Black Mask – was ist dran am Hype um die Aktivkohlemasken?

20.02.2020 |  Von  |  Gesichtspflege, Hautpflege, News

Schwarze Peel-off-Masken sind derzeit überall zu sehen. Doch was ist dran an dem Hype um die Black Masks?

Wirken die Gesichtsmasken wirklich so porentief gegen Unreinheiten, wie die Hersteller versprechen? Im folgenden Artikel erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe in den Masken enthalten sind, wie Sie die Black Mask ganz einfach selber machen und welche Alternativen es gibt.

Welche Inhaltsstoffe enthält die Black Mask?

Die Schwarzfärbung der Masken kommt von der enthaltenen Aktivkohle. Auf den Packungen sehen Sie dafür häufig englische Bezeichnungen wie „activated charcoral“ oder „charcoral powder“. „Stiftung Warentest“ rät, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen, denn einige Produkte enthalten synthetischen Russ und keine Aktivkohle.  Damit wird lediglich die Maske schwarz eingefärbt. Diese Stoffe werden unter anderem auch für die Herstellung von Mascara verwendet. Abhängig vom jeweiligen Hersteller sind weitere Stoffe wie Tonerde, Salicylsäure, Vitamine oder Alkohol enthalten. Auch Ringelblumenextrakt, Hafermehlextrakt und Glycerin findet sich auf einigen Packungsangaben. Pflanzenextrakte wie Ringelblumextrakt wirken entzündungshemmend und beruhigen die Haut. Durch den Zusatz von Parfum oder Ölen duften die Aktivkohlemasken gut.


Aktivkohle als Hauptbestandteil der Black Mask. (Bild: Akvals – shutterstock)


Talg und Schmutz einfach mit der Maske abziehen

Die Aktivkohlemasken sollen das Hautbild verfeinern, Poren reinigen und abgestorbene Hautzellen entfernen. Nach dem Auftragen werden die Schadstoffe also einfach mit der Maske abgezogen. Aktivkohle besitzt bindende Eigenschaften und eine spezielle Oberflächenstruktur. Schmutzpartikel und Talg werden also durch die Aktivkohle in der Maske angezogen, da die Kohle ähnlich wie ein Schwamm wirkt. Pickel und Mitesser sollen auf diese Weise effektiv entfernt werden. Der Fettgehalt der Haut wird reduziert und das Hautbild wird reiner und feiner. Nach Angaben der Hersteller sorgt eine regelmässige Anwendung für eine Verfeinerung des Hautbildes.


Talg und Schmutz einfach entfernen. (Bild: puhhha - shutterstock)

Talg und Schmutz einfach entfernen. (Bild: puhhha – shutterstock)


Warentester sehen Black Masks kritisch

Aufgrund des Hypes haben sich die Experten der Zeitschrift „Ökotest“ die Black Masks einmal genauer angeschaut. Demnach gibt es keinen Nachweis für die adsorbierende Wirkung der Aktivkohle auf der Haut. Zudem befinden sich in einigen Produkten nach Angaben der Tester krebserregende Stoffe. In verschiedenen der getesteten Produkte mit Aktivkohle wiesen die Experten polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe nach, die als potentiell krebserregend gelten. Laut EU-Kosmetikverordnung sind diese Stoffe sogar verboten.

Auf der anderen Seite finden sich zahlreiche positive Berichte von Anwendern, die sehr zufrieden mit der Wirkung der Black Mask sind. Viele berichten von einer glatten und weichen Haut nach der Anwendung und bestätigen eine Verfeinerung des Hautbilds. Wer es genau wissen möchte, sollte die Anwendung also selbst probieren – vorher aber am besten die Liste der Inhaltsstoffe genau studieren.

So stellen Sie Ihre eigene Aktivkohlemaske her

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist die eigene Herstellung der Black Mask ohne Probleme möglich. Auf diese Weise vermeiden Sie schädliche Inhaltsstoffe und wissen genau, mit welchen Stoffen Ihre Haut in Kontakt kommt. In einigen Rezepten wird die Verwendung eines ungiftigen Klebers bei der Herstellung empfohlen. Der Gedanke, sich Klebstoff ins Gesicht zu schmieren, klingt jedoch wenig verlockend. Es gibt auch Rezepte, die ohne Kleber auskommen.

Aktivkohlemaske selbst machen

Sie benötigen:

4 Kohletabletten

125 ml Wasser

20 g Weizenmehl

Zerstampfen Sie zunächst die Kohletabletten mit einem Mörser in kleine Stückchen. Kochen Sie nun das Wasser auf und mischen es mit dem Mehl. Es bildet sich eine breiige Masse, in die Sie nun die zerriebenen Kohletabletten geben. Verrühren Sie alles gut.

Nach dem Abkühlen streichen Sie die Masse mit einem Pinsel auf das gut gereinigte Gesicht. Sparen Sie den Bereich um die Augen und die Augenbrauen aus. Lassen Sie das Ganze etwa 20 Minuten trocknen und entfernen alles von Ihrer Haut.

Vermutlich lässt sich die selbst hergestellte Aktivkohlemaske nicht so einwandfrei abziehen, wie die im Handel gekauften Masken. Dafür müssen Sie sich aber auch keine Gedanken um schädliche Inhaltsstoffe machen! Mit lauwarmem Wasser und einem Waschlappen gelingt das Entfernen problemlos.

Sollten Sie sich für eine Variante mit Klebstoff entscheiden, achten Sie unbedingt darauf, ein Produkt mit natürlichen Inhaltsstoffen zu wählen. Gut geeignet sind Kleber, die für Kinder gedacht sind.

Unabhängig davon, ob Sie eine Maske aus dem Handel oder die DIY-Variante verwenden sollten Sie die Black Mask nicht zu häufig anwenden. Die meisten Hersteller raten dazu, die Masken bis zu drei Mal wöchentlich anzuwenden. Wenn Sie extra starke Masken verwenden, reicht eine Anwendung pro Woche aus. Wer sehr trockene und empfindliche Haut hat, verzichtet am besten ganz auf die Beautymasken um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren.

Alternativen zu Aktivkohlemasken

Eine Alternative zu den Aktivkohlemasken sind Masken aus Heilerde. Schon in der Antike wussten die Menschen die positiven Eigenschaften der Heilerde zu nutzen. Gerade bei fettiger und unreiner Haut, die zu Entzündungen neigt, ist eine beruhigende Heilerdemaske zu empfehlen. Die Erde entfernt genau wie die Aktivkohle überschüssigen Talg und Schadstoffe – die Heilerdemaske lässt sich lediglich nicht so schön abziehen wie die Black Mask.


Heilerde als Alternative zu Aktivkohle. (Bild: PhotoSGH - shutterstock)

Heilerde als Alternative zu Aktivkohle. (Bild: PhotoSGH – shutterstock)


So rühren Sie eine Heilerdemaske an

Mischen Sie Heilerde und Wasser im Verhältnis 7:3. Die Mischung ist idealerweise so fest, dass sie angenehm auf die Haut aufgetragen werden kann. Geben Sie einige Tropfen Jojobaöl hinzu um ein Austrocknen der Haut zu verhindern. Verzichten Sie auf die Zugabe von Öl, verwöhnen Sie Ihre Haut nach Anwendung der Maske am besten mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitspflege. Lassen Sie die Maske nach dem Auftragen etwa eine halbe Stunde einwirken und spülen alles mit lauwarmen Wasser ab.



Heilerde oder Aktivkohle?

Ob Sie Heilerde oder Aktivkohle verwenden, ist von Ihren persönlichen Vorlieben abhängig. Beide Inhaltsstoffe sorgen für eine Tiefenreinigung der Haut und verfeinern bei regelmässiger Anwendung das Hautbild. Die positive Wirkung der Heilerde ist schon seit langem bekannt, während der Hype um Aktivkohle in Kosmetikprodukten erst in den letzten Jahren einsetzte.

 

Titelbild: Subbotina Anna – shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


Ihr Kommentar zu:

Black Mask – was ist dran am Hype um die Aktivkohlemasken?

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.