Wenn’s im Kiefer knackt und knirscht

05.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Wenn’s im Kiefer knackt und knirscht
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Beim Trinken, Kauen oder Schlucken müssen Zähne, Gesichtsmuskeln und Kiefergelenke so präzise wie die Räder eines Uhrwerkes zusammenarbeiten. Ein diffiziler Mechanismus, der leider sehr störanfällig ist. Bei etwa einer Million Schweizern klappt das nicht. Zumeist passen Ober- und Unterkiefer nicht mehr exakt aufeinander. Zahnärzte und Kieferorthopäden sprechen dann von einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD.

Die meisten Betroffenen leiden unter Kopfschmerzen, die deutlich über die ansonsten erlebte Schmerzintensität hinausgehen. Sie erleben Spannungskopfschmerzen, die vom Hinterkopf ausgehen und attackengleich in den Schulter- und Nackenbereich einschiessen. Viele der gepeinigten Menschen pilgern jahrelang von Arzt zu Arzt, ohne Hilfe zu finden. Mit weiteren Beschwerden und den Möglichkeiten, sie wieder loszuwerden, beschäftigt sich dieser Bericht.

Von Zähneknirschen bis Tinnitus

Manche Betroffene knirschen so laut mit den Zähnen, dass sie ihren Partner oder ihre Partnerin während der Nachtruhe aus dem Tiefschlaf reissen. Andere leiden unter Gesichts-, Ohren- oder Rückenschmerzen, Migräne oder Schwindel. Bei einem Drittel aller Tinnitus-Patienten ist laut ärztlicher Aussage eine gestörte Kaufunktion für das Ohrgeräusch verantwortlich. CMD kann sogar Knie- und Hüftprobleme oder Ischiasschmerzen auslösen, weil unser Kauapparat über Nerven und Muskeln eng mit der Wirbelsäule verbunden ist.

Besonders fatal: Oft zieht Zahnarzt-Pfusch eine Fehlstellung der Kiefergelenke nach sich. Womöglich wurden die Backenzähne zu stark abgeschliffen, Brücken oder Kronen zu hoch angesetzt, Füllungen falsch modelliert. Schon wenige Millimeter entscheiden über die empfindliche Balance zwischen Unter- und Oberkiefer.

Geeignete Therapien

Eine Störung des Kauapparates ist nicht leicht zu erkennen. Deshalb ist es zunächst wichtig, einen spezialisierten Zahnarzt zu finden, der in der Lage ist, eine komplexe Funktionsanalyse durchzuführen. Ist die Diagnose dann sicher, wird der erste Therapieschritt das Anfertigen einer biodynamischen Zahnschiene sein. Diese besteht aus Kunststoff. Je nach Ausmass der Kieferfehlstellung muss der Patient sie regelmässig, entweder 24 Stunden oder während der Nachtruhe, tragen.

 

Oberstes Bild: © Daniel_Dash – Shutterstock.com

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