Ruhelose Beine – das Restless-Legs-Syndrom

08.12.2015 |  Von  |  News
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Ruhelose Beine – das Restless-Legs-Syndrom
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Das sogenannte Restless-Legs-Syndrom ist eine häufig auftretende chronisch neurologische Erkrankung. Zu den Leitsymptomen des Phänomens zählen Gefühlsstörungen in den Beinen, die meist von einem immensen Bewegungsdrang begleitet werden.

Wie man feststellen kann, ob man unter RLS leidet und welche Massnahmen Abhilfe verschaffen, erklärt der vorliegende Artikel.

„Ameisen unter der Haut“

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, zu deren Symptomen neben Gefühlsstörungen auch Schmerzen in den Beinen, Füssen und ferner auch Armen gehören. Wie „Ameisen unter der Haut“ oder „Coca Cola in den Adern“ beschreiben Patienten ihre Empfindungen dabei.

Obwohl die Bezeichnung Restless Legs eher verharmlosend klingt, ist der Leidensdruck für die Patienten enorm. Die Symptome treten häufig in Ruhesituationen ein und führen zu Einschlaf- oder Durchschlafstörungen bei den Betroffenen. Das Syndrom wird zu den schlafbezogenen Bewegungsstörungen gezählt. Bei den Betroffenen liegt eine Störung in der Übertragung bestimmter Botenstoffe vor. Die Ursache ist bislang nicht geklärt.

Unbekannte Ursache

Forschungsergebnisse weisen jedoch auf eine genetische Veranlagung hin. So hat z. B. ein Münchener Forschungsteam in Untersuchungen herausgefunden, dass bei der Hälfte der Studienteilnehmer ähnliche Fälle in unmittelbarer Verwandtschaft vorlagen. Dabei verglichen die Wissenschaftler das Erbgut von Betroffenen mit dem der gesunden Studienteilnehmer. Oft tritt das RLS ausserdem im Zusammenhang mit weiteren Erkrankungen auf wie etwa einer Polyneuropathie, Niereninsuffienz oder Eisenmangel. Auch in der Schwangerschaft kann es zu den beschriebenen Symptomen kommen.


Obwohl die Bezeichnung Restless Legs eher verharmlosend klingt, ist der Leidensdruck für die Patienten enorm. (Bild: © tab62 - shutterstock.com)

Obwohl die Bezeichnung Restless Legs eher verharmlosend klingt, ist der Leidensdruck für die Patienten enorm. (Bild: © tab62 – shutterstock.com)


Diagnose

In der Regel stellt der Arzt die Diagnose anhand der Anamnese. Grundlegend hierfür sind die folgenden Fragen:

  • Treten Gefühlsstörungen wie ein Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Beinen auf?
  • Erscheinen die Symptome in Ruhesituationen?
  • Verschwinden die Beschwerden bei Bewegung?
  • Treten die Beschwerden überwiegend am Abend/in der Nacht auf und verursachen dadurch Schlafstörungen?

Begünstigende Faktoren

Das Restless-Legs-Syndrom wird – ausser im Falle einer externen Ursache oder bei besonders stark ausgeprägtem Krankheitsbild – symptomatisch behandelt. Dabei können die Symptome in ihrer Intensität unterschiedlich sein und zwischen beschwerdefreien Intervallen und starken Beschwerden wechseln.

Da sie das alltägliche Leben beeinträchtigen, ist es umso wichtiger, herauszufinden, welche Faktoren sich auf die Lebensqualität auswirken. Alkohol, Nikotin und Koffein z. B. können die Symptome verschlimmern und sollten daher vermieden werden. Ärzte empfehlen neben regelmässigen sportlichen Aktivitäten auch Dehnübungen, Massagen sowie kalte und warme Güsse.

Kälteanwendungen

Auch die Kältetherapie könnte sich in der Behandlung des Restless-Legs-Syndroms als wirkungsvoll erweisen. Wissenschaftler des Klinikums Bremen-Ost fanden heraus, dass Kälteanwendungen eine positive Wirkung bei den Patienten erzielten und ihre Beschwerden linderten.



Eine daraufhin eingeleitete Studie untersuchte die Effekte einer ganzheitlichen und lokalen Behandlung. Die Teilnehmer wurden zu diesem Zweck drei Minuten lang einer Temperatur von bis zu minus 110 Grad in bis zu 10 Behandlungen an zwölf aufeinander folgenden Tagen ausgesetzt. In beiden Fällen nahmen die Beschwerden für ein paar Tage ab. Bei der lokalen Anwendung kehrten sie jedoch rasch wieder zurück.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © JL-Pfeifer – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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