Die 10 wichtigsten Schminkpinsel und wie man sie benutzt

10.05.2016 |  Von  |  Make-Up
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Die 10 wichtigsten Schminkpinsel und wie man sie benutzt
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Wer sich jahrelang mit dem Schaumstoffapplikator aus dem Lidschattendöschen geschminkt hat oder mit dem Make-up gerade erst anfängt, könnte angesichts der riesigen Auswahl an Kosmetikpinseln in den Läden überfordert sein.

Wir stellen zehn wichtige Pinsel vor und erklären, wie man sie benutzt und woran man beim Einkauf gute Qualität erkennt.

1. Gross und bauschig – der Puder- und Gesichtspinsel

Der klassische Puderpinsel dürfte der bekannteste Vertreter unter den Schminkwerkzeugen sein und ist in jeder Drogerie, sogar in manchen Supermärkten, für wenig Geld erhältlich. Damit kannst Du Gesichtspuder grossflächig auftragen, Dein fertiges Make-up nach aussen hin verwischen, um Ränder zu vermeiden, oder Bräunungspuder verteilen. Dazu ist es wichtig, dass der Puderpinsel aus dicht gebundenen, sehr weichen synthetischen oder echten Haaren besteht. Ein guter Pinsel kratzt und pikst nicht, verliert keine Borsten und bietet einen mittleren bis weichen Widerstand, wenn Du mit den Fingern über die Borsten fährst. Dabei sollte sich ein Pinselstrich anfühlen, als würdest Du über ein weiches Fell streicheln, einzelne Borsten solltest Du dabei nicht spüren.

2. Weich und sanft – Pinsel für Bräunungspuder und Rouge

Dieser Pinsel ist äusserlich eine kleinere Variante des Puderpinsels, lässt sich aber präziser nutzen und bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Er kommt rund gebunden und in typischer Form daher oder ist angeschrägt. Dieser kleinere Puderpinsel hat ähnliche Eigenschaften wie der grosse Bruder, kann aber etwas lockerer gebunden sein. Er ist ideal, wenn Du Dein mattierendes Puder nur in der T-Zone verwenden möchtest oder einen Hauch Bräunungspuder aufträgst. Dazu streichst Du mit dem Pinsel über den Puder, klopfst ihn auf dem Handrücken ab und trägst den Puder in einer leicht streichenden Bewegung ohne Druck auf. Konzentriere Dich dabei auf die Sonnenterrassen des Gesichts, also Wangenknochen, Schläfen, Nasenrücken und Kinn. So erhältst Du einen natürlichen Effekt. Das Ganze verwischst Du am besten noch.

3. Rougepinsel für präzisen Auftrag

Wieder etwas kleiner ist der Rougepinsel, der rosige Apfelbäckchen zaubert oder den Highlighter auf den Wangenknochen platziert. Ob Du hier ein lockeres oder dichter gebundenes Modell bevorzugst, liegt ganz bei Dir. Die lockereren Pinsel bieten weniger Widerstand und mehr Flexibilität, dadurch wird das Ergebnis dezent und transparent, dichter gebundene Härchen ergeben einen satteren Farbauftrag. Bei Letzteren musst Du Dein Rouge vorsichtig auftragen und sorgfältig verwischen, damit es nicht zu auffällig und „gewollt“ aussieht. Dafür ist die Farbabgabe der Produkte mit diesen Pinseln besser. Wähle einen weichen Pinsel mit schwachem bis mittlerem Widerstand und kaum spürbaren Härchen aus.


Rougepinsel – für präzisen Auftrag. (Bild: Volodymyr Goinyk / Shutterstock.com)

Rougepinsel – für präzisen Auftrag. (Bild: Volodymyr Goinyk / Shutterstock.com)


4. Für ein professionelles Ergebnis – Blending Brush für die Augen

Der Blending Brush, auf Deutsch „Verwischpinsel“, ist eines der wichtigsten Werkzeuge für ein professionell wirkendes Augen-Make-up. Damit kannst Du den Lidschatten direkt auftragen und verwischen, bereits bemalte Flächen nach aussen hin auslaufen lassen oder Übergänge zwischen den Farben schaffen. Das Ergebnis wird, je nachdem, wie lange Du gewischt hast, schön rauchig oder zart und transparent. Ideal ist der Pinsel auch bei Schlupflidern. Die Borsten sind bei diesem Pinsel weich und etwas länger als bei herkömmlichen Augenpinseln. Sie sind rund oder abgeflacht gebunden, die äusseren Borsten sind etwas kürzer als die mittleren. Der Pinsel sollte einen mittleren Widerstand bieten, damit er genug wischt, die Farbe aber nicht wieder vom Lid entfernt.

5. Für Gel, Cremes und feuchte Anwendung: der synthetische Lidschattenpinsel

Diese Art des Lidschattenpinsels ist immer mit synthetischen Borsten ausgestattet, die Farbe nicht aufsaugen und sich gut auswaschen lassen. Sie sind flach und dicht gebunden, die Borsten sind dadurch sehr flexibel und bieten einen hohen Widerstand. So kannst Du Cremelidschatten exakt auftragen oder Deine Puderlidschatten für einen intensiven Akzent feucht benutzen. Durch die flache Form sind damit mit etwas Übung Linien möglich, als Concealer lassen sich diese Pinsel ebenfalls bestens zweckentfremden. Auch diese Schminkpinsel sind am besten angenehm auf der Haut und piksen nicht. Wenn Du mit dem Finger über die Borsten fährst, sollten sie sofort wieder in ihre ursprüngliche Form zurückspringen.

6. Der Allrounder – der Lidschattenpinsel für die Basisausstattung

Der klassische Lidschattenpinsel sollte in keiner Grundausstattung fehlen. Er ist in abgeflachter Form gebunden und aus Echthaar oder weichen Synthetikborsten, die bogenförmig angeordnet sind. Damit kannst Du Deinen Lidschatten flächig auf das ganze Lid auftragen und verwischen. Mit schmaleren Modellen kannst Du konzentrierter in der Lidfalte oder am Lidrand arbeiten. Hier kannst Du nach Deinen Vorlieben locker oder dichter gebundene Pinsel wählen.

7. Präzisionswerkzeug – Pinsel für Smokey Eyes und punktuelle Akzente

Dieser Pinsel hat einen sehr kleinen, spitz zulaufenden Kopf und ist meist aus Naturhaar hergestellt. In der Mitte befinden sich die längsten Härchen, aussen kürzere. Er eignet sich für dicke, rauchige Lidstriche, exakt gesetzte Akzente im inneren Augenwinkel oder in der Lidfalte und um Unreinheiten im Gesicht mit Concealer abzudecken.

8. Verwischtechnik für Fortgeschrittene – Smudger Brush

„Smudging“ bedeutet zu Deutsch „verschmieren“ und bezieht sich bei den Kosmetikpinseln vor allem auf den Lidstrich mit Kajalstift. Du kannst erst eine Linie mit dem Stift oder feuchtem Lidschatten vorzeichnen und dann mit dem Smudger Brush verwischen. Je nach Intensität und Farbe kann das von rauchig bis punkig aussehen. Ideal also für Smokey Eyes und Partylooks. Der Kopf ist dafür am besten flach und dicht gebunden, schmal und hat Borsten, die nur wenige Millimeter lang sind.

9. Für exakte Linien – schräger Lidstrichpinsel

Dünne, angeschrägte Lidstrichpinsel sind die flachsten und festesten unter den Pinseln für die Augenpartie. Trotzdem sollten die Borsten, die meist aus Synthetikhaaren gefertigt werden, fein sein und angenehm auf der Haut. So verhinderst Du Irritationen der empfindlichen Partie um die Augen. Mit Geleyelinern oder angefeuchtetem Puderlidschatten kannst Du mit diesem Pinsel feine, präzise und grafische Linien am Lidrand malen.



10. Katzenaugen im Handumdrehen mit dem runden Lidstrichpinsel

Rund gebundene Lidstrichpinsel kommen in mittlerer bis dünner Stärke daher und haben eine feine Spitze für präzisen Auftrag. Sie eignen sich für flüssige Eyeliner und Geleyeliner und ermöglichen, im Gegensatz zu den flacheren Modellen, geschwungene Linien als Lidstrich. Ob Du Dich für einen runden oder flachen Lidstrichpinsel entscheidest, hängt ganz von Deinen Vorlieben ab.

Eine gute Qualität ist bei Schminkpinseln oberstes Gebot. So macht das Schminken damit Spass, Du erzielst wunderschöne Ergebnisse und die Pinsel halten bei guter Pflege gut und gerne 15 bis 20 Jahre. Da lohnt es sich, auch etwas tiefer in die Geldbörse zu greifen. Dichter gebundene Pinsel bieten einen satten Farbauftrag, locker angeordnete Härchen sorgen für Transparenz und schöne Übergänge.

 

Artikelbild: © P169HOUSE / Shutterstock.com

Über Maria Wildt

Maria Wildt ist Agraringenieurin und Beautybloggerin der ersten Stunde. Beauty, Lifestyle, Natur, Umwelt und Wissenschaften sind daher ihre liebsten Themen. Seit 2007 ist sie Bloggerin, seit 2013 freiberufliche Onlineredakteurin und Texterin.


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