Her mit den Algen! Schönmacher aus der Unterwasserwelt

28.07.2014 |  Von  |  Anti-Aging, Hautpflege Allgemein
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Her mit den Algen! Schönmacher aus der Unterwasserwelt
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Im Meer gibt es einiges, das die Haut schöner macht. Experten betrachten vor allem Algen als wahre Beauty-Wunder. Sie stecken voller Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und Proteine. Der nun folgende Bericht informiert darüber, was die unscheinbaren Wasserpflanzen für Ihre Schönheit tun können.

Voll mit wirksamen Kraftstoffen, schützen Algen sich selbst und ihren Lebensraum. Ob Süss- oder Salzwasser, ob in heissen Quellen oder im ewigen Eis: Algen sind echte Überlebenskünstler. Sie passen sich jeder Widrigkeit an und machen sich jedes Ökosystem zu eigen. Das gelingt ihnen vor allem aufgrund ihrer extrem hohen Nährstoffdichte. Ihr Stoffwechsel nutzt die gesamte Oberfläche, um wertvolle Vitalstoffe zu filtern und in den Zellen zu speichern.



Nasse Kraftpakete

Ein Kilogramm frische Algen enthält etwa so viele Mineralien, Aminosäuren, Spurenelemente (Zink, Jod, Selen, Eisen), Flavonoide und Polyphenole, wie 100’000 Liter Meerwasser. Noch heute entdecken Wissenschaftler immer wieder neue Substanzen, wie etwa ein Enzym, das in der Lage ist, UV-Schäden zu reparieren, indem es Zellkern-Defekte ausbessert. Auch für die Umwelt leisten Algen Beachtliches: Sie sind wichtige CO2-Speicher, filtern Giftstoffe aus dem Wasser und liefern Sauerstoff. Damit sind sie für unser Ökosystem genauso wichtig wie die Regenwälder.

Algen verjüngen die Haut

Biologen haben bislang rund 30’000 Algenarten katalogisiert. Davon sind jedoch erst 800 genauer erforscht. Und gerade mal 50 Arten kommen in Kosmetikprodukten zum Einsatz! Mit tollen Effekten:



  • Aus Algen gewonnene Zuckerverbindungen (Polysaccharide) können in der Haut bis zu 24 Stunden lang Feuchtigkeit speichern.
  • Die in zahlreichen Beauty-Produkten enthaltene Braunalge Laminaria hat spezielle Schutzstoffe entwickelt, damit sie nicht austrocknet. Schliesslich lebt sie genau dort, wo sich Ebbe und Flut ständig abwechseln. Cremes mit Laminaria-Extrakten bewirken, dass die Haut gut gepolstert bleibt sowie glatt und elastisch aussieht.
  • Die wichtigsten Wirkstoffe der Algen, Aminosäuren, regen die Proteinsynthese in den tieferen Hautschichten an. Gleichzeitig stimulieren sie die Kolagen- und Elastin-Erneuerung.
  • Aus der Blaualge A.Flos-Aquae aus dem Upper Klamath Lake, einem der saubersten Seen der Erde, werden Verjüngungsproteine gewonnen. Als Inhaltsstoff von Cremes geben diese besonders dünner und empfindlicher Haut neue Festigkeit.
  • Die in der Süsswasseralge Haematococcus pluvialis enthaltenen Carotinoide und Vitamine leisten in verschiedenen Anti-Aging-Produkten einen wertvollen Beitrag zur Hautschönheit. Die Alge lebt in Teichen und Tümpeln knapp unter der Wasseroberfläche. Um sich vor starker UV-Strahlung zu schützen, bildet sie orange Farbpigmente aus, die nachweislich noch besser wirken als das Enzym Q 10. Beste Voraussetzungen also, um als Inhaltsstoff von Cremes oder Lotionen sonnenbedingten Fältchen sowie Pigmentflecken vorzubeugen!

Zu den wertvollen Beauty-Wirkstoffen der Algen gehören natürlich auch Mineralien und Spurenelemente, die tief in die Haut eindringen und dort für einen perfekt funktionierenden Stoffwechsel sorgen. Ein weiterer Pluspunkt: Allergische Reaktionen sind bis heute nicht bekannt. Auch problematische Haut kann von Algen profitieren.

Kosmetikfirmen verwenden auch Algen, die in grossen Meerestiefen geerntet werden. (Bild: Rich Carey/Shutterstock.com)

Kosmetikfirmen verwenden auch Algen, die in grossen Meerestiefen geerntet werden. (Bild: Rich Carey/Shutterstock.com)

Wie kommt die Alge in den Tiegel?

Kosmetikfirmen verwenden in aller Regel Algen, die entweder an entlegenen Küstenstrichen oder grossen Meerestiefen geerntet oder in Algenfarmen gezüchtet wurden. Nach der Ernte erfolgt die sorgfältige Reinigung, danach die Trocknung. Anschliessend wird unter Laborbedingungen der jeweilige Algenextrakt gewonnen. Das bekannteste Verfahren hierfür ist die sogenannte Mikropulverisierung. Dabei werden die Zellwände der Algen aufgespalten und lediglich die Zellkerne eingesammelt. Das Ergebnis ist ein wirkstoffreiches, naturreines Pulver, welches dann Cremes, Lotionen oder Seren zugesetzt wird.



Manche Kosmetikhersteller kultivieren unter Laborbedingungen eigene Algenstämme. Sie verfolgen damit das Ziel, die Konzentration der Beauty-Wirkstoffe weiter zu erhöhen. Übrigens: Moderne Algenkosmetik schmeichelt auch der Nase. Hier müffelt nichts!



Die besten Spa-Anwendungen mit Algen

Algen-Packung: Auf einer angewärmten „Wasserbett“-Liege wird der gesamte Körper (von Hals bis Fuss) mit Algen-Brei bestrichen. Danach wird alles sorgfältig in Folie gepackt und mit einer warmen Decke umhüllt. Per Knopfdruck schaltet der Spa-Mitarbeiter den Wasserbettmodus ein. Was nun folgt, sind 30 Minuten vollkommene Entspannung, in denen man sich wie in Abrahams Schoss fühlt.

Algen-Bad: In eine Sprudelwanne mit circa 38 °C warmem Wasser wird Algenpulver eingerührt. Während des Bades ist der gesamte Körper, vom Hals bis zu den Füssen, von Algenwasser umhüllt. Weil Algen in ihrer biologischen Zusammensetzung menschlichen Zellen ähneln, nimmt die Haut die wertvollen Wirkstoffe schnell auf. Das Gewebe strafft sich. 30 Minuten in der Wanne fühlen sich an wie ein Kurztrip ans Meer! Körper und Seele entspannen vollkommen. Bitte zusätzlich 30 Minuten für das anschliessend empfohlene Ausruhen einplanen.

Algen-Wrap: Spezielle Bandagen werden mit Algenfluid getränkt. Der Spa-Experte wickelt diese nun straff um Po, Schenkel und Bauch. Danach legt er eine Wärmedecke über die „Wraps“. Jetzt heisst es: 45 Minuten schwitzen! Danach wird alles entfernt. Der Erfolg lässt sich nicht nur sofort optisch bewundern, sondern sogar messen! Aufgrund des verstärkten Lymphflusses sind einige Zentimeter Umfang verschwunden! Die Haut ist fester und straffer.



 

Oberstes Bild: © Rido – Shutterstock.com

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