Creme, Lotion & Co. – für jeden Hauttyp die richtige Handpflege

15.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Handpflege
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Creme, Lotion & Co. – für jeden Hauttyp die richtige Handpflege
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Unsere Hände sind alltäglich zahlreichen Strapazen und Umwelteinflüssen ausgesetzt, sollen jedoch bei allen Anlässen einen gesunden und glatten Eindruck hinterlassen. Kosmetikunternehmen und Pflegemarken bieten eine grosse Auswahl an Handcremes an. Häufig wird in den Produktlinien alleine die Unterscheidung zwischen spröder, trockener oder fettiger Haut vorgenommen.

Bei der Auswahl der Handpflege ist vielen Käufern nicht bewusst, auf welch vielfältige Weise die Hautschichten der Hände in alltäglichen Situationen beeinflusst werden und dass sie deshalb eine spezielle Pflege benötigen. Mit einem Blick auf viele Handgriffe des Alltags und die Inhaltsstoffe verschiedener Handpflegeprodukte gelingt es jedermann, die individuell am besten geeignete Pflege auszuwählen.



Welche Faktoren die Schönheit der Hände beeinflussen

Noch vor einigen Jahrzehnten wurde von den klassischen Hausfrauenhänden gesprochen, die durchs Putzen nahezu täglich mit Wasser und Putzmitteln in Kontakt kamen und hiervon beeinflusst wurden. Auch wenn der Begriff aus der Mode gekommen ist, spielt die Häufigkeit des Kontaktes mit Wasser weiterhin eine Rolle für schöne Hände. Selbst der tägliche Gang unter die Dusche kann die Hände sowie andere Hautpartien austrocknen und spröde machen, sofern ein hoher Härtegrad des Wassers vorliegt. Gilt dies für die eigene Wohnregion, ist eher zu einer fettigen Creme bzw. einer Feuchtigkeit spendenden Lotion zu greifen.

Neben Wasser ist der häufige Kontakt mit Chemikalien eine Herausforderung für alle Hände. Hiermit ist nicht allein eine Berufstätigkeit im Umfeld von Chemikalien und Gefahrenstoffen gemeint, selbst das tägliche Auftragen von Kosmetik bringt Finger und Hände mit einer Vielzahl an Stoffen in Berührung. Auch wenn viele Frauen das Tragen von Handschuhen bei der Verwendung von Nagellackentferner oder hochprozentigem Alkohol in der Kosmetik als umständlich erachten – zum Schutz der Hände sollte dies gerade bei bekannten Hautproblemen als oberste Pflicht verstanden werden. Schliesslich gilt wie in vielen Bereichen der Gesundheit: Was durch Prävention verhindert wird, muss nicht im Nachhinein durch Handcremes & Co. ausgeglichen werden.

Neben Wasser ist der häufige Kontakt mit Chemikalien eine Herausforderung für alle Hände. (Bild: © vpardi - Fotolia.com)

Neben Wasser ist der häufige Kontakt mit Chemikalien eine Herausforderung für alle Hände. (Bild: © vpardi – Fotolia.com)




Fettgehalt und Emulgatoren in Handcremes verstehen

Wer unter spröden Händen leidet, greift bevorzugt zu einer Handcreme mit einem höheren Fettgehalt. Leider herrscht bei der Anwendung noch häufig der Glauben vor, dass die Haut umso stärker profitiert, je höher der Fettanteil in der angewendeten Creme ist. Übersehen wird hierbei die Auswirkung sogenannter Emulgatoren, die eine Vermischung der eigentlich streng getrennten Substanzen Wasser und Öl ermöglichen und die spätere Reinigung der Hände fördern sollen. Ist die Konzentration an Emulgatoren im Vergleich zum Fettgehalt zu hoch, werden die pflegenden Substanzen beim nächsten Händewaschen einfach wieder ausgespült und können ihre Aufgabe nicht wie gewünscht erfüllen.



Wer mit trockenen oder spröden Händen vertraut ist, profitiert deshalb am ehesten von Handcremes frei von jeglichen Emulgatoren. Durch den Verzicht auf diese Hilfssubstanz reicht bereits ein gemässigter Fettgehalt aus, um die Haut von ihrem trockenen Charakter zu befreien. Der nachteilige Effekt von zu fettigen Cremes ist ausserdem aus dem Alltag bekannt: Die Creme zieht zu langsam ein und hinterlässt unschöne Spuren, falls nicht auf ihr komplettes Einziehen gewartet wird. Auch aus diesem Grund sollte eher auf einen mittleren Fettgehalt vertraut werden, wodurch ein schnelleres Einziehen ohne unerwünschte Nebeneffekte gewährleistet wird.

Die Inhaltsstoffe von Handcremes grundlegend verstehen

Nicht jede Lotion und Creme wird explizit für bestimmte Hauttypen vermarktet, die Anbieter möchten hierdurch eine möglichst grosse Zielgruppe ansprechen. Daher ist es wichtig, den eigenen Hautcharakter zu kennen und sich bei der Auswahl an den führenden Inhaltsstoffen zu orientieren. Wer eine Förderung der Hautfeuchtigkeit wünscht, sollte auf Präparate mit Glycerin oder Aminosäuren achten, für die generelle Regeneration der Haut sind grundsätzlich sämtliche Vitaminpräparate sowie Cremes mit den Inhaltsstoffen Biotin und Niacin geeignet. Gerade im Anti-Aging-Bereich werden solche Wirkstoffe bevorzugt eingesetzt, was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass auch junge und strapazierte Haut vom aufbauenden Charakter der Substanzen nicht profitieren würde.

So angenehm der Duft mancher Handcreme auch sein mag – auf künstliche Aromen sowie Duft- und Konservierungsstoffe sollte im Idealfall komplett verzichtet werden. Je weniger Inhaltsstoffe fernab der oben genannten Wirkstoffe zum Einsatz kommen, umso besser ist dies für die Anwendung und umso stärker lässt sich die natürliche Gesundheit der Haut fördern. Nicht irritieren lassen sollten Sie sich von angepriesenen Naturstoffen in Handcremes, durch die ein vermeintlich natürliches Aroma entsteht oder die Kräfte von Heilpflanzen ausgenutzt werden. Bei einem genaueren Blick in die Inhaltsstoffe der Handcreme zeigt sich leider, dass der tatsächliche Anteil dieser Wirkstoffe oft verschwindend gering ist und kaum zur Gesundung der Haut beiträgt.

Im Zweifelsfall von dermatologischer Hilfe profitieren

Sollten Sie nicht unter Kontaktallergien leiden und im Alltag keinen aussergewöhnlichen Substanzen ausgesetzt sein, sind natürliche Handcremes mit der etablierten Einteilung in fettige oder trockene Haut im Regelfall ausreichend. Erste Anzeichen einer erkrankten Haut wie Rötungen sowie fettige oder spröde Stellen sollten unabhängig hiervon ernst genommen werden – gerade bei einer fortschreitenden Hautalterung. Der Besuch beim Hautarzt oder der Kosmetikerin des Vertrauens dürfte in solchen Fällen weiterhelfen, die individuell abgestimmte Hautcreme auszuwählen. Falls die Standardprodukte aller etablierten Marken nicht weiterhelfen, bleibt als letzte Lösung das individuelle Anmischen abgestimmter Inhaltsstoffe durch die Apotheke.



 

Oberstes Bild: Creme, Lotion & Co. – für jeden Hauttyp die richtige Handpflege (Bild: © krimar – Fotolia.com)



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