Wenn Kosmetik krank macht: Wirk- und Zusatzstoffe, die Sie meiden sollten

30.06.2017 |  Von  |  Allgemein
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Wenn Kosmetik krank macht: Wirk- und Zusatzstoffe, die Sie meiden sollten
5 (100%)
2 Bewertung(en)

Die Auswahl an Kosmetik- und Pflegeprodukten, die allergieauslösende, krebserregende oder hormonell wirksame Substanzen enthalten, ist erschreckend gross. Zudem ist es nicht immer leicht, die gefährlichen Bestandteile in den immer länger werdenden Inhaltslisten ausfindig zu machen, denn diese verbergen sich hinter vielen verschiedenen und komplizierten Namen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der gefährlichsten Wirk- und Zusatzstoffe vor und zeigen Ihnen, wie Sie diese in der Liste der Inhaltsstoffe identifizieren können.

Duftstoffe: Allergieauslöser mit betörendem Geruch

Wir alle möchten gerne gut riechen und darum enthalten fast alle Duschgels, Deodorants, Cremes und Bodylotions Duftstoffe. Auf der Packung findet sich meistens nur die Angabe „Parfüm“, weswegen die genaue Identifikation dieser Stoffe für den Verbraucher sehr schwer ist.

Als allergieauslösend, krebserregend und sogar erbgutverändernd gelten hier vor allem die nitro- und polyzyklischen Moschusverbindungen. Sie lagern sich im Körper an und lassen sich sogar in der Muttermilch nachweisen. Aber auch bei Naturkosmetik dürfen Sie nicht einfach blind zugreifen, denn selbst hier findet sich oft der Duftstoff Cumarin, der als leberschädigend, allergieauslösend und krebserregend gilt.

Parabene: länger haltbar, dafür aber mit Nebenwirkungen

Die am häufigsten verwendete Variante dieser Konservierungsstoffe ist das Methylparaben. Parabene erhöhen aber nicht nur die Haltbarkeit von Kosmetika, sondern sind auch hormonell wirksam. Sie verhalten sich also im Körper wie Hormone und stellen daher ein besonders hohes Risiko für Föten, Kleinkinder und Pubertierende dar. Da sie sich zudem im Körper anreichern, stehen sie wahrscheinlich auch im Zusammenhang mit Phänomenen und Krankheiten wie Diabetes, Unfruchtbarkeit, verfrühter Pubertät und hormonell bedingten Krebsarten.

UV-Filter und UV-Absorber: Sonnencremes als Allergieauslöser

Eine grosse Anzahl an Pflegeprodukten und Kosmetika, wie beispielsweise Lippenbalsam, Make-up und Sonnencremes, enthalten UV-Filter oder UV-Absorber. Diese tragen Namen wie beispielsweise Bezophenon oder Ethylhexyl Methoxycinnamat. Diese Stoffe filtern aber nicht nur die gefährliche UV-Strahlung, sondern können auch Allergien auslösen und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Zudem sind sie auch hormonell wirksam.

Farbstoffe und Bleichmittel: Gift auf dem Kopf

Bleichmittel finden sich in vielen Produkten unseres Alltags. Als Ammonium-Derivate sind sie beispielsweise in Gesichtscremes und Zahnpasta enthalten. Farbstoffe finden sich dagegen vor allem in Haartönungen und in nahezu jedem Duschgel oder Parfum, welches nicht durchsichtig ist. In der Liste der Inhaltsstoffe erkennt man diese Substanzen oft an den Endungen -amine, -anilid oder -anilin. Sowohl Farbstoffe als auch Bleichmittel sind giftig und krebserregend.

Tenside und Emulgatoren: Schadstoffe können frei passieren

Tenside und Emulgatoren wie Sodium-Lauryl-Sulfat oder PEG-Derivate finden sich beispielsweise in Zahnpasta, Shampoos oder allen Arten von Kosmetika. Diese Stoffe lassen die Haut durchlässig für Schadstoffe werden und erhöhen so die Allergieanfälligkeit des Körpers. PEG-Derivate aus Erdöl sind zudem krebserregend.

Weichmacher: versteckte Hormone

Viele Kosmetikprodukte enthalten Phthalate, die allerdings nicht vom Hersteller auf dem Produkt angegeben werden müssen. Diese Weichmacher stehen unter dem Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Genau wie Parabene sind sie in vielen alltäglichen Produkten enthalten, sodass wir unserem Körper ständig einen ganzen Cocktail dieser Stoffe zuführen, ohne selbst davon zu wissen.


Erdöl: hautschädigend und schlecht für die Umwelt. (Bild: LI CHAOSHU / Shutterstock.com)

Erdöl: hautschädigend und schlecht für die Umwelt. (Bild: LI CHAOSHU / Shutterstock.com)


Erdöl: hautschädigend und schlecht für die Umwelt

Kaum einer käme auf den Gedanken, sich freiwillig Erdöl auf die Haut zu schmieren und doch findet sich dieser Rohstoff in Form von Paraffinen in vielen Kosmetikprodukten. Auf der Packung ist es beispielsweise als Mineral Oil, Paraffinum Liquidum, Vaseline oder Petrolatum angegeben. Allerdings ist die Förderung von Erdöl nicht nur problematisch für die Umwelt, sondern es ist zudem auch hautschädigend, da es diese praktisch komplett abdichtet.

Aluminium: giftige Deodorants

Viele Deodorants und Eau de Toilettes enthalten Aluminium, denn dieses verschliesst die Hautporen und wirkt dadurch schweissregulierend. Allerdings gilt Aluminium als nervenschädigend und steht im Verdacht, an der Entwicklung von Brustkrebs sowie Alzheimer beteiligt zu sein. Glücklicherweise lässt sich Aluminium schnell auf der Verpackung erkennen, denn es wird meistens als Aluminium Chlorohydrate oder Aluminium Silicate deklariert.

Alkohol: nahezu überall enthalten

In irgendeiner Form findet sich Alkohol in fast jedem Kosmetikprodukt – selbst in Naturkosmetika. Gefährlich und krebserregend sind vor allem die Diethanolamine (DEA), welche als Feuchthaltemittel oder Weichmacher in vielen Produkten eingesetzt werden.

Palmöl: Schönheit und Pflege auf Kosten der Umwelt

Palmöl ist ein Rohstoff mit stetig steigender Nachfrage. Dies führt vor allem in Südostasien zur hektarweisen Vernichtung von kostbarem Regenwald.

Palmöl ist in sehr vielen Kosmetikprodukten enthalten, da es antioxidativ wirkt und rückfettend ist. Alternativen zu diesem Rohstoff gibt es leider fast keine. Auf der Packung findet sich Palmöl unter einer Vielzahl von Bezeichnungen, bei denen man schnell den Überblick verlieren kann. So verbirgt sich Palmöl nicht nur hinter allen Inhaltsstoffen die „palm“ oder „palmite“ im Namen tragen, sondern kann auch unter den Bezeichnungen Glyceryl, Stearate oder Stearic Acid, Emulsifiers E471 sowie Cetearyl Alcohol gefunden werden.



Welche Produkte können noch bedenkenlos gekauft werden?

Wenn Sie auf gesundheits- und umweltschädliche Substanzen in Ihren Kosmetik- und Pflegeprodukten verzichten möchten, dann sollten Sie zu zertifizierten Bio-Produkten greifen. Viele Drogeriemärkte und Discounter bieten inzwischen günstige Eigenmarken an, die allerdings häufig auch nicht biologisch erzeugte Wirk- und Zusatzstoffe enthalten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann sollten Sie auf Produkte zurückgreifen, die mit den Siegeln „Kontrollierte Naturkosmetik“, „NaTrue“, „Naturland“ oder „Ecocert“ ausgezeichnet sind.

 

Artikelbild: © Poznyakov – Shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Wenn Kosmetik krank macht: Wirk- und Zusatzstoffe, die Sie meiden sollten

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.