Ohrenschmalz – Wie soll ich meine Ohren reinigen?

18.11.2021 |  Von  |  Gesundheit, News

Ohrenschmalz kann manchmal stören, aber es handelt sich um ein natürliches Schmiermittel, das dem Schutz der empfindlichen Haut im Gehörgang dient. Darüber hinaus schafft Ohrenschmalz eine Barriere, um das Vordringen von Fremdkörpern und Schmutz zum Trommelfell zu verhindern. Beim Reinigen der Ohren sollte man daher möglichst wenig Ohrenschmalz entfernen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei der Audika AG oder auf medizinischen Informationsseiten.

Wozu dient Ohrenschmalz?

Ohrenschmalz Schützt die Haut und das Trommelfell im Ohr und fängt Schmutz und Fremdkörper ab. Zudem ist es ein praktischer Selbstreinigungsmechanismus des Ohres. Da die Haut des Gehörgangs nach aussen wächst, transportiert sie das Ohrenschmalz regelmässig aus dem Ohr heraus. So können auch gleich abgestorbene Hautpartikel und Schmutz auf natürliche Weise beseitigt werden. Gähnen und Kauen tragen ausserdem dazu bei, das Ohrenschmalz aus dem Ohr heraus zu befördern.

Wie und womit soll man die Ohren reinigen?

Da Ohrenschmalz eine notwendige Substanz ist, sollten Sie nicht zu viele davon beim Reinigen der Ohren entfernen. Sichtbares und überflüssiges Ohrenschmalz können Sie mit einem Stäbchen oder einen feuchten Lappen abwischen. Dagegen ist es nicht zu empfehlen, Wattestäbchen oder andere Gegenstände zu Reinigungszwecken in den Gehörgang einzuführen. Die Kunstfasern der Stächen sehen zwar weich aus, können aber die empfindliche Haut im Gehörgang schädigen. Aufgescheuerte Haut kann sich entzünden, und es können sich Infektionen bilden. Als Alternative zu Stäbchen werden oft Ohrensprays empfohlen.

Sie lösen den Ohrenschmalz an, damit er leichter aus dem Ohr transportiert werden kann. Auch diese Lösung ist nur bedingt zu empfehlen, da zu viel Schmalz entfernt wird. Der Gehörgang bleibt für eine Zeit ungeschützt, worauf der Körper mit einer vermehrten Produktion von Ohrenschmalz reagiert. Wer den Eindruck hat, dass der Körper zu viel Ohrenschmalz bildet oder dass der Gehörgang verstopft ist, sollte beim HNO-Arzt nach einer professionellen Reinigung fragen. Hier die Reinigungsmethoden auf einen Blick:

  • Wattestäbchen
  • Sprays
  • Lappen
  • professionelle Reinigung durch HNO-Arzt

Wattestäbchen nicht in den Gehörgang schieben (Bild: Butenko Victoria – shutterstock.com)


Was tun gegen Ohrverstopfung?

Wenn zu viel Ohrenschmalz gebildet wird, kann dieser den Gehörgang verstopfen. So kann es passieren, dass das Ohrenschmalz durch Reinigungsversuche zu tief ins Ohr geschoben wird, so dass es nicht mehr mit der Haut herauswachsen kann. Verdichteter Ohrenschmalz mindert dann die Hörleistung. Es kann aber auch eine gestörte Ohrenschmalzproduktion vorliegen. Im Normalfall produzieren die Ohren exakt so viel Ohrenschmalz wie benötigt wird. Paradoxerweise kann dies durch vermehrtes Reinigen ausgelöst werden, weil der Körper dann mehr produziert, um die Menge auszugleichen.

Ein weiterer Grund für zu viel Ohrenschmalz können Hörgeräte sein. Da sie im Gehörgang sitzen, verhindern sie, dass das Ohrenschmalz auf natürliche Weise heraus befördert werden kann. Zu empfehlen sind Hörgeräte mit Cerumentfiltern, die Ohrenschmalz auffangen und ausgewechselt werden können.

Ohrenschmalz bei Kindern

Auch bei Kindern sollte beim Reinigen der Ohren nicht zu viel Ohrenschmalz entfernt werden weder mit entsprechenden Sprays noch mit Wattestäbchen. Selbst Wattestäbchen, die in speziellen Formen für Kinder erhältlich sind, können im Gehörgang die Haut aufscheuern und schädigen. Ohrenschmalz sollte man nur aus dem Aussenohr mit einem feuchten Lappen wischen.

 

Titelbild: sruilk – shutterstock.com

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