Optimale Pflege für jede Haarstruktur

24.08.2020 |  Von  |  Haarpflege, News

Fein, dick oder normal – jedes Haar ist anders. Idealerweise stimmen Sie die Pflege genau auf Ihre Haarstruktur ab. Im Laufe des Lebens ändert sich die Beschaffenheit unserer Haare in bestimmten Phasen.

Wichtig ist, die Shampoo, Kur und Co an die neuen Bedingungen anzupassen.

Der Mythos, dass sich unsere Haare alle sieben Jahre verändern, stimmt einem Bericht der „Apothekenumschau“ nach nicht ganz. Zwar sorgen hormonelle Umstellungen im Körper dafür, dass sich die Haarstruktur verändert, einem Sieben-Jahres-Zyklus folgen diese Änderungen Dermatologen zufolge nicht. Die Haarstruktur verändert sich während der Pubertät, in den Wechseljahren und noch einmal in einem Alter von etwa 70 Jahren. Auch eine Schwangerschaft kann Einfluss auf die Haare haben.

Dünnere Haare mit zunehmendem Alter

Mit zunehmendem Alter werden die Haare dünner, man spricht von Miniaturisierung. Haarverlust oder Haarlosigkeit können ebenfalls auftreten. Handelt es sich nicht um altersbedingte Veränderungen, sollten Störungen des Haarwachstums unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Der Keratin-Eiweissspiegel sorgt dafür, dass die Elastizität der Haare mit dem Alter abnimmt. Insgesamt werden die Haare empfindlicher gegen Umwelteinflüsse. Der Eiweissspiegel hat unter Umständen Einfluss auf die Beschaffenheit der Haare, so bleiben einst lockige Haare im höheren Alter glatt.

Im Gegensatz zu jüngeren Jahren werden die Haare im Laufe der Zeit trockener. Vielleicht kennen Sie das aus eigener Erfahrung: Früher stark fettende Haare neigen später zu extremer Trockenheit. Die Haare werden nicht nur grau, sondern auch stumpf, das liegt an der veränderten Struktur der grauen Haare.


Haarverlust eventuell ärztlich abklären lassen. (Bild: PopTika – shutterstock)


Checken Sie die Beschaffenheit Ihrer Haare

Wichtig ist, die Pflege auf die aktuelle Haarstruktur abzustimmen. Prüfen Sie dazu am besten zunächst die Beschaffenheit Ihrer Haare. Wenn Sie eine Strähne zwischen den Fingern rollen, fühlen sich feine Haare wie leichte Seidenfäden an. Eine normale Haarstruktur gleicht einem flexiblen Baumwollfaden, während sehr dickes Haar fast drahtig wirkt. Dünne Haare sind im Licht schwer zu erkennen, normale und dicke Haare hingegen sehen Sie sofort.

Feine Haare haben einen Durchmesser um 0,05 Millimeter, normale Haare liegen bei etwa 0,07 Millimetern. Dicke Haare liegen bei einem Durchmesser von etwa 0,08 Millimeter.

Vom Frisieren kennen Sie den Zustand Ihrer Haare genau. Dünne Haare sind splissanfällig und brechen schnell. Sehr dicke Haare sind kaum zu bändigen und scheinen oftmals ohne Glanz. Auch das Trocknen dauert lange.

Zusätzlich gibt es Unterschiede bei der Beschaffenheit der Haare. Glatte Haare haben keine sichtbaren Wellen und hängen gerade herunter. Bei welligen Haaren verteilen sich einige Wellen über den gesamten Kopf und zeichnen sich an verschiedenen Stellen ab. Lockige Haare sind an grossen, spiralförmigen Locken zu erkennen. Extrem lockige Haare zeichnen sich durch enge Locken in S-Form aus.


Haarstruktur von glatt bis lockig. (Grafik: cuppuccino – shutterstock)


Dünne Haare richtig pflegen

Dünne Haare pflegen Sie am besten mit Produkten, die nicht beschweren. Mit der richtigen Pflege wirken dünne Haare leicht und beschwingt. Gut geeignet sind Produkte ohne Silikone, die sonst das Haar zusätzlich beschweren würden. Bei der Haarwäsche sollten Sie das Shampoo nur leicht einmassieren und mit lauwarmen Wasser ausspülen. Achten Sie darauf, alle Shampooreste zu entfernen.

Verwenden Sie einen Conditioner, ist dieser idealerweise nicht direkt am Ansatz, sondern nur in den Längen aufzutragen. Das Haar wirkt mit zu viel Pflege schnell gesträhnt – hier gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“. Gut geeignet sind Haarkuren, die direkt aufgesprüht werden.

Kämmen Sie nasse dünne Haare nicht zu stark, sondern nutzen nach dem Trocknen eine weiche Bürste zum sanften Durchbürsten. Antistatische Bürsten sorgen dafür, dass alle Haare an ihrem Platz bleiben.



Pflege für normales Haar

Normales Haar bereitet bei der Pflege nur wenig Probleme. Die Haare glänzen und lassen sich gut frisieren. Der Schutzfilm ist intakt und es gibt kaum Haarschäden. Damit das so bleibt, sollten Sie auf die richtige Pflege achten. Waschen Sie die Haare nicht täglich, sondern idealerweise alle zwei bis drei Tage, damit der natürliche Säuremantel der Kopfhaut intakt bleibt. Gut geeignet ist ein mildes Shampoo.

Eine wöchentliche Spülung reicht in aller Regel aus, um die Haare geschmeidig und gesund zu halten. Normales Haar ist nicht anfällig gegen tägliches Föhnen, dennoch sollten Sie dabei möglichst vorsichtig vorgehen und nur sanft trocknen.

Abhängig von Klima und Umwelteinflüssen wirkt normales Haar mal trockener, mal fettiger. Passen Sie die Pflege einfach an die veränderten Bedingungen an und sorgen so dafür, dass das Haar gesund bleibt.

Optimale Pflege für dicke Haare

Bei einer sehr dicken Haarmähne ist die Oberfläche aufgeraut. Feuchtigkeit kann sich sammeln und die Haare werden dick, schwer und hängen glanzlos herunter. Wichtig ist die Verwendung feuchtigkeitsspendender Produkt, die die Oberfläche glätten und so für Geschmeidigkeit sorgen. Tägliches Waschen trocknet Kopfhaut und Haare aus, darum sollten Sie maximal drei Mal wöchentlich zur Shampooflasche greifen.

Empfehlenswert ist eine Haarkur pro Woche, die für Feuchtigkeit sorgt. Lassen Sie das Produkt auf jeden Fall lange genug einwirken, denn es dauert, bis die Pflege in die Haare eindringen kann. Verteilen Sie die Kur am besten mit einem sehr grobzinkigem Kamm, damit das Mittel gleichmässig überall ankommt. Sehr gut geeignet ist Haaröl. Bereits einige Tropfen reichen, um eine dicke Mähne zu bändigen und das Haar geschmeidiger zu machen.


Haarkur mit einem Kamm verteilen. (Bild: puhhha – shutterstock)


Trockenes und dickes Haar neigt dazu, sich zu kräuseln, da sich Feuchtigkeit in den Haaren sammelt. Lassen Sie die Haare an der Luft trocknen, verstärkt sich dieser Effekt. Idealerweise warten Sie, bis die Haare an der Luft halbtrocken geworden sind und greifen dann zum Föhn. Am Ende puste Sie die Haare auf Kaltstufe noch einmal ordentlich durch. Die Schuppenschicht wird auf diese Weise geschlossen und Feuchtigkeit hat keine Chance mehr einzudringen.

 

Titelbild: Voyagerix – shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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