Wintersalate – die nebenwirkungsfreie Vitaminspritze

15.12.2014 |  Von  |  Ernährung
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Wintersalate – die nebenwirkungsfreie Vitaminspritze
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Zurück vom Schneemann bauen oder einer Winterwanderung, möchte man am liebsten etwas Warmes auf den Tisch. Eine heisse Suppe oder eine grosse Tasse Tee ist nun ideal, um sich von innen aufzuwärmen. Das ist auch absolut richtig so, jedoch sollte die Rohkost auch in der kalten Jahreszeit nicht vernachlässigt werden! Wintersalate bringen jede Menge wertvolle Vitamine auf den Tisch und können zusätzlich mit Eiern, Fleisch, Käse, Nüssen oder selbstgezogenen Sprossen aufgewertet werden.

In einem anderen Beitrag hatten wir Ihnen bereits den Chicorée ausführlich vorgestellt, heute befassen wir uns mit zwei weiteren typischen Wintersalaten: mit der Endivie und dem Nüsslisalat. Beide stammen aus regionaler Produktion oder dem benachbartem Ausland. Wir sagen Ihnen ausserdem, worauf Sie achten sollten, um erstklassige Ware auf den Teller zu bekommen.



Mit ihrem feinen Aroma bereichert die knackige Endivie im Winter unsere Küche. Es gibt sie glatt oder gekraust. Während glatte Endivien wie Rosetten aussehen, dicke Rippen und glatte, ungleichmässig gezähnte Blätter haben, sind die Blätter der krausen Endivie stärker geschlitzt und sehr dekorativ. Bei beiden Arten sind um das gelbe Herz in der Mitte die grünen Blätter angeordnet. Erhältlich sind sie als ganzer Kopf oder in bereits geschnittenen Salatmischungen. Die Endivie liefert ausser den B-Vitaminen vor allem das Provitamin A, Folsäure, Kalzium, Eisen und Kalium. Sie ist somit einer der nährstoffreichsten Salate. Ausserdem sind ihre äusseren Blätter reich an Intybin, einem Bitterstoff, der nicht nur harntreibend wirkt, sondern auch den Gallenfluss anregt. Ein Endiviensalat passt also gut zu fetten Speisen.

Einer der beliebtesten Wintersalate der Schweizer ist der Nüsslisalat, ausserhalb unseres Landes als Feldsalat oder Rapunzel bekannt. Wenn Rapunzel Sie an ein Märchen der Gebrüder Grimm erinnert, dann wäre doch die Weihnachtszeit eine schöne Gelegenheit, mal wieder das Märchenbuch hervorzuholen! Tatsächlich spielt dieser Salat im gleichnamigen Märchen aus dem 18. Jahrhundert eine Rolle! Verzehrt wird er natürlich schon viel länger.

In unseren Supermärkten finden wir meistens die Sorte mit den grossen Rosetten. Ihre Blätter sind hell- bis dunkelgrün, lang und breit. Es gibt auch eine zweite Variante, deren Blätter kleiner und dunkler sind. Sie ist von hervorragender Qualität und schmeckt aromatischer. Ausser in Salatmischungen, bekommt man den Nüsslisalat lose verpackt. Kein anderer Blattsalat hat so einen hohen Vitamin C-Gehalt, wie der Feldsalat. Er enthält ausserdem ebenfalls das Provitamin A, B-Vitamine und Folsäure. An Mineralien bringt er vor allem Kalium und Eisen mit. Dank seiner ätherischen Öle wirkt er sich wohltuend auf den Magen aus.

Auch im Winter gehören frische, knackige Salate auf den Tisch. ( Bild : Foodio / Shutterstock.com)

Auch im Winter gehören frische, knackige Salate auf den Tisch. ( Bild : Foodio / Shutterstock.com)




Ein Blattsalat ist eine ideale Ergänzung des täglichen Speiseplans. Er eignet sich als leichte Beilage, kann aber auch eine sättigende Mahlzeit sein. Neben der Salatsosse geben sogenannte Toppings jedem Salat eine besondere Note. Hierbei handelt es sich um, meist sättigende, Zutaten, welche über die Salate gestreut werden. Ein phantasievoller Koch kann dabei aus dem Vollen schöpfen. Gut geeignet sind Brotwürfel, welche in Butter und unter ständigem Rühren kurz angebraten werden. Kräuterbutter macht die Würfel besonders herzhaft. Auch Reste von Wurst und Fleisch sowie Käse können für den Salat verwendet werden.



Zusätzliche Vitamine kommen durch Sprossen oder Oliven ins Spiel. Fisch und Meeresfrüchte liefern eine Extraportion Omega-3-Säuren. Hartgekochte Eier, in Würfel oder Spalten geschnitten, passen zu fast allen Salaten und für mehr Biss und jede Menge Vitalstoffe sorgen Nüsse oder Kerne. Pinien- und Sonnenblumenkerne werden besonders lecker, wenn sie kurz ohne Zugabe von Fett in einer Pfanne geröstet werden. Probieren Sie doch auch einmal, einen Blattsalat mit Obst anzurichten: Besonders Orangen und Clementinen machen einen Wintersalat fruchtig, saftig und noch gesünder!



Immer wieder taucht die Frage auf, ob man bereits gerüsteten und abgepackten Salat kaufen sollte. Natürlich sind diese Salate einerseits für Berufstätige sehr praktisch, bieten anderseits gerade auch Singlehaushalten die Möglichkeit, viele verschiedene Salatsorten gleichzeitig zu geniessen. Fakt ist jedoch, dass abgepackte Ware einen idealen Nährboden für Bakterien bildet, welche durch die hohe Luftfeuchtigkeit in den Beuteln ein geeignetes Klima vorfinden, um sich rasant zu vermehren. Kühle Lagerung kann dies nur kurzfristig eindämmen. Obwohl diese Salate schon vorgewaschen sind, empfiehlt es sich, aufgrund der Bakterien, sie nochmals zu waschen. Jedoch spülen Sie damit leider auch jede Menge Vitalstoffe aus.

Knackig, frischen und schon geschnittenen Salat kaufen Sie am besten direkt von Bäuerinnen auf den Märkten. In fast jeder Stadt findet mindestens einmal in der Woche ein solcher statt. Hier werden die fertig gerüsteten Salate in offenen Harassen ausgestellt und Sie kaufen so viel, wie Sie benötigen. Getrennt von Obst aufbewahrt, kann er ca. 2 Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahrt werden.

Beim Kauf von Endivien und Nüsslisalat achten Sie bitte auf Folgendes: Zeigen sich Druckstellen, welke Blätter oder Verfärbungen, so deuten diese auf zu lange Lagerung hin. Lassen Sie solche Salate besser liegen! Feldsalat, welcher in Plastikschalen verkauft wird, hat manchmal zuunterst schlechtere Qualität: Also werfen Sie ruhig einen Blick auf den Boden der Schale! Mitunter ist zwar ein Abpackdatum, aber kein Haltbarkeitsdatum zu finden. Entscheiden Sie sich in diesem Fall für den Salat mit dem jüngsten Abpackdatum, vor allem, wenn Sie ihn nicht sofort verwenden möchten.



 

Oberstes Bild: © Lapina Maria – Shutterstock.com

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