Selbstbräuner: Lotion, Gel, Spray oder Tücher?

12.08.2014 |  Von  |  Bräunung
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Selbstbräuner: Lotion, Gel, Spray oder Tücher?
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Nicht jeder kann die sonnigen Tage im Freien verbringen – und dennoch wäre es schön, nicht gänzlich ohne gesunden Teint in die Ferien zu fahren. Da liegt der Griff zum Selbstbräuner nahe, der optimalerweise im Handumdrehen und ohne Solariumbesuch eine streifenfreie, natürliche Bräune auch auf die blasseste Haut zaubert. So weit der Wunsch. Leider machen viele Frauen im Umgang mit Selbstbräunern genau die gegenteilige Erfahrung. Der Hautton wird zu dunkel, das Ergebnis ist fleckig und unregelmässig, die Duftnote irritiert und das Produkt färbt kontinuierlich auf die Kleidung ab.

Glücklicherweise muss nicht jede Nutzung eines Selbstbräuners zu so unbefriedigenden Ergebnissen führen. Wenn Sie nämlich genau das richtige Produkt für Ihre Haut benutzen, wird Ihre zarte Bräune nicht mehr von der sonnenverwöhnten Haut eines Langzeiturlaubers zu unterscheiden sein. Wir vergleichen für Sie die verschiedenen Anwendungsformen und ihre Vor- und Nachteile.



Dihydoxyazeton (DHA) und Erythrulose sorgen für Bräunungseffekt

Zunächst aber ein kurzer Ausflug in die Welt der Inhaltsstoffe von Selbstbräunern, die für den Bräunungseffekt zuständig sind. Die Wirkung der meisten handelsüblichen Selbstbräuner basiert auf den Wirkstoffen Dihydoxyazeton (DHA) und Erythrulose, pflanzlichen Kohlenhydraten, die allerdings nur etwa 2 bis 5 % der gesamten Inhaltsstoffe ausmachen. Sie dringen in die oberen Zellschichten der Epidermis ein. Dort reagieren sie mit Aminosäuren und Proteinen, die in der Hornschicht vorhanden sind, was deren Bräunung auslöst. An Stellen mit dickerer Hornschicht wie den Ellenbogen oder Knien wird die Färbung folglich intensiver. Sparen Sie dort mit dem Auftrag. Am besten fahren Sie mit den Handinnenflächen nur leicht über diese Stellen, wenn Sie den Rest des Körpers bereits eingecremt haben.

Besonders DHA entzieht der Haut Feuchtigkeit. Diese sollte deshalb mit einer Extraportion Feuchtigkeitspflege versorgt werden. Zu beachten ist ausserdem, dass die Selbstbräunungscreme ebenfalls vor der Sonne nicht schützt – es sei denn, ihr ist ein hoher Sonnenschutzfaktor beigegeben. Lassen Sie sich also nicht von Ihrer eigenen Bräune täuschen und versorgen Sie Ihre Haut weiterhin mit Sonnencreme, vor allem, wenn Sie in heissen Ländern unterwegs sind.

Je höher die DHA-Konzentration im Selbstbräuner, desto dunkler das Endergebnis. Achten Sie deshalb bei der Auswahl auch darauf, ob Sie schon vorgebräunt sind oder mit sehr heller Haut beginnen. Dann ist in jedem Fall ein Produkt extra für helle Haut zu empfehlen. In sehr seltenen Fällen kann die Wirkung übrigens auch ausbleiben: Es gibt Menschen, deren Hornschicht nicht mit dem DHA reagiert, höchstwahrscheinlich, weil diese zu wenig Proteine zur Verfügung stellt.

Bräunungseffekt hält etwa drei Tage an



Gute Selbstbräuner wirken nach etwa zwei bis drei Stunden, wobei der Bräunungseffekt dann auch bei häufigem Duschen etwa drei Tage lang zu sehen sein sollte. Wenn Sie ein sofortiges Ergebnis erzielen wollen, dann greifen Sie zu Produkten, die einen zusätzlichen Instant-Tanning-Effekt anbieten. Dieser wird durch winzige Farbpigmente erreicht, die sich auf der Haut anlagern. Durch den konstanten Erneuerungsprozess der Haut geht die Bräune ab etwa dem vierten Tag selbstständig zurück. Wollen Sie also konstant braun bleiben, ist ein erneutes Auftragen ab dem dritten Tag empfehlenswert.



Lotion, Gel, Spray oder Tücher?



Nun müssen Sie sich zwischen den verschiedenen Formen des Auftrags entscheiden: Lotionen, Gel, Spray oder Tücher? Die klassischen Lotionen sind ideal, wenn Sie zu empfindlicher oder trockener Haut tendieren und sich einen zweiten Pflegedurchgang mit einer Bodycreme sparen möchten. Die meisten Lotions enthalten nämlich zusätzlich Pflegestoffe, sind dafür aber weniger stark DHA-dosiert. Haben Sie eine helle Haut oder bevorzugen Sie eine ganz zarte Bräune, sind Lotions ebenfalls ideal. Auch wenn Sie schon andere Formen von Selbstbräunern ausprobiert haben, sind Lotions doch das optimale Einstiegsprodukt, da sie sich gut verteilen lassen.

Selbstbräuner-Gels sind perfekt, wenn Sie zu eher fettiger Haut tendieren. Denn sie enthalten so gut wie kein Fett. Aus demselben Grund hinterlassen Gels auch keinen Film auf der Haut, sondern ziehen sofort ein. Daher sind sie für eilige Selbstbräuner-Profis geeignet, die schon genau wissen, welche Stellen an ihrem Körper wie viel Bräune vertragen können. Wunderbar fürs Hautgefühl sind Gels mit Aloe-Vera-Zugabe, da sie nicht nur pflegen, sondern auch den typischen Selbstbräunerduft ausgleichen helfen. Gele bräunen zudem intensiver, da sie mehr DHA enthalten als Lotions.

Selbstbräuner-Sprays empfehlen sich, wenn Sie um jeden Preis die typischen „braunen Hände“ vermeiden und also am besten gar nicht direkt mit dem Produkt in Berührung kommen möchten. Sprays lassen ausserdem eine sehr ebenmässige Verteilung des Produktes zu. Meist ziehen sie von selbst in die Haut ein. Sie sollten das Spray dabei immer in der gleichen Entfernung zum Körper aufsprühen und danach stehen bleiben oder herumgehen, um ein streifenfreies Ergebnis zu erzielen. Warten Sie wie bei allen Produkten, bis der Selbstbräuner ganz eingezogen ist, bevor Sie sich wieder anziehen – er kann sonst Ihre Kleidung einfärben. Beim Spray sollten Sie sich unter Umständen beraten lassen: Am hochwertigsten sind Produkte, die sich schräg oder auf dem Kopf stehend verwenden lassen und so eine wirklich gleichmässige Abdeckung aller Körperpartien gewährleisten.

Achten Sie immer darauf, dass Selbstbräuner für den Körper nur bedingt auch fürs Gesicht geeignet sind. Denn meist ist der DHA-Anteil für die dünnere Epidermis der Gesichtshaut zu hoch dosiert. Das gilt gerade für Gels und Sprays, aber auch für die praktischen Selbstbräunungstücher. Diese eignen sich besonders für die Reise und sind auf eine Anwendung pro Tuch ausgelegt. Arbeiten Sie mit den Tüchern zügig: Sind Sie mit einem Durchgang fertig, gehen Sie mit dem Tuch nochmals mit leichtem Druck über den ganzen Körper, um einen gleichmässigen Bräunungseffekt zu erzielen. Tücher sind übrigens niemals pflegend: Sie sollten sich also immer nochmals eincremen.



 

Oberstes Bild: © Lori Martin – Shutterstock.com



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