Schöne Ferien – trotz Reisekrankheit

21.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Schöne Ferien – trotz Reisekrankheit
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Die Ferienzeit ist für viele die schönste Zeit überhaupt. Doch auf dem Weg zum Reiseziel, ob mit der Bahn, dem Auto oder dem Flieger, wird manchem Urlauber übel. Schuld daran ist die Reisekrankheit, die einem mitunter die schönsten Ferien vermiesen kann.

Auf Ärztedeutsch heisst die Reisekrankheit Kinetose, und dieses Fremdwort verrät schon die Ursache für die Symptome. Denn „kinein“ ist Griechisch und bedeutet Bewegung – ungewohnte Bewegungen lösen die besagte Krankheit aus. Was Sie dagegen unternehmen und wie Sie Ihr sogar ein Schnippchen schlagen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.



Reisekrankheit – was ist das?

Im medizinischen Sinne ist dann von einer Reisekrankheit die Rede, wenn ungewohnte Bewegungen und rasche Beschleunigungen Bewegungskrankheiten hervorrufen. Deshalb können beispielsweise auch ein Flugsimulator oder heftige Szenen in einem Action-Film im Kino Reisekrankheit auslösen. Allerdings spricht man dann eher von der so genannten Pseudokinetose, also der Scheinreisekrankheit, weil sie ausschliesslich über optische Wahrnehmung und nicht über „echte“ Bewegung ausgelöst wird.

Die Symptome der „echten Reisekrankheit“ während der Ferien reichen von Übelkeit über Schwindel bis hin zum Erbrechen. Und das stets dann, wenn Sie sich in einem Verkehrsmittel, also in Bewegung befinden. Die genannten Symptome treten übrigens vor allem bei raschem Geschwindigkeits-, aber auch beim Richtungswechsel auf. Denn diese Informationen werden sofort an unseren Gleichgewichtssinn weitergeleitet.

Halten Sie sich etwa im Inneren eines Schiffes auf, suggeriert Ihr Auge, Sie befänden sich in einem geschlossenen Raum, der im Ruhezustand läge. Das Problem: Unser Gleichgewichtsorgan nimmt das Schwanken und Schaukeln und Schippern sehr wohl wahr. Da nun Gehirn derlei unterschiedlichen Reize nicht auf die Reihe bekommen kann, löst es ein Schwindelgefühl und einen Schweissausbruch aus, häufig obendrein noch erhöhte Pulsfrequenz. Ob und wie Sie sich die Reisekrankheit auswirkt, ist bei jedem anders. Manche reagieren beispielsweise nur auf bestimmte Verkehrsmittel empfindlich. Fest steht hingegen, dass Stress und Unruhe die Anfälligkeit für die oben aufgeführten Symptome verstärken können.





Die Reisekrankheit kann die schönsten Ferien vermiesen. (Bild: KieferPix / Shutterstock.com)

Die Reisekrankheit kann die schönsten Ferien vermiesen. (Bild: KieferPix / Shutterstock.com)

Vorbeugen ist besser als leiden

Haben Sie schon die Erfahrung gemacht, anfällig gegenüber der Reisekrankheit zu sein? Dann können Sie durch vorbeugende Massnahmen das Schlimmste verhindern. So ist es sinnvoll, sich vor Reiseantritt nur mit leichter Kost oder Obst und Gemüse bzw. Rohkost zu ernähren. Den Genuss von alkoholischen Getränken sollten Sie sich verkneifen, andererseits jedoch für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen.

Wichtig: Treten Sie Ihre Reise nicht mit leerem Magen an. Nehmen Sie ruhig ein ausgiebiges Frühstück zu sich oder erfreuen Sie sich an einem Brunch. Und noch ein Tipp: Versuchen Sie erst gar nicht, sich während der Reise durch Lesen oder Betrachten von Bildern oder Fotos abzulenken. Denn das suggeriert dem Körper Ruhe, und er reagiert wie oben beschrieben. Schauen Sie lieber einfach ruhig aus dem Fenster – und fassen Sie dabei einen fixen Punkt am Horizont ins Auge.



Sitzplatz mit Bedacht aussuchen



Auch wenn Sie bei der Wahl Ihres Sitzplatzes im jeweiligen Verkehrsmittel mit Bedacht vorgehen, können Sie Ihre Reisekrankheit in den Griff bekommen. Konkret bedeutet dies, dass Sie im Auto vielleicht gar nicht auf der Beifahrerseite Platz nehmen, sondern selbst hinter dem Steuer sitzen. Im Bus gilt die Devise, weit vorne, aber bitte nicht direkt über der Vorderachse Platz nehmen. Halten Sie Ihren Blick dabei direkt nach vorne gerichtet.

Gute Wahl im Flugzeug sind diejenigen Sitze, die sich unmittelbar am Mittelgang befinden. Wählen Sie idealerweise entsprechende Plätze im vorderen Bereich der Maschine. Auf dem Schiff sollten Sie sich einen Platz in der Schiffsmitte sichern – und zwar über dem Wasserspiegel. Damit sitzen Sie nahe am Schwerpunkt, und hier sind Schwankungen weniger zu spüren.

Allgemein empfiehlt sich der Blick in Richtung Horizont, und auch frische Luft wirkt sich immer positiv aus. Das heisst, wenn Sie auf hoher See sind, trotzen Sie dem Seegang am besten an Deck. Weichen Sie aber andererseits der prallen Sonne aus, weil das wiederum negative Auswirkungen auf den Kreislauf hat.

Ihnen wird dennoch übel? Dann greifen Sie zum Kaugummi. Ihre Apotheke hält hier ganz spezielle Produkte bereit, die gegen Reisekrankheit helfen. Sie wirken rasch, halten Sie also immer welche griffbereit bei sich. Als natürliche Hilfsmittel haben sich Melissentropfen auf einem Stück Zucker oder Ingwerbonbons bewährt, was Sie schon im Vorfeld der Reise einnehmen können. So kann sich die Wirkung der Inhaltsstoffe rechtzeitig entfalten und so wird schon die Anreise ein genussvoller Teil Ihrer wohlverdienten Ferien.



 

Bild: Wer seine Ferien antritt, bekommt es häufig mit der Reisekrankheit zu tun. (© Juta / Shutterstock.com)

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