So wirken Sie Übergewicht bei Kindern entgegen

26.11.2014 |  Von  |  Figur
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Leider ist Übergewicht bei Kindern ein weit verbreitetes Problem. Der Grundstein wird vielfach in den ersten Lebensjahren gelegt, und schon hier kann durch geeignete Massnahmen noch rechtzeitig gegengesteuert werden.

Aber auch wer als Kleinkind schlank ist, kann später deutlich an Gewicht zulegen. Um Übergewicht zu verhindern, muss immer das Alter des Kindes beachtet werden. Entsprechend können Sie Ihrem Kind den Weg zu einer gesunden Ernährung aufzeigen.

Ernährungsexperten bestätigen, dass sich der Geschmackssinn in den ersten Lebensjahren ausprägt. Die Nahrungsmittel, welche die Kinder in diesem Zeitraum kennen und lieben lernen, werden ihnen auch später mit hoher Wahrscheinlichkeit schmecken. Die Geschmacksnerven kleinerer Kinder sind viel sensibler als die Sinneszellen von Erwachsenen. Von daher müssen Speisen für Kleinkinder weder gezuckert noch gesalzen werden. Durch die geschmacksverstärkenden Inhaltsstoffe in zahlreichen Lebensmitteln findet eine Gewöhnung statt. So wird auch später nur intensiv schmeckendes Essen verlangt werden.

Ganz wichtig ist, natürliche Lebensmittel zu verwenden. Wenn die Eltern beispielsweise die Babynahrung selbst zubereiten, dann sollten sie hierfür Obst, Gemüse und weitere Grundnahrungsmittel nutzen. Auf Zucker und Gewürze wird vollständig verzichtet. Denn die Kinder sollten den Sinn für natürliche Geschmacksrichtungen erlangen und auch späterhin diese Nahrungsmittel bevorzugen. Wer in jungen Jahren bereits auf extrem süsse Speisen trainiert wird, der benötigt auch nachfolgend stark gezuckerte oder intensiv schmeckende Speisen wie Süssigkeiten oder frittierte Lebensmittel.

Gemüse, Kartoffeln und Obst werden von Kleinkindern gerne gegessen, wobei jedes Kind allerdings seinen eigenen Geschmack hat. Diesen sollten die Eltern unterstützen und herausfinden, welche Speisen das Kind bevorzugt. Saucen und Gewürze sind nicht notwendig und werden vermieden.

Sind die Kinder grösser, dann kann auch gelegentlich etwas Süsses gegessen werden. Wichtig ist, klare Regeln aufzustellen. Empfohlen wird daher, dass die Menge an täglichen Süssigkeiten von der Körpergrösse abhängig ist. Eine gängige Meinung besteht darin, dass sich jedes Kind pro Tag die Menge Süsses aussuchen darf, welche der Grösse seiner Handfläche entspricht. Dies sollte aber etwas Besonderes sein, das Kind darf sich gerne seine Tagesportion für das Wochenende aufheben. So wird ein bewusster Umgang mit dem Thema Ernährung erzeugt und es wird bewusst gemacht: Süssigkeiten sind nicht selbstverständlich.

Neben der Ernährung ist auch die Bewegung ein ganz wichtiger Punkt. Die Eltern sollten den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder unbedingt unterstützen und viele Aktivitäten organisieren. Wer sich häufig an der frischen Luft aufhält, der sitzt automatisch weniger vor dem Fernsehen oder dem Computer. Sehr schön sind gemeinsame Ausflüge mit den Eltern oder auch das Spielen mit Freunden. Durch eine aktive Lebensweise wird Übergewicht unwahrscheinlicher und die Kinder können sich auspowern.


Am Morgen auf ein ausgewogenes Frühstück zu achten, ist Sache der Eltern. (Bild: © Yulia Davidovich - shutterstock.com)

Am Morgen auf ein ausgewogenes Frühstück zu achten, ist Sache der Eltern. (Bild: © Yulia Davidovich – shutterstock.com)


Ein Sportverein hilft dabei, einer Aktivität regelmässig nachzugehen. Dort wird in der Gruppe trainiert, was die Kinder dabei sehr motiviert. Die Eltern müssen herausfinden, welche Sportart dem Kind am meisten Freude bereitet, denn dann haben diese eine Menge Spass und werden dem neuen Hobby lange treu bleiben.

Ein wichtiger Punkt bei der Bekämpfung des Übergewichts ist die Vorbildrolle der Eltern. Sind diese übergewichtig, dann ist für die Kinder die Wahrscheinlichkeit höher, ebenfalls diese Tendenz zu entwickeln. Es kann auch gemeinsam mit dem Kind abgenommen werden, dann ist die komplette Familie involviert. Seien es eine Kajaktour oder ein Ausflug auf den Fussballplatz, Sport kann grosse Begeisterung wecken und gemeinsam ist der Erfolg gewiss.

Spätestens in der Schule sind die Kinder dem Einfluss ihrer Kameraden ausgesetzt. Jetzt müssen die Eltern besonders konsequent sein und die gesunde Ernährung weiter beibehalten. Je besser die Kinder schon zuvor auf natürliche Lebensmittel eingestimmt sind, desto wahrscheinlicher werden sie diese bevorzugen.

Am Morgen auf ein ausgewogenes Frühstück zu achten, ist Sache der Eltern. Wer früh zu wenig isst, der wird später Hunger bekommen und sich zwischendurch in der Kantine eine meist ungesunde Kleinigkeit kaufen. Gleichzeitig stellt in dem Fall der Körper seinen Energieverbrauch neu ein und senkt die Leistung ab. Die Kinder sind unkonzentriert und haben einen reduzierten Energieumsatz. Werden dann Süssigkeiten gegessen, wandeln diese sich sofort in Fettpolster um.

Mediziner haben festgestellt, dass es grosse Auswirkungen haben kann, wenn man das Frühstück weglässt. Bis zu 30 % weniger umgesetzte Energie können die Folge sein, was zu einer Anlagerung im Körper führt. Daher sollte im Besonderen die erste Mahlzeit des Tages gesund und doch reichhaltig ausfallen. Wichtig ist eine ausreichende Sättigung.

Trotz aller guten Vorsätze kann sich das Essverhalten der Kinder ändern – plötzlich möchten sie keine gesunden Lebensmittel mehr zu sich nehmen. Hier ist die richtige Verhaltensweise gefragt: Zwang führt nicht zum Ziel und darf nicht eingesetzt werden. Durch gemeinsames Kochen mit den Eltern erhalten die Kinder hingegen einen Bezug zur Ernährung und lernen die Zutaten spielerisch kennen. Wenn sie das Gemüse selbst angerichtet haben, dann werden sie davon auch kosten und sich für das Thema stärker interessieren.



Obst und Gemüse begeistern nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen der Farben. Eine leuchtend rote Tomate oder eine kräftig grüne Gurke, Kinder mögen gern bunte Speisen. Dies kann von den Eltern ruhig ausgenutzt werden und sie sollten auf die Optik des Essens achten. Zusammengestelltes Gemüse verschiedener Farben, angerichtet auf einem weissen Teller, sieht richtig gut aus und animiert besonders zum Kosten.

 

Oberstes Bild: © Oleg Malyshev – shutterstock.com

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