Tee – beliebtes Heissgetränk mit viel Geschmack

01.05.2020 |  Von  |  Ernährung, News

Grüner Tee, schwarzer Tee, Kräutertee oder Früchtetee – Tee gibt es in vielfältigen Varianten. Die einzelnen Teesorten haben unterschiedliche Wirkungen auf den Körper.

Im folgenden Artikel erfahren Sie Wissenswertes rund um die Zubereitung und den Genuss des beliebten Getränks.

So kam der Tee nach Europa

Die Geschichte des Tees reicht mehr als 5’000 Jahre zurück. Angeblich wehten 2’737 v. Chr. dem chinesischen Kaiser Shen Nung die Blätter eines wildwachsenden Teestrauchs in seine Schale mit heissem Wasser. Der angenehme Duft verleitete ihn dazu, das Getränk zu kosten. Er bemerket, dass er sich danach erfrischt und belebt fühlte. Der Legende nach war das der Startschuss für den Siegeszug des Tees. Im Laufe der Zeit wurde Tee immer beliebter und in China entstanden zahlreiche Plantagen. Tee diente als wertvolles Tauschgut. Um 618 n. Chr. wurde Tee nicht nur als Heilmittel, sondern auch als Genussmittel getrunken. Teezeremonien, bei denen der Tee nach bestimmten Regeln bereitet wurde, entwickelten sich. Im 16. Jahrhundert erreichte das bei den Chinesen so beliebte Getränk über portugiesische und holländische Handelsflotten Europa. Der Import von Tee in die europäischen Länder startete.

Grüner Tee – schmackhaft und gesund

Grüner Tee wurde in China nach Entdeckung des Getränks ausschliesslich zu medizinischen Zwecken getrunken. Auch heute werden die Grünteesorten für Ihre gesunden Inhaltsstoffe geschätzt. Die Teeblätter enthalten Antioxidantien, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. So soll grüner Tee bei Herz-Kreislauferkrankungen ebenso hilfreich sein, wie bei der Stärkung des Immunsystems. Im Gegensatz zu anderen Teesorten wird der Grüntee nicht fermentiert, so dass die typische grüne Farbe der Blätter erhalten bleibt.

Grüner Tee sollte nicht mit kochendem Wasser zubereitet werden, sonst wird der Geschmack bitter. Lassen Sie das Wasser nach dem Aufkochen zunächst etwa fünf Minuten abkühlen, bevor Sie die Teeblätter überbrühen. Bei der Teemenge richten Sie sich am besten nach den Angaben auf der jeweiligen Packung. Ausreichend ist ein Teelöffel für ¼ Liter Wasser. Sind die Teeblätter grösser, sollte die Menge verdoppelt werden. Empfehlenswert ist eine Ziehzeit von etwa eineinhalb bis zwei Minuten. Abhängig von der Sorte sind auch mehrere Aufgüsse möglich. Je besser die Qualität des Tees, desto mehr Aufgüsse sind machbar. Wichtig ist, dass die Teeblätter zwischen den Aufgüssen nicht austrocknen.


Grüner Tee, gesund und lecker. (Bild: taa22 – shutterstock)


Schwarzer Tee – idealer Kaffeeersatz

Im schwarzen Tee ist rund halb so viel Koffein wie in Kaffee enthalten. Anders als beim Kaffee wird das Koffein nach dem Teegenuss jedoch erst nach und nach freigesetzt, so dass Sie die Wirkung erst später spüren. Anders als grüner Tee werden die schwarzen Teesorten fermentiert und erhalten so den typischen Geschmack. Klassische Sorten wie Darjeeling, Assam oder Ceylon sind besonders beliebt. Die Sorten stammen aus unterschiedlichen Anbaugebieten und unterscheiden sich in der Stärke des Geschmacks. Wer es gern kräftig mag, liegt mit Assam richtig. Die Sorte bildet unter anderem auch die Basis für die Ostfriesentee-Mischung. Milder schmecken Ceylon oder Darjeeling, die mit einer eher zarten Note daherkommen. Ceylontee ist die Grundlage für die Earl-Grey-Mischung, hier wird als Aroma Bergamotte zugesetzt.

Schwarzen Tee bereiten Sie mit kochendem Wasser zu. Dazu übergiessen Sie die Teemischung mit dem kochenden Wasser und lassen alles etwa zwei Minuten ziehen. Kürzere Ziehzeiten sorgen für einen milderen Geschmack, längeres Ziehen intensiviert den Geschmack. Empfehlenswert ist etwa ein Teelöffel pro Tasse, hier kommt es aber auf die jeweilige Sorte an.



Kräutertee – vielfältige Mischungen für die Gesundheit

Kamillentee, Salbei- oder Fencheltee, Brennnesseltee oder Pfefferminztee – es gibt vielfältige Kräutertees. Als Kräutertee werden Aufgüsse mit Kräutern oder Pflanzen bezeichnet. Koffein enthalten die Kräutertees nicht. Aus Pflanzenblättern bestehen beispielsweise Pfefferminztee, Brennnesseltee oder auch Rooboistee. Die Wirkung des Tees hängt von der jeweiligen Pflanze ab. Während Brennnessel den Stoffwechsel ankurbelt und entwässernd wirkt, ist Pfefferminztee wohltuend und belebend und gut zur Beruhigung des Magens geeignet, Rooibostee hingegen wirkt beruhigend. Aus Blüten bestehen Kamillen-, Lavendel- oder auch Hibiskustee. Kamille ist eine der bekanntesten Kräuterteesorten. Die Kamille wirkt entzündungshemmend und ist daher gut bei Zahnfleischentzündungen oder Halsschmerzen einzusetzen. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden kommt die krampflösende Kamille zum Einsatz. Lavendeltee hilft bei Kopfschmerzen und beruhigt bei nervöser Unruhe. Gut geeignet ist Lavendel als Unterstützung zum Einschlafen.

Kräutertee übergiessen Sie ebenfalls mit kochendem Wasser. Grundsätzlich gilt, ein Teelöffel Tee pro Tasse. Kräutertee muss länger ziehen als schwarzer oder grüner Tee. Ideal sind Zeiten zwischen 5 und 15 Minuten, hier kommt es auf Ihren Geschmack an. Decken Sie den Tee während der Ziehzeit am besten ab, damit die ätherischen Öle der Kräuter nicht entweichen.


Veilfältige Kräuter für jeden Geschmack. (Bild: Anton27 – shutterstock)


Das perfekte Wasser für Ihren Tee

Eine schlechte Wasserqualität macht sich beim Geschmack des Tees bemerkbar. Gerade wenn Sie eine hochwertige Teemischung zubereiten, ist zu hartes Wasser nicht geeignet. Wird der Tee mit sehr kalkhaltigem Wasser zubereitet, bildet sich ein dünner Film auf dem Getränk, der nicht nur unansehnliche aussieht, sondern auch die Aromen an der Entfaltung hindert. In Japan gibt es sogar ein spezielles Wasser für die Zubereitung des grünen Tees. Grundsätzlich sollte das Wasser für die Teezubereitung sehr weich sein. In Gegenden, in denen das Wasser sehr hart und kalkhaltig ist, empfiehlt sich der Einsatz eines Wasserfilters. Alternativ verwenden Sie ein stilles Mineralwasser.

Teebeutel, Sieb oder Teeei – die Art der Zubereitung

Bei der Zubereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn Sie lose Teeblätter verwenden, sind Baumwollnetze eine gute Wahl. Idealerweise nehmen Sie für unterschiedliche Teesorten eigene Filter, damit es keine Auswirkungen auf den Geschmack gibt. Wenn Sie einzelne Tassen aufgiessen, sind Teeeier aus Metall eine praktische Lösung. Alternativ gibt es auch Papierfilter, die Sie nach einmaliger Verwendung einfach entsorgen.


Teeei aus Metall. (Bild: Chursina Viktoriia – shutterstock)


 

Titelbild: Shulevskyy Volodymyr – shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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