Heute schon geschwitzt?

30.07.2014 |  Von  |  Fitness
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Heute schon geschwitzt?
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Kaum einer mag es, jeder tut es. Mal weniger, mal mehr. Der Bericht beantwortet zehn Fragen rund um eine durchaus lästige, jedoch sehr sinnvolle Laune der Natur: das Schwitzen.

Schweiss besteht zu 99 % aus Wasser. Der Rest ist hauptsächlich Natriumchlorid, den meisten Menschen unter dem Namen Kochsalz bekannt. Hinzu kommen Kalium, Magnesium und Phosphat, wobei die drei Letztgenannten lediglich in Spuren enthalten sind.



1. Wie viel schwitzen wir eigentlich?

Bei geringer Belastung verdunstet ein gesunder Mensch innerhalb eines Tages mindestens einen halben Liter. Ein Marathonläufer bringt es während seines Laufs auf durchschnittlich zehn Liter. Ein besonders heisser Tag verlangt von jedem von uns zwischen zwei und drei Liter Körperschweiss. Dabei reagiert unser Körper intelligent: Je mehr wir schwitzen, umso weniger Natrium enthält die ausgeschwitzte Flüssigkeit.

2. Wer schwitzt, muss trinken. Was ist optimal?

Falls der tägliche Freizeitsport nicht länger als eine Stunde dauert, reicht Leitungswasser vollkommen aus. Nach einer längeren Wanderung empfiehlt sich eine Trauben- oder Apfelschorle. Schorlen verhindern, dass der Blutzuckerspiegel zu stark absinkt. Das wiederum verhindert Kopfschmerzen und muskuläre Erschöpfungszustände. Sofern in der Schorle Mineralwasser enthalten ist, wird gleichzeitig der Mineralienverlust optimal ausgeglichen.



Hochleistungssportler benötigen isotonische Getränke. Diese besonderen, mit Mineralien und Spurenelementen angereicherten Powerflüssigkeiten gibt es fix und fertig zu kaufen. Wichtig ist, dass bereits ausreichend getrunken wird, bevor die Trainingseinheit beginnt. Dauern die Übungen länger als eine Stunde, sollte auch zwischendurch regelmässig „nachgetankt“ werden.

3. Ist Schwitzen gesund?

Schweiss schützt den Körper vor Überhitzung. Eine weitere überlebenswichtige Funktion hat das Transpirieren nicht. Es existieren Krankheiten, wie etwa Anhidrosis, bei denen betroffene Menschen nicht schwitzen. Sofern die erkrankten Personen darauf achten, nicht zu überhitzen, haben sie keine besonderen gesundheitlichen Einschränkungen, die auf das Nicht-Schwitzen zurückzuführen wären.

Viele Menschen vertreten die Meinung, dass mit dem Schweiss auch Gifte, die sich im Laufe der Zeit im Körper angesammelt haben, ausgeschieden würden. Allerdings betragen diese Ausscheidungen lediglich einen winzigen Bruchteil. Den grössten Teil dieser wichtigen Arbeit erledigen der Verdauungstrakt und die Nieren. Das Schwitzen in der Sauna ist trotzdem sehr gesund. Der Heiss-zu-kalt-Wechsel trainiert das vegetative Nervensystem. Das wiederum steuert alle wichtigen Körperfunktionen.

4. Macht Schwitzen schön?

Eindeutig: ja! Schweiss löst abgestorbene und verhornte Hautzellen ab, sodass der Teint rosig erscheint. Durch Sport entstehende Hitze sorgt für eine perfekte Haut-Durchblutung. Das lässt Sie frisch und jung aussehen. Dieser Effekt hält zwar nur einen bis zwei Tage an – das macht jedoch nichts. So verrät bereits der Blick in den Spiegel, dass es wieder an der Zeit ist, die Trainingsschuhe zu schnüren.

Vorsicht ist allerdings bei Personen geboten, die unter Couperose, kleinen bläulich-rot schimmernden Äderchen im Gesicht oder an Besenreisern leiden. Zu viel Hitze, sei es durch Sport oder Sauna, kann die Beschwerden verschlimmern.



5. Schwitzen trainierte Menschen mehr als untrainierte?

Sie schwitzen auf jeden Fall schneller. Wie vieles andere im Leben, lässt sich Schwitzen trainieren. Wer viel schwitzt, verbessert seine Trainingsleistung. Infolge der effektiveren Kühlung ist der Körper in der Lage, noch mehr zu leisten. Ein guter Trainingsplan berücksichtigt also beides: Muskelkraft und Ausdauer auf der einen Seite und das menschliche Kühlsystem auf der anderen.

6. Ist Sport nur dann gut, wenn wir schwitzen?

Muskelaufbau und Straffung des Körpers können auch ohne Schwitzen funktionieren. Gute Beispiele sind Stretching und Pilates. Sobald allerdings das Herz-Kreislauf-System gefordert wird, wie etwa beim Tanzen oder Joggen, schwitzen die meisten Menschen.

Übrigens: Wie viel jemand schwitzt, ist zum Grossteil in den Genen festgelegt! Darüber hinaus spielen der bereits erwähnte Trainingszustand des Körpers und die Beschaffenheit der Haut eine gewisse Rolle. So besitzen Menschen mit extrem trockener Haut weniger Schweissdrüsen als Menschen mit grossporiger, fettiger Haut.



7. Warum schwitzen wir beim Sport?

Circa ein Drittel der Energie, die wir durch muskuläre Arbeit gewinnen, setzt der Körper in Bewegung um. Der Rest wird zu Wärme.

8. Ist Angstschweiss anders?

Ja! Im Gegensatz zum Sport- oder Alltagsschweiss enthält Angstschweiss spezifische Hormone. Sensible Menschen und viele Tierarten können diesen Geruch wahrnehmen.

9. Schwitzen Männer anders als Frauen?

Ja! Im Durchschnitt schwitzen Männer schneller und mehr als Frauen. Wissenschaftler erklären das mit dem schnelleren männlichen Stoffwechsel sowie einem höheren Energieverbrauch. Deshalb verfügen Männer, rein körperlich gesehen, über mehr Kraft als Frauen. Diese Feststellung bezieht sich selbstverständlich auch auf Durchschnittswerte.

10. Welches Deo ist am besten?

Frischer Schweiss ist geruchsneutral. Der typische, oft unangenehme Achselgeruch entsteht erst, sobald auf der Haut lebende Bakterien den Schweiss zersetzen. Weil sich zwischen den Achselhaaren besonders viele Bakterien tummeln, hilft als Erstes regelmässiges Rasieren.

Deodorants beinhalten in der Regel Alkohol, welcher desinfizierend wirkt. (Bild: Piotr Marcinski / Shutterstock.com)

Deodorants beinhalten in der Regel Alkohol, welcher desinfizierend wirkt. (Bild: Piotr Marcinski / Shutterstock.com)

Deodorants beinhalten in der Regel Alkohol, welcher desinfizierend wirkt. Zusätzlich übertünchen sie den Achselgeruch durch Duftstoffe. Antitranspirants beinhalten Aluminiumchlorid, welches die Schweissdrüsen verengt, um sie schliesslich regelrecht „zuzustopfen“, sodass sie erst gar keinen Schweiss absondern können. Welche Variante die bessere ist, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Sowohl über den enthaltenen Alkohol als auch über Aluminiumsalze streiten von Zeit zu Zeit die Experten. An dieser Stelle hilft nur: Ausprobieren und das am besten zur Persönlichkeit passende Deo finden!



 

Oberstes Bild: © Dirima – Shutterstock.com

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