



Wer als Hochzeitsgast Hinweise auf der Einladung beachtet, den Rahmen berücksichtigt, in dem die Feier stattfindet, und als Frau die Farben Weiss und Schwarz meidet, ist garantiert richtig angezogen. Das Sahnehäubchen setzt Du obendrauf, wenn Du als weiblicher Gast Miniröcke oder tiefe Ausschnitte sowie sehr ausgefallene Kreationen vermeidest. So gibst Du der Braut die Chance, der Mittelpunkt der Feier zu sein und ihren schönsten Tag in vollen Zügen zu geniessen.

 

Oberstes Bild: © Halfpoint – shutterstock.com

Über Maria Wildt

Maria Wildt ist Agraringenieurin und Beautybloggerin der ersten Stunde. Beauty, Lifestyle, Natur, Umwelt und Wissenschaften sind daher ihre liebsten Themen. Seit 2007 ist sie Bloggerin, seit 2013 freiberufliche Onlineredakteurin und Texterin.


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