Schädlicher Inhaltsstoff in 85% konventioneller Tampons und Binden

29.10.2015 |  Von  |  News
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Schädlicher Inhaltsstoff in 85% konventioneller Tampons und Binden
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85% der konventionellen Tampons und Binden sind mit Glyphosat belastet, einem Bestandteil vieler Breitbandherbizide, die in der konventionellen Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden. Dies fand ein Forscherteam der argentinischen Universität La Plata kürzlich heraus.

90% aller konventionellen Tampons und Binden bestehen aus Zellstoff bzw. aus konventioneller Baumwolle. Nahezu 100% der in Argentinien und vielen anderen Ländern angebauten Baumwolle sind mittlerweile genmanipuliert und werden mit Unkrautvernichtungsmitteln (Herbiziden), die u.a. Glyphosat enthalten, behandelt.

Das Problem: Durch die Schleimhaut oder offene Wunden nimmt der Körper die schädlichen Inhaltsstoffe wie Glyphosat verstärkt auf. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Herbizide als potentiell krebserregend eingestuft.

Viele Frauen wissen nichts, was in Tampons und Binden steckt

Die erdbeerwoche, eine Wiener Bewusstseinsplattform, die bereits seit 2011 über die Problematik konventioneller Frauenhygiene aufklärt, bestätigt: „Aus vorherigen Studien wissen wir, dass in den Rohstoffen, die in Tampons und Binden verarbeitet werden, immer wieder gesundheitlich bedenkliche Chemikalien und Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen. So wurden bereits Dioxinrückstände in Tampons und Weichmacher (Phtalate) in Slipeinlagen gefunden. Dass nun aber auch Spuren von Glyphosat in Hygieneprodukten gefunden wurden, schockiert uns zutiefst“, erklärt Annemarie Harant, Co-Gründerin der erdbeerwoche.

„Frauen müssen endlich darüber Bescheid wissen, was in den Produkten, die sie an der empfindlichsten Stelle des Körpers tragen, steckt. Wir fordern daher eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht der Inhaltsstoffe auf den Verpackungen von Tampons und Binden, so wie dies bei Lebensmitteln und Kosmetika längst der Fall ist“, ergänzt Bettina Steinbrugger, ebenfalls Co-Gründerin der erdbeerwoche.

Organyc-Biotampons als Alternative

Eine Marke, die die Inhaltsstoffe ihrer Produkte bereits vorbildlich offenlegt, ist der italienische Tampon- und Bindenhersteller Organyc. Auf der Verpackung der Organyc-Produkte sind nicht nur die Inhaltsstoffe und entsprechende Gütesiegel detailliert aufgelistet, alle Tampons und Binden von Organyc bestehen zudem aus 100% zertifizierter Biobaumwolle und enthalten keinerlei Chemikalien, problematische Kunststoffe oder synthetische Duftstoffe. Selbst der Klebestreifen der Binde sowie die Verpackung bestehen aus einem biologischen Kunststoff namens Mater-Bi und sind somit zu 100% kompostierbar.



Auch immer mehr Gynäkologen empfehlen Frauen, die zu Hautirritationen neigen, Produkte aus Biobaumwolle. Etwa Dr. Christian Matthai, Gynäkologe und Lifestylemediziner: „Die Vagina ist ein stark resorbierendes Organ, das Schadstoffe leicht aufnehmen kann. Aus diesem Grund sind nachhaltige Produkte, z. B. aus 100% Biobaumwolle, eine Alternative für alle Frauen.“

 

Artikel von: erdbeerwoche GesbR
Artikelbild: © Organyc / erdbeerwoche

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