Schrecksymptom Haarausfall – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für Frauen

18.07.2014 |  Von  |  Haarpflege
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Schrecksymptom Haarausfall – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für Frauen
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Jede Frau erschrickt, wenn sie in der Haarbürste plötzlich mehr Haare findet als sonst: Haarausfall droht. Häufig tritt die Erscheinung in den Wechseljahren zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf; manchmal sind jedoch auch jüngere Frauen von der Symptomatik betroffen. Doch wer die Ursachen des Haarausfalls kennt, kann mit einer gezielten Therapie häufig eine deutliche Besserung erreichen.

Haarausfall – Hormonelle Ursachen



Dem erblich bedingten Haarausfall liegt eine hormonelle Ursache zugrunde: Hierbei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit gegenüber männlichen Hormonen, dem Testosteron. Hinzu kommt noch eine Stammzellenschwäche. Dabei präsentiert sich der so verursachte Haarausfall bei Männern und Frauen durchaus unterschiedlich; während bei männlichen Patienten allmählich oft alle Haarwurzeln verkümmern, schrumpfen bei Frauen nicht alle Follikel; aus diesem Grund bekommen weibliche Patienten im Gegensatz zu Männern auch keine Vollglatze. Allerdings wird das Haar auch hier lichter und an den Seiten und am Oberkopf kürzer.

Weibliche Hormone als Behandlungsstrategie

Gegen den erblich bedingten und hormonell verursachten Haarausfall sind mittlerweile Medikamente erhältlich, die weibliche Hormone enthalten und auf diese Weise zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führen können. Solche Arzneien enthalten als Wirkstoff Minoxidil, das eine Erfolgsquote von bis zu 60 % aufweist. Allerdings zeigt der Wirkstoff auch seine Schattenseiten: Um eine wirklich nachhaltige Wirkung zu erzielen, muss man das Präparat dauerhaft anwenden; setzt man die Tinktur ab, wird der Haarausfall fortgesetzt.

Diffuser Haarausfall – Nahrungsergänzungsmittel helfen



Wenn das Haar nicht nur an einzelnen Stellen, sondern an vielen Bereichen am Kopf ausfällt, handelt es sich meist um einen diffusen Haarausfall. Dieser Symptomatik können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen; in Frage kommen vor allem Eisenmangel, einseitige Diäten oder auch Infekte sowie Schilddrüsenstörungen. Im Gegensatz zu der erblich bedingten Variante kommt hier keine Schrumpfung der Haarwurzeln zustande, sodass die Chance besteht, dass die Haare wieder wachsen können. Deshalb setzt die Therapie hier auf Haarstärkungsmittel: Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, die bestimmte Aminosäuren, Zink, B-Vitamine und Medizinalhefe enthalten, helfen dem Haar und unterstützen das Wachstum. Wichtig: Natürlich muss zunächst die Ursache, die zu dem diffusen Haarausfall geführt hat, behandelt werden.

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, die bestimmte Aminosäuren, Zink, B-Vitamine und Medizinalhefe enthalten, helfen dem Haar und unterstützen das Wachstum. (Bild: SASIMOTO / Shutterstock.com)

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, die bestimmte Aminosäuren, Zink, B-Vitamine und Medizinalhefe enthalten, helfen dem Haar und unterstützen das Wachstum. (Bild: SASIMOTO / Shutterstock.com)

Wenn die Haare kreisrund ausfallen

Während sowohl beim erblichen als auch beim diffusen Haarausfall einzelne Ursachen ausgemacht werden können, ist über den kreisrunden Haarausfall wenig bekannt. Man weiss lediglich, dass sich bei dieser Symptomatik Immunzellen an den Haarwurzeln ablagern und das weitere Wachstum der Haare ausbremsen. Zu einem hohen Prozentsatz bildet sich diese Erkrankung selbst zurück, auch nach Jahren noch. Wem die Haare jedoch dauerhaft ausfallen, der kann eine Therapie mit Cortison versuchen: Auf diese Weise kann das Wachstum der Haare wieder angeregt werden. Alternativ kann die Chemikalie DCP helfen.

Mehr Haarausfall im Herbst?

Viele Frauen beobachten, dass in den Übergangsjahreszeiten Herbst und Frühling mehr Haare ausfallen als im Sommer und im Winter. Hierbei handelt es sich nicht um Einbildung, sondern um eine gut belegte Tatsache. Man geht davon aus, dass jedes Haar einem ganz individuellen Wachstumsrhythmus folgt und in einem Zeitraum von zwei bis sechs Jahren täglich etwa 0,35mm wächst. Anschliessend erfolgt eine Ruhepause, die insgesamt drei Monate andauert, wonach das Haar von dem nachwachsenden Haar abgestossen wird. Beim saisonalen Haarausfall fallen besonders viele Haare aus, weil zu diesen Zeiten mehrere Einzelhaare den gleichen Rhythmus aufweisen.



Haaranalysen und Tricho-Scan

Um Haarausfall effektiv behandeln zu können, werden als Untersuchungsmassnahme häufig spezielle Tricho-Scans angeboten. Meist kann man mit dieser Methode gut den Erfolg einer Therapie überprüfen: So kann der Mediziner beispielsweise feststellen, ob sich die Haardichte verändert hat und ob insgesamt mehr Haare gewachsen sind.
Haaranalysen hingegen helfen, wenn überhaupt, nur bedingt weiter. Hierbei wird der Gehalt an Mikronährstoffen bestimmt; vor allem fehlen Standardwerte, die eine Aussage über den Gehalt bestimmter Mikronährstoffe im gesunden Haar machen können.



Alternative Behandlungsstrategien

Neben den bereits genannten Behandlungsstrategien, die stets auf eine bestimmte Form des Haarausfalls abgestimmt sind, stehen noch ergänzende Behandlungsmethoden oder Möglichkeiten zum Kaschieren zur Verfügung. Hierzu gehören vor allem Pflegeprodukte, die hydrolisierte Proteine enthalten oder Streuhaar-Präparate. Letztere enthalten winzige Fasern zur optischen Haarverdichtung, die das Haar insgesamt voller erscheinen lassen. Darüber hinaus greifen immer mehr Frauen zu einer Transplantation mit eigenen Haaren oder behelfen sich mit frisurtechnischen Tricks, zum Beispiel Strähnchen.

Überall werden zudem diverse Haarwuchsmittel angeboten. Doch bei den meisten Produkten handelt es sich um klassische Kosmetika, bei denen ein Wirkungsnachweis nach wie vor fehlt. Zur Zeit werden hingegen vermehrt Eigenblut-Produkte getestet und im Bereich der Stammzellentherapie Forschungen betrieben; diese könnten in Zukunft zur Behandlung von Haarausfall wichtig werden.

Fazit

Bevor man Haarausfall behandelt, sollten stets die zugrunde liegenden Ursachen geklärt werden. Die anschliessend eingeleitete Therapie erfolgt dann spezifisch – und kann wieder für volles, kräftiges Haar sorgen, das nicht nur Frauen Freude bereitet.



 

Oberstes Bild: © ampyang – Shutterstock.com



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Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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