Tango Argentino – mit dem feurigen Tanz zur heissen Traumfigur

11.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Figur
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Tanzen, das ist Träumen mit den Füssen. Die rhythmische Sportart verhilft nicht nur zu einem schlankeren Körper, besserer Koordination und grösserer Körperspannung, sondern auch zu Glücksgefühlen auf der Tanzfläche. Menschen, die sich beim Tanzen völlig gehen lassen können und in eine andere Welt eintauchen, fällt das Abnehmen oftmals leichter, denn die Anstrengung ist kaum spürbar.

Wer selbstbewusst ist und ein gutes Körpergefühl besitzt, kann sein Gewicht effektiver reduzieren. Zu einem solchen Selbstbewusstsein und Körpergefühl verhilft besonders der Tango Argentino. Der erotische Tanz vereint Sexappeal, Körperspannung und Koordination. Vermischt mit lateinamerikanischen Rhythmen und heisser Kleidung sind dies die idealen Bedingungen, um den Körper mit viel Spass und einem guten Gefühl zu formen.



Ein trauriges Gefühl, das man tanzen kann

Der Tango Argentino hat eine bewegte Geschichte, die in den armen Vororten von Buenos Aires und Montevideo beginnt. Heutzutage ist der Tanz Teil vieler Standardtanz-Wettbewerbe. Doch im 19. Jahrhundert war er bei Weitem nicht salonfähig. Zu dieser Zeit sollte ungenutztes Land in Argentinien erschlossen und besiedelt werden. Zu diesem Zweck warb die argentinische Regierung eine Vielzahl von Europäern an, indem man ihnen günstigen Boden versprach. Ausserdem wurde die indigene Bevölkerung vertrieben, um Platz für die Neuankömmlinge aus Europa zu schaffen.

Durch Spekulationen stiegen jedoch die Grundstückspreise in Argentinien rapide an und auch die lokalen Grossgrundbesitzer wehrten sich gegen das Einwanderungsprogramm der Regierung. Aufgrund dessen blieb den Einwanderern sowie den vertriebenen Ureinwohnern und Gauchos oft nur ein Leben in Armut in den Slums der Grossstädte. Dort herrschten Kriminalität und Prostitution vor. Aus diesem Gefühl von Hoffnungslosigkeit entwickelte sich in den Bars der Rotlichtbezirke von Buenos Aires der Tango Argentino, der sich aus zahlreichen anderen Tänzen wie der kubanischen Havanera, der afrikanischen Candombe und dem andalusischen Flamenco zusammensetzt.

Tangotänzer Sylvia Gerbi und Diego Amado (Bild: Tango Aravi; Wikimedia, CC)

Tangotänzer Sylvia Gerbi und Diego Amado (Bild: Tango Aravi; Wikimedia, CC)




Mit dem Helikopter in die Luft

Genaue Schrittabfolgen und eine Choreografie wie beispielsweise beim Discofox oder Cha-Cha-Cha gibt es beim Tango Argentino eigentlich nicht. Verschiedene Elemente wie etwa der Grundschritt „Paso Basico“, der aus acht Schritten besteht, können beliebig mit anderen Komponenten kombiniert werden. Die Schrittfolgen dürfen zudem unterbrochen werden. Darüber hinaus ist kein fester Rhythmus vorgegeben, so dass es dem Paar möglich ist, mal schneller und mal langsamer zu tanzen. Wichtig sind vor allem das Gefühl und die engumschlungene Haltung der beiden Partner.



Da der Tango Argentino von der Improvisation lebt, muss der Herr die Dame besonders gut führen, wohingegen sie schnell reagieren muss. Hier zeigt sich, dass der Tango Argentino vom Machotum geprägt ist. Charakteristisch für den Tanz sind vor allem das langsame Schreiten „Caminar“, ausdrucksstarke verharrende Posen und die kreisenden Beinbewegungen der Dame „Ochos“. Bei letzterem Element „zeichnet“ die Dame sozusagen eine Acht mit ihren Füssen und bewegt dabei ihre Hüften in erotischer Weise.

Spannend sind natürlich die besonders feurigen Elemente wie Drehungen oder Hebungen. Sie zeichnen den Tango Argentino aus und unterstreichen das erotische Spiel zwischen Mann und Frau. Beim „helicóptero“ – dem Helikopter – hebt der Herr die Dame ein Stück nach oben und sie winkelt ihre Beine an und kreuzt diese mehrmals in der Luft. Diese Beinbewegungen werden auch „Boleos“ genannt. Am Schluss eines Elements setzen die Tänzer zumeist einen Akzent, um der Musik noch mehr Ausdruck zu verleihen. Dabei kann die Dame etwa ihr Bein in einer gleitenden Bewegung zur Seite strecken.

Der Tango Argentino vereint also zahlreiche Elemente, so dass sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene stets eine gute Figur machen. Durch die Möglichkeit zur Improvisation gibt es nahezu kein Falsch oder Richtig. Die Tänzer können sich fallen lassen und die Musik geniessen. Durch die Posen und die angespannte Körperhaltung wird der Körper geformt. Nach einer Stunde Tanztraining wird ausserdem die Fettverbrennung angeregt, ohne dass es vordergründig auf eine besonders gute Kondition oder viel Kraft ankommen würde.

Balsam für Körper und Seele

Neben körperlichen Auswirkungen ist der Tango Argentino vor allem auch gut für die Psyche. So wurde in einer Studie der Goethe-Universität Frankfurt herausgefunden, dass Tango-Tanzen sich positiv auf die Ausschüttung von Stress– und Sexualhormonen auswirke. Hierzu wurden Speichelproben von 20 Tango-Tanzpaaren genommen und ausgewertet. So werde das Stresshormon Cortisol durch die rhythmische Musik reduziert und das Sexualhormon Testosteron durch den intensiven Körperkontakt vermehrt produziert. Diese Kombination könne sogar festgefahrenen Partnerschaften zu mehr Feuer verhelfen, so die Wissenschaftler.



Ein Stück Argentinien in der Schweiz

Wer zu heissen Rhythmen tanzen möchte, muss noch nicht einmal die Schweiz verlassen. Auch hier werden in den lokalen Tanzschulen zahlreiche Tango-Kurse angeboten. Auch die Ausrede, dass kein Tanzpartner vorhanden sei, zählt nicht. Mit dem Online-Tanzpartnerfinder lassen sich ganz einfach tanzbegeisterte Menschen in Ihrer Nähe aufspüren. Diese haben unter Umständen ganz ähnliche Probleme und möchten den Tango-Argentino-Kurs dazu nutzen, ihr Gewicht zu reduzieren oder einfach nur Spass zu haben.

Darüber hinaus finden am Wochenende viele Tango-Events statt. Hier werden kostenlose Probestunden angeboten und fortgeschrittene Paare können zeigen, was es heisst, leidenschaftlich zu tanzen. Es gibt also eine Vielzahl von Möglichkeiten, Tango Argentino zu erlernen und so dem Wunsch nach der heissen Traumfigur näherzukommen und dem Alltag zu entfliehen.



 

Oberstes Bild: Tanzaufführung von German Cornejo & Gisela Galeassi von „The Tango Fire Group of Buenos Aires“  (Bild: Fuentes/Fernandez, Wikimedia, CC)



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