Berüchtigte Superfoods: Was können sie wirklich?

Gesunde Ernährung ist für viele Menschen eine grosse Priorität im Leben. Neben gesunden Mahlzeiten möchten sie ihren Körper perfekt versorgen und nutzen dabei verschiedene natürliche Zusätze, die auch als Superfoods bekannt sind.

Viele dieser besonders gesunden Lebensmittel sind jedoch umstritten und nicht alle haben wirklich die Wunderwirkung, die Hersteller versprechen. Wir haben uns drei Superfoods genauer angesehen und ihre Wirkung hinterfragt!

Maca-Pulver: Die Wurzel, die wachhält

Die Maca-Wurzel wurde bereits bei den Inka verwendet und gilt seither als natürliches Heilmittel. Dem Pulver aus der Wurzel werden zahlreiche Fähigkeiten nachgesagt, nicht alle können jedoch wirklich nachgewiesen werden. So soll Maca die Potenz fördern, bei Wechseljahresbeschwerden helfen und sogar die Fruchtbarkeit erhöhen. Keine dieser Wirkungen konnte jedoch wissenschaftlich bewiesen werden.

Was das Pulver allerdings wirklich hat, ist eine konzentrationsfördernde und muntermachende Wirkung, die mitunter an den vielen Mineralen und Spurenelementen, die sich darin befinden. Vor allem Eisen, Magnesium, Zink, Calcium und Phosphor findet man darin vermehrt. Sie sind für den Anstieg der körperlichen und geistigen Fähigkeiten verantwortlich. Das Pulver kann einfach in Wasser aufgelöst werden, schmeckt dann aber nicht besonders lecker. Eine bessere Alternative ist die Beigabe von Maca-Pulver in einen grünen Smoothie oder Saft. Damit erhält man extra Power für lange Arbeitstage und kann sich während Prüfungen oder Wettkämpfen besser konzentrieren. Auch einige Pokerspiele, die bei stundenlangen Turnieren hochkonzentriert sein müssen, empfehlen das Superfood.

Goji-Beeren: Eine wahre Vitamin-C-Bombe

Allgemein werden Beeren, neben Walnüssen, Fisch und dunkler Schokolade, schon seit Jahren als absolute Gehirnnahrung angesehen und daher für verschieden Berufsgruppen als solche angepriesen und empfohlen. So ist es kein Wunder, dass auch Goji-Beeren auf Ernährungsblogs seit einiger Zeit angekommen sind, insbesondere das absolute Anti-Aging-Geheimnis. Mit ihnen sollte man seine Falten wieder wegbekommen, einen strahlenden Teint erhalten und optisch um Jahre jünger werden. Klingt das realistisch? Wohl eher nicht!

Tatsächlich hat die Goji-Beere jedoch viele positive Eigenschaften, die ganz einfach nachgewiesen werden können. Die getrockneten Beeren weisen einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt auf und haben ausserdem auch eine hohe Dosis an verschiedenen B-Vitaminen in sich. Damit macht sich die Goji-Beere besonders für unser Immunsystem stark und sorgt in kalten Jahreszeiten für einen gesunden Körper. Sollte man trotzdem einen Schnupfen bekommen, hilft das Vitamin-C dabei, schneller wieder fit zu werden. Die Goji-Beeren haben einen angenehmen, süss-sauren Geschmack, der an Preiselbeeren erinnert, und passen daher perfekt ins Müsli, Porridge oder in die Smoothie-Bowl. Natürlich kann man sie auch einfach so naschen oder in ein Studentenfutter hineinmischen. Damit erhält man die extra Portion Vitamin C auch von unterwegs.


Goji-Beeren haben viele positive Eigenschaften. (Bild: mama_mia – shutterstock.com)

Chia-Samen: Das Superfood zum Abnehmen

Chia-Samen kannten bis vor einigen Jahren noch die wenigsten. Dann erschienen sie auf einmal auf dem Radar der Lebensmittel- und Fitnessexperten und wurden innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Diät-Geheimnis. Wer genügend Chia-Samen ist, soll laut ihnen ganz von selbst abnehmen. Ganz so einfach sieht die Lage natürlich nicht aus. Isst man jedoch einen Chia-Pudding ohne Zucker zum Frühstück, statt ein Brot oder Cornflakes zu essen, hat man sehr wohl auch figurtechnisch einige Vorteile. Die kleinen Samen saugen nämlich extrem viel Flüssigkeit auf und erhalten dadurch eine wabbelige, puddingartige Konsistenz. Sie bestehen hauptsächlich aus Proteinen und sind daher gut für den Muskelaufbau und die schlanke Linie. In einen Low Carb Ernährungsplan passen sie ideal hinein. Dazu besitzen die Samen jede Menge Omega-3-Fettsäuren, die den Blutdruck senken und die Durchblutung fördern. Übrigens haben auch Basilikumsamen eine ähnliche Wirkung und können aus dem heimischen Anbau gekauft werden. Damit sind sie eine gute Alternative zu Chia-Samen für alle umweltbewussten Esser. Einen Pudding kann man ganz leicht anfertigen, in dem man die Samen in Wasser, Sojamilch, Kokosmilch oder einer anderen Flüssigkeit über Nacht einweicht. Danach haben sie die Flüssigkeit aufgesaugt und das Gemisch erhält eine puddingartige Konsistenz. Jetzt kann das Ganze noch mit zahlreichen Toppings und Früchten verfeinert werden.

Superfoods werden oftmals auf Blogs und in Zeitschriften in den Himmel gelobt. Sie sollen das Heilmittel für sämtliche Probleme sein, alle Beschwerden beheben und um Jahre jünger machen. Natürlich steckt keine Zauberformel in Goji-Beeren oder Maca-Pulver und man kann sich daher auch keine magischen Ergebnisse erwarten. Trotzdem haben viele der Lebensmittel eine erstaunliche Dichte an Vitaminen, Mineralien und Co. Richtig eingesetzt, können sie die Ernährung hervorragend ergänzen und zur allgemeinen Gesundheit beitragen.

 

Titelbild: Elena Schweitzer – shutterstock.com

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