Was tun gegen die nächtlichen Sägegeräusche?

07.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Was tun gegen die nächtlichen Sägegeräusche?
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Wer zu regelmässigem Schnarchen neigt, stellt seine Partnerschaft auf eine harte Probe. Mehr als jeder zweite Mann schnarcht; die Zahl nimmt mit steigendem Alter zu. Aber auch etwa 40 Prozent der Frauen sind betroffen. Und selbst bei Kindern und Jugendlichen kommt Schnarchen bereits vor. Wie kommt es zu den störenden nächtlichen Sägegeräuschen? Und kann man etwas dagegen tun?

Wie das Schnarchgeräusch erzeugt wird

Häufig rührt das Schnarchen von einer Erschlaffung der Muskulatur im Rachenraum her. Der Atemweg wird verengt. Beim Ein- und Ausatmen wird damit der weiche Gaumen in Schwingung versetzt. So wird das lästige Schnarchgeräusch erzeugt. Der Gaumen ist der obere Abschluss der Mundhöhle. Er läuft im weichen Gaumen aus, einem Gewebelappen, der wie ein Deckel über dem Rachen hängt und Nasenraum und Speiseröhre – und damit Schlucken und Atmen – voneinander abtrennt.

Zu viel Alkohol fördert das Schnarchen

Erschlafft sind die Gaumenmuskeln zum Beispiel nach übermässigem Alkoholgenuss. Aber es gibt auch andere mögliche Gründe: etwa eine gebogene Nasenscheidewand oder zu viel Schleim in der Nase. Zum Schnarchen kommt es vor allem dann, wenn man auf dem Rücken liegt. Also sollte man sich zur Seite drehen. Es hilft auch, den Kopf durch ein zusätzliches Kissen höher zu lagern. Überdies kann zu hohes Körpergewicht zu Schnarchen führen. Längerfristig kann man etwas dagegen tun, indem man abnimmt.

Vergrösserte Mandeln können bei Kindern dahinterstecken

Wenn Kinder schnarchen, deutet das oft auf vergrösserte Mandeln hin. Es empfiehlt sich dann, die Mandeln entfernen zu lassen.

Schnarchen kann Anzeichen für Schlaf-Apnoe sein

Schnarchen ist normalerweise nicht gesundheitsschädlich. Es sei denn, es liegt eine so genannte Schlaf-Apnoe vor. Der Zusammenhang ist ähnlich: Der weiche Gaumen oder der gegenüber liegende Zungengrund erschlaffen und verengen den Zwischenraum im Rachen. Bei der Schlaf-Apnoe setzt aber der Atem für längere Zeit aus. Schliesslich atmet der Schlafende mit grosser Anstrengung ein, was zu einem sehr lauten Schnarchgeräusch führt.

Schlaf-Apnoe ist sehr gesundheitsschädlich

In diesem Fall drohen ernste gesundheitliche Folgen. Der Körper wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Schlafen wird zur Tortur, der Betroffene erwacht häufig mit Kopfschmerzen, ist den ganzen Tag über müde und kann sich nicht konzentrieren. Im schlimmsten Fall kommt es zu Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Vom Grund seines Leidens ahnt der Patient meist zunächst nichts.

Betroffene müssen häufig ins Schlaflabor

Wird eine Schlaf-Apnoe festgestellt, indem über Nacht Atemfrequenz und Blutsauerstoff gemessen werden oder der Betroffene im Schlaflabor überwacht wird, muss gegebenenfalls operiert werden. Ein Arzt kann das Zäpfchen am Ende des weichen Gaumens verkleinern oder den Gaumen selbst veröden, damit er straffer wird. Dabei kann es aber zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen wie Austrocknen des Rachens. Zudem kann der Gaumen einige Zeit nach einer solchen Operation wieder erschlaffen.

 

Oberstes Bild: © Lucky Business – Shutterstock.com


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