Black is beautiful

15.12.2015 |  Von  |  Mode
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Black is beautiful
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Im Unterschied zu neuen, ausgefallenen Trendfarben, die nicht bereits im Kleiderschrank hängen und erst noch geshoppt werden müssen, nennt eigentlich jede(r) mindestens ein schwarzes Teil sein Eigen.

Was vorteilhaft ist: Diese Farbe passt zu allen Anlässen und lässt sich zu allen anderen Tönen kombinieren. Schwarzsehen ist hier durchaus erwünscht!

Wie Schwarz Einzug in die Mode hielt

Im Mittelalter war die Garderobe der Wohlhabenden noch farbenfroh-strahlend, Schwarz fand sich höchstens als kostspieliger Pelzbesatz wieder. Im 14. Jahrhundert, mit dem Aufkommen eines hochwertigen Färbeprozesses für Schwarz, begannen Zugehörige der Regierung jedoch, auch dunkle Roben zu tragen, um sich seriös zu geben und die Wichtigkeit ihres Standes zu zeigen.

Gleichzeitig waren in manchen Teilen Europas auf einmal bestimmte Farben wie Dunkelrot und Blau einzig dem Adel vorenthalten. Wohlhabende griffen also zu teuren, schwarz gefärbten Stoffen – und ihnen entging nicht, dass diese Roben Eleganz, Macht und Seriosität ausstrahlten, so dass sich auch die Oberschicht – von Spanien über Frankreich bis England – schon bald darin kleidete.

Im Protestantismus wurden strahlende Farben dann auch von einem Grossteil der restlichen Bevölkerung verschmäht, da diese mit den beinahe übertrieben ausgeschmückten Kirchen und opulenten, hochpreisigen Roben der Katholiken assoziiert wurden – lieber griff man zu schlichtem, unaufgeregtem Schwarz, in welchem vor Gott alle Menschen gleich(wertig) auftraten. Nachdem die Farbe anschliessend für einige Zeit wieder in Ungnade fiel, da sie mit schwarzer Magie assoziiert wurde und für das Mysteriöse, Bedrohliche stand, wurde sie im 19. Jahrhundert besonders bei der englischen Ober- und Mittelschicht wieder extrem populär.

Anfang der 1920er-Jahre entwarf dann die französische Modeschöpferin Coco Chanel das „kleine Schwarze“ – ein schlichtes, einfaches Kleid, unauffällig in Schwarz gehalten, das in der damaligen Zeit für mehr Aufsehen sorgte als eigentlich geplant. Im englischen Sprachraum lancierte Chanel das Kleid als LBD (little black dress) – damals ein echter Skandal, denn zu dieser Zeit kleideten sich eigentlich die Witwen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Männer in Schwarz, um so ihre Trauer auszudrücken. Doch Coco Chanel wollte die Frauen auch aus ihrem Leid befreien und ihnen den Wunsch erfüllen, sich zu zeigen und nach angemessener Zeit die Bereitschaft für eine neue Partnerschaft zu signalisieren.


Das „kleine Schwarze“ (Bild: © Dmitry_Tsvetkov - shutterstock.com)

Das „kleine Schwarze“ (Bild: © Dmitry_Tsvetkov – shutterstock.com)


Im Jahr 1961 verhalf Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany´s dem kleinen Schwarzen dann endgültig zu Weltruhm und sorgte dafür, dass der Dress schwarze Zahlen schrieb. Gekonnt verführte Holly Golightly im Film die Männerwelt mit den Waffen einer Frau – und kombinierte das Kleid stilvoll mit Hut, Handschuhen und grossen Perlenohrringen. Durch Stoff und Farbe nahm sich das Kleid in seiner Aussenerscheinung zurück und stellte damit Ausdruck und Ausstrahlung der Trägerin in den Vordergrund.

Auch in den 90er-Jahren war Schwarz dann – nicht nur in der Gothic-Szene – die absolute Top-Farbe, die sich nun auch auf Nägeln und sogar auf den Lippen fand.

Schwarz steht dir gut

Zeitloses, edles Schwarz passt zu jedem Dresscode! Im Büro wirkt die Farbe klassisch und seriös – und wem Rock und Blazer zu langweilig sind, der kann z. B. auf einen raffinierten Lagen-Look setzen: Oversize-Pullover, Bluse und schmaler Blazer-Mantel zum knielangen Bleistiftrock wirken beispielsweise sowohl ordentlich-anständig als auch lässig.

Ein schwarzer Hosenanzug wird dagegen mit spitzen Pumps und heller Bluse kombiniert. Raffiniert-sexy wird dann die derzeit angesagte Neuinterpretation des LBD: Als kurzer Rock mit Shirt oder als sexy Kleidchen wird das schwarze Outfit durch einen betont braven weissen Kragen frech aufgepeppt. Paris Hilton trägt dazu eine blickdichte schwarze Strumpfhose und kurze Boots, Taylor Swift dagegen flache Ballerinas – und knallige rote Lippen.



Praktischerweise passt Schwarz zu jeder Haar- und Hautfarbe, zu jedem Alter und Typ. Was Fashionistas ausserdem natürlich besonders gefällt: Schwarz macht schlank, indem es die Figur „glatter“ aussehen lässt und Schatten durch eventuelle Pölsterchen „verschluckt“. Zudem wirkt es stets seriös und reif, lässt sich mit allen Farben kombinieren – und ist nebenbei auch die perfekte Basis für auffällige Accessoires, denen so nicht die Show gestohlen wird. Gerade an den Festtagen oder zu anderen glamourösen Events kommen die opulente Statement-Kette, schwingende Ohrringe oder edle Diamanten besonders gut zur Geltung.

Black is beautiful – und wird wohl immer in fashion sein!

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Melpomene – shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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