Who‘s who: Wer war Modedesignerin Elsa Schiaparelli?

28.07.2017 |  Von  |  Mode
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Who‘s who: Wer war Modedesignerin Elsa Schiaparelli?
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Elsa Schiaparelli wurde am 10. September 1890 im Corsini Palast in Rom geboren und wuchs in einer Familie von Aristokraten und Intellektuellen auf. Ihr Vater war der Orientalist Celestino Schiaparelli, der als Direktor der Lincei-Bibliothek tätig war. Ihr Onkel war der Astronom Giovanni Schiaparelli.

Elsa Schiaparelli studierte Philosophie, ob es ihr Traum war, Schauspielerin zu werden. 1911 veröffentlichte sie eine Sammlung sinnlicher Gedichte mit dem Titel „Arethusa“ und zog den Ärger ihrer Eltern auf sich, die beschlossen, sie auf ein Kloster in die Schweiz zu schicken. Nachdem sie dort in den Hungerstreik getreten war, durfte sie wieder nach Hause.

1913 beschloss sie, nach London zu gehen, um dort in einem Waisenhaus zu arbeiten. Nur ein Jahr später heiratete sie Graf Wilhelm Wendt de Kerlor, den sie kurz zuvor bei einer Konferenz über Theologie kennengelernt hatte. 1919 wanderten die beiden nach New York aus. Nur kurze Zeit später zerbrach die Ehe, aus der eine Tochter hervorging und Schiaparelli kehrte wieder nach Europa zurück.

1922 zog sie mit ihrer Tochter nach Paris, wo sie bei einem Antiquitätenhändler arbeitete. Als sie eine Modenschau besuchte und dabei einen selbst gestrickten schwarzen Pullover mit weisser Schleife und weissen Manschetten trug, wurde die Schriftstellerin Anita Loos auf sie aufmerksam und schickte ihre Bekannten und Freundinnen – darunter Joan Crawford, Gloria Swanson, Greta Garbo und Mae West – zu ihr.

Modezitat: „Mode machen… ist für mich kein Beruf, sondern eine Kunst.“

1928 konnte Schiaparelli ihren ersten Laden eröffnen. Ihre Mode fand grossen Anklang. Nur fünf Jahre später war sie bereits Eigentümerin von fünf Boutiquen in Paris und einer weiteren in London.

Von der Kunst inspiriert liess sie den Surrealismus und den Dadaismus in ihre Mode einfliessen. Sie arbeitete mit Künstlern wie Jean Cocteau, Christian Bérard und Salvador Dalí.

1936 führte sie den Reissverschluss in die Haute Couture ein. Sie war eine der ersten Designerinnen, die neben Mode auch Accessoires wie Handschuhe, Schlas, Schmuck, Uhren und Badeanzüge entwarf.

Schiaparelli war bekannt für ihre ungewöhnlichen, theatralischen Modenschauen, die sich um ein bestimmtes Hauptthema zentriert hatten. Legendär ist die „Stop, Look and Listen“-Kollektion.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte sie nach New York. Als sie 1945 wieder zurückkehrte, musste sie feststellen, dass sich die Mode verändert hatte und sie den Zeitgeist mit ihrem surrealistischen Stil nicht mehr traf. Stattdessen war Minimalismus gefragt.

1952 musste sie ihr Atelier schliessen, 1954 veröffentliche sie ihre Autobiographie mit dem Titel „A shocking life“. Sie starb im Alter von 83 Jahren am 13. November 1973 in Paris.

 

Quelle: fashionpress.de
Artikelbild: © Joules Vintage (Southern California, USA), Shocking Pink Schiaparelli, Wikipedia, CC BY-SA 2.0

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