Welches sind die zehn gesündesten Gemüsesorten?

25.07.2014 |  Von  |  Ernährung
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Welches sind die zehn gesündesten Gemüsesorten?
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Grundsätzlich gilt das Motto: Wer wirklich gesund sein will, der soll und muss Gemüse essen. Aber welche Gemüsesorten tun sich im Konzert der Gesundmacher hervor und sind besonders gesund? Wer führt die Gemüsetabelle an? Ist es tatsächlich der Spinat, dem immer nachgesagt wird, dass er aufgrund seines hohen Gehaltes an Eisen an der Spitze der Gemüsesorten stehen muss? Wie immer wollte man es in den USA genau wissen und widmete sich der Untersuchung von 47 Gemüsesorten: Knapp 50 Sorten von Obst wie auch Gemüse standen hinsichtlich ihres Nährstoffgehaltes auf dem Prüfstand – im Vordergrund dabei die Untersuchung auf Eisen, Kalzium, Vitamingehalt und auch Zinkanteil.

Himbeeren und Knoblauch sind nicht so gut wie ihr Ruf



Das Bewertungsschema wurde nach dem Anteil an wirklich wichtigen Inhaltsstoffen (pro 100 Kalorien) und der Abdeckung des Tagesbedarfs an Nährstoffen aufgestellt. Grundvoraussetzung war, dass das getestete Gemüse zumindest 10 % des täglichen Bedarfs an Nährstoffen mitbringen musste. Nur so schaffte es das Gemüse ins Ranking der PFV (Powerhouse Fruits & Vegetables). Dabei kam es zu Flops, mit denen man vor dem Test nicht gerechnet hatte. So fielen Mandarinen, Cranberrys, Himbeeren, Blaubeeren, Zwiebeln und auch Knoblauch durch. Zudem ist es mehr als erstaunlich, dass es nicht eine einzige Obstsorte in die Top 10 des PFV-Rankings geschafft hat. Nur den 28. Rang belegt das bestplatzierte Obst, und das ist die Zitrone. Auf Platz 30 findet sich als zweitplatziertes Obst die Erdbeere wieder. Doch welche Gemüsesorten sind nun die Top 10 und aus welchem Grund? Schauen wir einfach einmal genauer hin.

Blatt- und Kreuzblütlergemüse – weit vorne

Brunnenkresse, Chicorée, Spinat, Mangold, Grünkohl und Rucola dominieren den Gesundheitswert der Gemüsesorten. Damit ist das Blatt- und Kreuzblütler-Gemüse in der Gesundheits-Poleposition. Das rote und gelbe Gemüse, also Möhren, Tomaten oder auch Süsskartoffeln, schaffte es dagegen nicht in die oberen Ränge. Auch Lauchgemüse oder die begehrten Zitrus- wie auch Beerenfrüchte müssen sich sogar mit den hinteren Tabellenrängen begnügen. Soll man das schlechter platzierte Gemüse und Obst nun also meiden? Nein, natürlich nicht. Das besonders aus dem Grund, weil die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, deren positiver Effekt auf die menschliche Gesundheit wissenschaftlich allerdings nicht mit letzter Gewissheit nachweisbar ist, in der Liste ignoriert wurden. Fazit: Sicher sollte man die im Spitzenfeld angesiedelten Gemüsesorten bevorzugt zu sich nehmen, will man deren positiven Effekt nutzen. Wer sich aber abwechslungsreich ernähren möchte, der sollte auch die schlechter weggekommenen Gemüse- und Obstsorten nicht verschmähen.

– Die Brunnenkresse ist der unangefochtene Spitzenreiter im PFV-Ranking. Diese Wasser- und Sumpfpflanze, die deshalb auch gerne Wasserkresse genannt wird, schafft es tatsächlich, satte 100 % der Tagesdosis der geforderten Nährstoffe abzudecken. Wegen ihres leicht scharfen Geschmacks eignet sich Brunnen- oder Wasserkresse vorzüglich zum Einsatz in Salaten oder Suppen.





Chinakohl. (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com)

Chinakohl. (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com)

– Der Chinakohl muss sich mit dem zweiten Tabellenplatz begnügen. Zuerst nur in China bekannt, wird er heutzutage immer stärker in die europäische Küche eingebunden. 92 % der täglich nötigen Nährstoffe bringt er mit und lässt sich wie Brunnenkresse in Salaten, Suppen oder auch der chinesischen Küche verarbeiten.



– Mit aufs Treppchen darf Mangold, und das dadurch, dass er 90 % der wichtigen Nährstoffe liefert. Die Mangoldwurzel enthält viel Zucker, weshalb sie früher als Zuckerlieferant diente. In der europäischen Küche nutzt man die Stiele und Blätter des Mangolds, wie es beim Spinat üblich ist.

– Die Rote Bete, die man auch als Rote Rübe kennt, hat den Sprung aufs Treppchen knapp verpasst. 87 % des Vitalstoff-Tagesbedarfs wird von diesem Wintergemüse, welches roh und gegart gegessen wird, abgedeckt.

– Auf dem fünften Rang taucht endlich der beliebte Spinat auf, der ebenso wie die Rote Bete 87 % des täglich benötigten Nährstoffbedarfs liefert. Das gilt für die jungen Blätter, die man in Salaten findet, aber auch für die gekochte Variante.

– Chicorée wirft 73 % an täglich erforderlichen Nährstoffen in die Waagschale, ist aber aufgrund seines bitteren Geschmacks nicht besonders beliebt.



– Auch der gute alte Kopfsalat hat seinen Platz in den Top 10, denn er beinhaltet fast 72 % der nötigen Nährstoff-Tagesdosis. Serviert man den Kopfsalat mit Brunnenkresse oder Petersilie, ist diese Gemüsebeilage eine echte Gesundheitsbombe.

– Der achte Rang geht an die bereits erwähnte Petersilie mit 66 % des Nährwertbedarfs pro Tag. Das ursprüngliche Heilkraut kann auch roh als Vorspeise gereicht werden, wie es beispielsweise in der Türkei schon seit Generationen gepflegt wird. Netter Nebeneffekt: Petersilie bekämpft aktiv Mundgeruch, zum Beispiel nach dem Verzehr von Knoblauch.

– Den neunten Platz nimmt der Romana-Salat, der auch Römersalat genannt wird, ein. Wer schon einmal Caesar Salad gegessen hat, kam automatisch auch mit dem Römersalat in Berührung. 63 % des Tagesbedarfs an Nährstoffen bringt der Gesundbrunnen mit sich.

– Und last, but not least nimmt der Markstammkohl den zehnten Platz in den Gesundheits-Top-10 ein. Früher wurde die Kohlsorte als reine Futterpflanze benutzt. Heutzutage ist man sich – gerade in Galizien und Portugal, wo das Kraut zur grünen Brühe (caldo verde) verarbeitet wird – der gesunden Wirkung des Markstammkohls bewusst,  liefert er doch 62 % des täglichen Nährwertbedarfes.



 

Oberstes Bild: © Adisa – Shutterstock.com

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