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Nestlé setzt für Botox auf grausame Tierversuche mit Mäusen

21.03.2018 |  Von  |  Anti-Aging, News
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Nestlé setzt für Botox auf grausame Tierversuche mit Mäusen
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„Botox“ boomt. Das stärkste bekannte Gift ist gefragtes Antifaltenmittel und dient zunehmend auch für medizinische Zwecke.

Nestlé will vom lukrativen Markt profitieren, setzt aber auf tierquälerische Präparate statt Alternativmethoden. Der Zürcher Tierschutz fordert einen sofortigen Vertriebsstopp und ruft zum Boykott und brieflichem Protest auf.

Botulinumtoxin ist derart giftig, dass es nur stark verdünnt zum Einsatz kommt. Jede Produktionseinheit muss diverse Sicherheitstests durchlaufen: Die veraltete Methode ist der LD50-Test, bei dem jene Dosis ermittelt wird, bei der genau die Hälfte der Versuchstiere – in diesem Fall Labormäuse – stirbt (Lethale Dosis = 50%). Bei „Botox“ leiden die Mäuse drei bis vier Tage lang unter starker Atemnot, Sehstörungen, Krämpfen und Lähmungen, bis sie qualvoll ersticken. Jährlich verenden so Hunderttausende von Labormäusen auf grausamste Weise.

In der Schweiz sind von drei Herstellern je ein kosmetisches und ein medizinisches Botox-Präparat zugelassen: Ipsen, Merz und Marktführer Allergan. Letztere zwei haben seit längerem firmeneigene Alternativmethoden zur Prüfung der Botox-Präparate und benötigen nach eigenen Angaben bis zu 80% weniger Mäuse. Ipsen jedoch prüft noch mit dem grausamen LD50-Test.

Via Tochterfirma Galderma vertreibt Nestlé dieses Qual-Botox von Ipsen – ein krasser Widerspruch zu den Nachhaltigkeitsversprechen des Konzerns. Nadja Brodmann vom Zürcher Tierschutz spricht von einem Skandal: „Nestlé macht sich mitschuldig am qualvollen Tod Tausender Mäuse“. Sie fordert von Nestlé einen sofortigen Vertriebsstopp, bis auch Ipsen eine tierfreie Prüfmethode für Botox-Präparate einsetzt.

„Wir rufen Ärzteschaft, Schönheitsfachleute und Bevölkerung zum Boykott der Nestlé- resp. Ipsen-Produkte auf und bitten alle, unsere Protest-Briefaktion gegen Nestlé zu unterstützen. Dadurch käme Ipsen unter Druck, beim Tierschutz endlich vorwärts zu machen.“ Eine Vorlage für einen Protestbrief an Nestlé befindet sich auf der Website des Zürcher Tierschutz.

 

Quelle: Zürcher Tierschutz
Artikelbild: obs / Zürcher Tierschutz / © shutterstock – Robert Przybysz

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