Sagging: Was ist das und was lässt sich dagegen tun?

04.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Sagging: Was ist das und was lässt sich dagegen tun?
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Wörtlich übersetzt bedeutet „Sagging“ so viel wie „Abrutschen“ oder „Absacken“. Und tatsächlich treffen diese Begriffe mitten ins Schwarze. Während das jugendliche Gesicht im Wesentlichen einem Dreieck entspricht, welches auf der Spitze steht, verändert es sich im Zuge des Alterungsprozesses zu einer Art Pyramide. Das „Dreieck der Schönheit“ verwandelt sich durch das Absacken seiner Weichteile zur „Pyramide des Alters“.

Ausserdem stellt jede Frau irgendwann fest, dass ihre Arme nicht mehr so straff sind, wie früher. Für viele ist von einem Tag auf den anderen Schluss mit ärmellosen Shirts. Die sogenannten „Winke-Ärmchen“ werden dann verschämt in Twinsets und lange Ärmel gehüllt.



Was ist passiert?

Eigentlich handelt es sich um einen ganz natürlichen Vorgang: Mit zunehmendem Lebensalter verliert die Haut an Elastizität. Die elastischen und straffen Fasern werden immer weniger und die Feuchtigkeitsspeicher kleiner. Das bedeutet, dass die Haut, welche das Gewebe wie ein Mantel umgibt, im Laufe der Zeit zu gross wird. Man könnte auch von einem „Ausleiern der Haut“ sprechen. Besonders deutlich sind die Veränderungen in den tieferen Hautschichten. Vor allem die tiefen Fett- und Feuchtigkeitspolster im oberen und mittleren Bereich der Wangen bauen sich langsam aber stetig ab. Später bilden sich auch Knorpel- und Knochenstrukturen zurück, sodass sich die Gewebeschichten in der Nähe der Hautoberfläche nicht mehr in ihrer ursprünglichen Position halten können. Fett, Bindegewebe und Haut sacken nach unten.

Ab welchem Alter beginnt dieser Prozess?

Das ist sehr unterschiedlich. Zum einen spielt die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle. Aber auch Lifestyle-Faktoren, wie Gewichtsschwankungen, intensives Sonnenbaden oder Rauchen sind nicht zu unterschätzen. Bei manchen Frauen fangen die sichtbaren Veränderungen, wie Augenringe oder ausgeprägte Tränensäcke bereits mit 30 an, bei anderen erst mit Ende 40.



Gibt es Wirkstoffe, die „Sagging“ verhindern?

Experten empfehlen Volumencremes die bestimmte Aminosäureverbindungen, sogenannte Peptide, Retinol und andere Vitamin-A-Derivate sowie innovative Pflanzenextrakte, wie Magnol enthalten. Auch durch die zusätzliche Versorgung mit Hyaluronsäure kann die Haut wieder straffer und praller werden. Das „Wegcremen“ funktioniert also recht gut! Die zu erzielende Wirkung hängt allerdings sehr stark vom Ausprägungsgrad ab. Für viele Schweizer Beautys sind moderne Volumenprodukte die erste Wahl, bevor sie einige Jahre später einen plastischen Chirurgen aufsuchen.

Zweifelhafte Hilfsmittel gegen hängende Oberarme (Bild: JaoNgoh / Shutterstock. Com)

Zweifelhafte Hilfsmittel gegen hängende Oberarme (Bild: JaoNgoh / Shutterstock. Com)

Zweifelhafte Hilfsmittel gegen hängende Oberarme



Spätestens jenseits des 40. Lebensjahres und ab Konfektionsgrösse 44 geben die Oberarme der Schwerkraft nach. Manche Frauen ärgern sich bereits viel früher über das immer schlabberiger werdende Gewebe an Armen oder Po. Stundenlang stehen sie vorm Spiegel und betrachten mit besorgter Miene ihre ganz individuellen Problemzonen.

Der Beauty-Markt hat für Frauen, die sich noch in der akuten Schockphase befinden, recht abenteuerliche Sofortlösungen parat. So gibt es beispielsweise „Amazing Arms“, eine Art Stützstrümpfe für die Arme, zu kaufen. Als Bolero getarnt, sehen sie aus wie eine transparente Wurstpelle, die über die Arme gezogen und „unsichtbar“ unter der Kleidung getragen werden soll. Weitere Beispiele sind „Instant Arm Lifts“. Es handelt sich dabei um besondere Klebestreifen, die straff um die Oberarme gewickelt werden und die hängenden Hautpartien zusammenhalten sollen.

Profi-Methoden

  • Mechanische Rollmassagen eigenen sich hervorragend, kleinere Pölsterchen an den Oberarmen schonend zu reduzieren. Bei der sogenannten LPG-Methode werden auch die tiefer liegenden Gewebeschichten stimuliert, der Stoffwechsel angekurbelt und somit Abbau von Fett gefördert. Kosten ab 600 Schweizer Franken.
  • Eine andere Methode ist das „Smoothshape-Verfahren“. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Saugmassagetechnik in Kombination mit Laserlicht, welches tief ins Unterhautfettgewebe vordringt. Dort entleeren sich die Fettzellen, was die Arme glatter und straffer erscheinen lässt. Es sind im Durchschnitt acht Sitzungen notwendig. Kosten um die 600 Schweizer Franken.
  • Für die Anwendung zu Hause bietet sich ein Elektromuskelstimulationsgerät („TENS-Gerät“) an. Mithilfe kleinster Stromstösse wird die Oberarmmuskulatur gestrafft. Bei regelmässiger Anwendung sind erste Ergebnisse nach sechs Wochen sichtbar. Kosten um 100 Schweizer Franken.

Optimale Ernährung



Die meisten haben es sicher geahnt: Richtiges Essen und Trinken kann die Elastizität des Bindegewebes positiv beeinflussen und somit frühzeitigem „Sagging“ entgegenwirken. Dermatologen empfehlen eine Ernährung, die hochwertige Kohlehydrate beinhaltet, mittlere Proteinmengen enthält und arm an Zucker und Fett ist. Radikale Hungerkuren oder Diäten sind generell Gift fürs Bindegewebe, weil es sich dabei wechselweise ausdehnen und wieder zusammenziehen muss.

Darüber hinaus ist die tägliche Trinkmenge wichtig. Zwei Liter Wasser oder Kräutertee ohne Zucker (!) sollten es pro Tag mindestens sein. Dazu ausreichend Obst und Gemüse. Salz sollte hingegen sparsam verwendet werden, da es Wasser im Körper bindet und den Stoffwechsel bremst. Es ist viel besser und zumeist sogar schmackhafter, die Speisen mit aromatischen Kräutern zu würzen.

Ist ein diszipliniertes Sportprogramm unbedingt notwendig?

Im Gegensatz zu Schenkeln, Po oder Bauch lassen sich die Oberarme sehr einfach trainieren und damit vergleichsweise rasch in Form bringen. Der Grund: Bizeps und Trizeps befinden sich relativ dicht unter der Hautoberfläche und sind von Natur aus von wenig Körperfett umgeben. Deshalb wirken diese Muskeln bereits nach wenigen Wochen Training schön definiert.




 

Oberstes Bild: © Evgeny Atamanenko – Shutterstock.com

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