Ozon – unsichtbare Gefahr beim Joggen im Sommer

19.11.2014 |  Von  |  Fitness
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Ozon – unsichtbare Gefahr beim Joggen im Sommer
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Im Grunde ist es ein Paradoxon: Das Reizgas Ozon lässt das Joggen im Sommer, vor allem im Grünen, zum Risiko werden. Wer also im Sommer direkt neben der Strasse läuft, kommt gesünder ins Ziel.

Ozon ist eines der wichtigsten Spurengase in der Erdatmosphäre. Es wird mittels UV-Strahlung aus Sauerstoff gebildet und kommt grösstenteils in der oberen Stratosphäre, also oberhalb von circa zehn Kilometern vor. Ein nicht unbeachtlicher Teil entsteht allerdings auch in Bodennähe. Motorisierter Autoverkehr in Verbindung mit viel Sonne führen zur verstärkten Ozonbildung. Gerade während der Zeit der Sommerferien sind sowohl Sonne als auch Autoverkehr vielerorts überaus reichlich vorhanden. Der Grenzwert, ab dem die Bevölkerung informiert werden muss, liegt bei 180 µg/m². Ab 240 µg/m² gilt Ozonalarm.

Was ist an Ozon so gefährlich?

Etwa 15 % aller Menschen reagieren auf das Gas besonders empfindlich. Ist ein bestimmter Wert überschritten, beginnen die Augen zu brennen, die Schleimhäute entzünden sich. Kommt dann noch körperliche Belastung hinzu, wird starker Hustenreiz ausgelöst. Schlimmstenfalls ist sogar die Lungenfunktion beeinträchtigt. Experten sprechen dann von Atemproblemen infolge von Sommersmog.

Schweizer und deutsche Wissenschaftler fanden kürzlich heraus, dass Ozon auch über seine direkte Einflussnahme auf den menschlichen Organismus hinaus zu einer allgemeinen Zunahme allergischer Beschwerden führen kann. Das geschieht, indem das Gas auf bekannte Allergene, wie etwa Blütenpollen oder Gräser, Einfluss nimmt.

Flucht ins Grüne ist falsch

Die meisten Städter fliehen zum Sporttreiben ins grüne Umland. In Bezug auf Ausdauersportarten, wie Radfahren, Walken oder Joggen, ist das im Sommer ein Fehler! Denn während sich das Ozon in den Ballungsgebieten über Nacht beinahe vollständig abbaut, reichert es sich am Rande der Städte sowie in deren Umland verstärkt an. Das geht im Hochsommer und bei verstärktem Ferienverkehr sogar so weit, dass in den Morgen- und Abendstunden im Grünen doppelt so hohe Werte gemessen werden wie mitten in der City.

Fazit

Begeisterte Ausdauersportlerinnen und -sportler, die im Hochsommer auf ihr Hobby und den daraus resultierenden körperlichen Ausgleich im Freien nicht verzichten möchten, sollten dem am besten während der frühen Morgenstunden in der Stadt nachkommen.

Leisten Sie einen persönlichen Beitrag zur Vermeidung überhöhter Ozonwerte!

Hauptverursacher des belastenden Gases ist der Mensch. Gerade an gefährdeten Tagen im Hochsommer sollten Sie deshalb:

  • Ihr Auto möglichst oft stehen lassen und Kurzstrecken besser mit dem Fahrrad oder zu Fuss zurücklegen,
  • verstärkt öffentliche Verkehrsmittel benutzen,
  • beim Autokauf auf geringe Abgaswerte achten,
  • keine benzinbetriebenen Gartengeräte benutzen.

 

Oberstes Bild: © Inga Nielsen – Shutterstock.com

Über Kerstin Birke

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