Sind weisse Flecken auf der Haut gefährlich?

20.08.2014 |  Von  |  Hautpflege Allgemein
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Sind weisse Flecken auf der Haut gefährlich?
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Zarte sommerliche Bronzehaut. Doch mittendrin stören verschieden grosse weisse Flecken das Gesamtbild. Das kann verschiedene Gründe haben – glücklicherweise sind sie zumeist harmlos.

Der Sommer dauert unvermindert an und überall in der Schweiz sind Menschen stolz auf ihre Ferienbräune. Die Störungen fallen im Winter, wenn die Haut blass ist, kaum auf. Jetzt stechen sie besonders stark ins Auge: weisse Flecken am Rücken, auf der Brust, an Armen oder Beinen. Manche sind winzig klein, andere bilden landkartenähnliche grosse Flächen. Sorgen um die Gesundheit sind fast immer unbegründet. Wir erklären, warum.

Ungefährliche Pigmentstörungen

Genau wie die berüchtigten Altersflecken (dunkle Stellen), sind die weissen Flecken in der Mehrzahl aller Fälle chronische Pigmentschäden, die durch dauerhafte UV-Strahlung entstehen. Hautärzte sprechen dabei auch von einer Lichtschädigung der Haut, in der Fachsprache Hypomelanosis guttata genannt. Typisch für diese Flecken ist, dass sie an sonnenexponierten Stellen, wie Unterarmen und Beinen, gehäuft auftreten. Betroffene sind in der Regel älter als 40 Jahre und ihre Haut ist generell lichtempfindlich.

Entwarnung: Die Sorge, dass es sich um weissen Hautkrebs handeln könnte, ist unbegründet. Diese Krebsart bildet keine hellen, sondern hautfarbene bis rötliche, erhabene Flecken.

Angeborenes Hautmal ohne Pigmente

In der Fachsprache heisst das weisse Hautmal Nevus depigmentosus. Kinder kommen bereits damit zur Welt und es birgt ebenfalls keinerlei Gefahr. Das weisse Mal kann sich überall am Körper befinden. Betroffene behalten es ihr Leben lang, ohne dass es sich in Form oder Grösse verändert.

Angeborene Weissfleckenkrankheit

Die genetisch bedingte Weissfleckenkrankheit (medizinisch: Vitiligo) gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Betroffene erleben eine teilweise beängstigend fortschreitende Depigmentierung ihrer Haut. Dabei können immer wieder neue Flecken an anderen Körperstellen erscheinen oder sich bereits vorhandene helle Hautareale vergrössern. In den meisten Fällen bricht die Weissfleckenkrankheit noch vor Erreichen des Erwachsenenalters aus. Es gibt jedoch auch Menschen, die erste Flecken erst jenseits der 40 beobachten.

Häufiger Ausgangspunkt sind vorhandene Narben oder Hautstellen, die durch Druck oder Zug besonders stark beansprucht sind. Bis zu einem bestimmten Grad kann eine spezielle Lichttherapie das Fortschreiten der Krankheit aufhalten. Heilen lässt sie sich leider nicht. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass Betroffene direktes Sonnenlicht unbedingt meiden sollten, birgt auch Vitiligo kein erhöhtes Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Einen Sonnenbrand gilt es jedoch zu vermeiden, weil dadurch der Pigmentverlust noch schneller voranschreiten kann.

Pilzinfektion

Er heisst Pityriasis versicolor und kann die Melaninproduktion zerstören. Der Hefepilz ist nicht ansteckend. Er siedelt sich oft in der Folge überstandener Infekte, von Stress oder überstarkem Schwitzen am oberen Rücken, im Nacken oder bei Frauen unterhalb der Brust an. Der Pilz hemmt das für die Färbung der Haut zuständige Melanin. Es entstehen weisse Flecken, die im Extremfall auch schuppen können. Bei Verdacht auf Pityriasis versicolor empfiehlt es sich, einen Hautarzt aufzusuchen. Er wird antimykotische Mittel, zumeist in Form von Ganzkörpershampoos, empfehlen, die den Pilz schnell besiegen. Ein erhöhtes Krebsrisiko besteht auch hier nicht.

 

Oberstes Bild: © Ivica Drusany – Shutterstock.com

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