Sensor im Handy warnt vor Smog

05.11.2015 |  Von  |  News
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Ein neuer Sensor soll nicht nur zuverlässig vor Stickstoffdioxid (NO2) warnen, sondern bald auch in Handys eingebaut werden können. Das wäre ein entscheidender Schritt, um Menschen ein Tool in die Hand zu geben, mit dem sie sich vor den negativen Folgen von Luftverschmutzung schützen können.

Der Sensor wurde von einem Team rund um Projektleiter Kourosh Kalantar-Zadeh von der australischen RMIT University in Zusammenarbeit mit der Chinese Academy of Sciences entwickelt.

Genauere Smog-Messungen möglich

Laut der WHO sterben rund sieben Mio. Menschen auf der ganzen Welt jährlich an den Folgen von starker Luftverschmutzung. Stickstoffdioxid ist eines der wichtigsten Gase, das bei der Entstehung von Smog beteiligt ist.

„Ein Mangel an öffentlichem Zugang zu effektiven Überwachungstools ist ein grosses Hindernis dabei, die schädlichen Effekte dieses Gases zu umgehen – aber die derzeitigen Sensorsysteme sind entweder sehr teuer oder haben grosse Probleme, das Gas von anderen zu unterscheiden“, erklärt Kalantar-Zadeh.

Für die Herstellung der Sensoren wurde Zinndisulfid in Flocken verwandelt, die nur wenige Atome dick sind. Die grosse Oberfläche der Flocken zieht Stickstoffdioxidmoleküle an – durch die sehr selektive Absorption dieser Gaspartikel ist die Messung viel genauer als andere am Markt befindliche Sensorsysteme.



Revolutionäre Methode

„Die revolutionäre Methode, die wir entwickelt haben, ist ein grossartiger Anfang, um einen günstigen und personalisierten Handheld-Stickstoffdioxid-Sensor zu kreieren, der sogar in Smartphones eingebaut werden kann“, freut sich Kalantar-Zadeh.

„Das würde nicht nur die Lebensqualität von Millionen Menschen verbessern, es würde auch dabei helfen, Krankheiten, die durch eine Stickstoffdioxid-Vergiftung entstehen und vielleicht sogar den Tod abzuwenden.“

 

Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © imantsu – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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