Sportliche Mode war sein Markenzeichen – Emilio Pucci

18.03.2016 |  Von  |  Mode
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Sportliche Mode war sein Markenzeichen – Emilio Pucci
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Der italienische Adelige Marchese Emilio Pucci di Barsento und späterer Modemacher wurde 1914 in Neapel geboren. Obwohl sein Studium der Landwirtschaft, Politik und Sozialwissenschaften in Mailand und den USA nichts mit Mode zu tun hatte, nutzte er dabei schon seine Kreativität.

So designte er die Teamkleidung seine Collegemannschaft, auch von seiner Mitgliedschaft im italienischen Skiteam liess er sich inspirieren.

Für eine befreundete Skiläuferin designte er einen Anzug, der prompt einem Fotografen auffiel, der Fotos davon im Harper’s Bazaar veröffentlichte. Die Bilder kamen gut an, der Moderedakteur des Magazins beauftragte Pucci kurze Zeit später mit der Kreation von Wintermode. Pucci, der bis dahin in der italienischen Luftwaffe gedient hatte, beschloss, sich fortan auf Mode zu konzentrieren und begeisterte die amerikanische Fashionszene mit seinen Designs.

Anschliessend richtete sich Emilio Pucci in Florenz ein Atelier ein und fokussierte sich auf die Herstellung eines flexiblen, bequemen Stretchstoffes, um die schweren, starren Kleider seiner Zeit abzuschaffen. Seine erste Boutique eröffnete der Jungdesigner auf Capri, das schon damals ein Mittelpunkt der mondänen und eleganten Jetsetsociety war. Besonders seine Dreiviertelhosen, die später als Caprihosen bekannt wurden, seine bequemen Kleider und die farbenfrohen Hemdblusen erfreuten sich bei der weiblichen Kundschaft grosser Beliebtheit.

1951 hielt Emilio Pucci seine erste Modenschau ab, auf der er hauptsächlich sportliche Kleidung präsentierte. Obwohl der Designer schon damals recht erfolgreich war, bedeuteten die 60er-Jahre seinen grossen Durchbruch. Puccis farbenfrohe, geometrische und abstrakte Designs, zu denen er sich in seinen exotischen Urlaubsreisen hatte inspirieren lassen, und mit denen er auch heute noch assoziiert wird, waren damals ein echtes Novum und passten perfekt in die damalige Zeit. Um die auffallenden Muster in den Mittelpunkt zu stellen, hielt er die Schnitte seiner Entwürfe klassisch-schlicht. Zudem setzte er auf schmale Silhouetten, durchaus knappe, enge Schnitte sowie Strass, Pailletten und Pelz.



1965 entwarf der Designer ausserdem die neuen Uniformen für die Crew der „Braniff International Airways“.

Nach seinem Tod im Jahr 1992 übernahm seine Tochter Laudomia das Unternehmen, anschliessend bekleideten unterschiedliche Kreative das Amt des Chefdesigners. Inzwischen werden neben Mode auch Lederwaren, Schuhe, Brillen, Bademode und Accessoires vertrieben. Pucci wird dabei weiterhin mit den grafischen, wilden Mustern, dem mutigen Materialmix und dem italienischen fröhlich-stilvollen Lebensgefühl mit einem Hang zum Luxus assoziiert, die das Label einst berühmt machten.

Modezitat:

„Fröhlichkeit ist eines der wichtigsten Elemente, das ich in die Mode mitgebracht habe – und das gelang mir durch Farbe.“

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbilder: © FashionStock.com – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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