Was tun bei Reiterhosen?

27.07.2017 |  Von  |  Allgemein, Figur, Fitness
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Was tun bei Reiterhosen?
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Selbst sehr schlanke Ladys ärgern sich manchmal über hartnäckige Pölsterchen, die deutlich sichtbar seitlich am Po und an den Oberschenkeln haften. Wie Besenreiser, Cellulite oder unschöne Rundungen am Bauch gehören auch Reiterhosen zu den typisch weiblichen „Problemzonen“.

Der folgende Artikel gibt wichtige Tipps, was sich gegen die ungewollten Fettpölsterchen an den Oberschenkelaussenseiten tun lässt.

Schuld sind in erster Linie die Gene

Nicht nur stämmige oder gar übergewichtige Damen ärgern sich oft über unschöne Rundungen im Bereich des Pos und der Oberschenkel. Auch sehr zierliche Frauen, die eigentlich auf ihre Wespentaille oder einen flachen Bauch stolz sein könnten, bleiben, je nach angeborenen Erbanlagen, von Reiterhosen nicht verschont.

Dazu kommt, dass gerade diese Stellen nicht nur aufgrund der unschönen Rundungen nerven – sie sind zumeist auch zusätzlich noch mit Cellulite „verziert“. Für betroffene Frauen ist es besonders gemein, dass jede zusätzlich verzehrte Kilokalorie, aufgrund der genetischen Veranlagung, garantiert immer ihren Weg in die Aussenseiten der Oberschenkel findet, während alle anderen Körperstellen vergleichsweise schlank bleiben.

Achtung! Bei einigen Frauen ist dieser Effekt derart heftig ausgeprägt, dass zu den Reiterhosen Berührungs- oder Druckschmerzen hinzukommen. Sollten dann noch häufig Blutergüsse auftreten, empfiehlt es sich dringend, einen Arzt aufzusuchen. Es könnte sich bei dieser Art der Reiterhosen um eine angeborene Fettverteilungsstörung handeln, die medizinischer Behandlung bedarf.



Gesunde Ernährung und Sport

Auch wenn es anfangs vielleicht schwerfällt: Der beste Weg, Reiterhosen ein für alle Mal loszuwerden, besteht darin, den Körperfettanteil so lange zu verringern, bis es auch den Fettreserven an den Oberschenkeln an den Kragen geht. Eine gesunde Ernährung und gezieltes Training lassen demzufolge die ungeliebten Polster am effektivsten verschwinden. Dieser Prozess kann sehr langwierig sein und sich unter Umständen über viele Monate hinziehen. Allerdings lohnt sich das Durchhalten im Hinblick auf die Gesundheit und ein besseres Aussehen auf jeden Fall.

Problemzonentraining ist mehr als ein Bauch-Beine-Po-Kurs

Wer Mitglied in einem Fitnessstudio ist, kennt die teilweise übervollen Bauch-Beine-Po-Kurse, bei denen unter Anleitung eines Trainers und nach treibenden Beats die typischen weiblichen Problemzonen mit endlos vielen Crunches und Beinheben zu Leibe gerückt wird. Wer daran Gefallen findet, darf das natürlich tun.

Frau sollte jedoch wissen, dass jegliches intensive Cardio- bzw. Ausdauertraining, in Verbindung mit Kräftigungsübungen, Fett ab- und Muskulatur aufbaut, das Bindegewebe stärkt und die Haut strafft. Je intensiver das Training ist, umso besser.

Besonders geeignete Ausdauersportarten sind:

  • Walken mit und ohne Gewichtsmanschetten
  • Nordic-Walking mit der richtigen Lauftechnik
  • Fahrradfahren in hügeligem Gelände
  • Schwimmen, wobei die Schwimmstile regelmässig gewechselt werden sollten (Beispiel: 10 Min. Brustschwimmen, 10 Min. Kraulen, 10 Min. Delfin, 10 Min. Rücken)
  • Step-Aerobic
  • Zumba
  • Joggen
  • Laufen auf dem Crosstrainer im Wechsel mit Training auf dem Stepper.

Zum Aufbau der Muskulatur und damit zur Straffung werden lediglich ein Theraband plus zweimal wöchentlich 10 bis 15 Minuten Zeit benötigt.

Übungsbeispiele

Übung 1: Hüftweiter, aufrechter Stand auf dem Theraband. Beide Enden greifen, sodass das Band unter Spannung steht. Nun abwechselnd das linke und das rechte durchgestreckte Bein gegen den Widerstand des Gummibandes zur Seite vom Boden heben. Je Bein 20 Wiederholungen.

Übung 2: Ausgangsstellung wie Übung 1. Nun beide Enden des Bandes vor dem Körper kreuzen und mit je einer Hand greifen. In die Knie gehen, wobei diese Bewegung dem „Hinsetzen auf einen Stuhl“ ähnelt. Das heisst: Po weit nach hinten schieben und dabei in die Hocke gehen. Gleichzeitig ziehen die gestreckten Arme das Band rechts und links schräg nach oben. Zehn Wiederholungen.

Übung 3: Das Band wie eine Schlaufe um eine Fusssohle legen und mit je einer Hand an den Enden greifen. Bein anheben. Das Band besitzt eine spürbare Vorspannung. Das Knie des Standbeines ist leicht gebeugt. Das angehobene Bein im Wechsel beugen und nach vorn schräg ausstrecken, ohne es am Boden abzusetzen. 20 Wiederholungen. Beinwechsel. Danach ein zweiter Durchgang.

Zahlreiche weitere geeignete Übungen finden sich auf entsprechenden Websites im Internet und in allen bekannten Frauenzeitschriften.


Anti-Cellulite-Massage (Bild: AnikaNes / Shutterstock.com)

Anti-Cellulite-Massage (Bild: AnikaNes / Shutterstock.com)


Spezielle Massagetechniken gegen Reiterhosen

Sofern die Fettansammlungen nicht sehr stark ausgeprägt sind, kann eine Endermologie-Behandlung durchaus sinnvoll sein. Dabei handelt es sich um eine Massagetechnik, welche mit einem Spezialgerät durchgeführt wird und tief im Inneren des Gewebes wirkt. Die Haut wird hierbei sichtbar straffer.

Manche Beauty-Studios bieten auch eine spezielle Schröpf-Methode gegen Reiterhosen an. Dabei handelt es sich um eine Art Lymphdrainage mittels manueller Therapie und Wickeln, welche bei regelmässiger Anwendung zur Reduzierung der Fettpölsterchen beitragen kann.

Zusätzliche Tipps zur Straffung des Gesässes und der Oberschenkel:

  • Wechselduschen, wobei der Wasserstrahl möglichst hart eingestellt sein sollte
  • Salz-Peeling unter Verwendung basischen Kristallsalzes.
  • Anti-Cellulite-Massagen mit speziellen Cremes oder Ölen
  • Proteinreiche Ernährung mit viel Fisch, fettarmen Milchprodukten, Eiern und magerem Fleisch – dazu ausreichend Obst und Gemüse
  • Kohlehydrate, süsse und fettige Lebensmittel sowie Alkohol reduzieren und ab 16.00 Uhr am besten ganz darauf verzichten
  • Ausreichend trinken! Am besten 1,5 bis 2,0 Liter stilles Wasser im Wechsel mit ungesüsstem Tee und Saftschorlen.

 

Artikelbild: Reiterhosen – die unschönen und nervigen Rundungen (© brezzell / Shutterstock.com)

Über Kerstin Birke

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