Ohne ihn gäbe es keine Jeans

09.03.2016 |  Von  |  Mode
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Ohne ihn gäbe es keine Jeans
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Seine Lebensgeschichte ist der Inbegriff des amerikanischen Traums: Levi Strauss wanderte aus, erlebte den Goldrausch und begründete ein weltweit agierendes Modeunternehmen.

Der Deutsch-Amerikaner Strauss wurde 1829 unter dem Namen Löb Strauss in Buttenheim bei Bamberg im deutschen Oberfranken geboren. Nach dem Tod seines Vaters, der an Tuberkulose litt, hatte die Familie schwere finanzielle Probleme.

Levi Strauss‘ Mutter beschloss, mit ihrem Sohn und zwei Töchtern nach Amerika auszuwandern, wo schon ihre beiden älteren Söhne lebten. In New York, wo seine Brüder einen Stoffhandel betrieben, erwarb Strauss die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und änderte seinen Vornamen in Levi. Zunächst arbeitete Strauss im Geschäft seiner Brüder, später zog er weiter nach Kentucky.

Der Jeans-Erfinder Levi Strauss (Bild: Wikimedia)

Der Jeans-Erfinder Levi Strauss (Bild: Wikimedia)

Dem Ruf des Goldrausches folgend zog Levi Strauss 1853 nach San Francisco an der Westküste, wo er seinen Kurzwaren- und Stoffladen Levi Strauss & Company eröffnete. Bald schon verkaufte er auch direkt an den Goldausgrabungsstätten, wo er mehr über die Ansprüche der Goldgräber an ihre Hosen herausfand, welche besonders strapazierfähig sein sollten. Seine aus segeltuchartigem Material hergestellten Duck Pants konnten die Anforderungen jedoch nicht vollständig erfüllen, da die Nähte der stets prall mit Werkzeug gefüllten Hosentaschen nicht ausreichend robust waren.

Ca. 1872 wurde Levi Strauss von einem seiner Kunden, dem aus Riga stammenden Schneider Jacob Davis, kontaktiert, dem es gelungen war, die Hosen mit Nieten zu verstärken. Um diese Idee patentieren zu lassen, benötigte er einen Geschäftspartner. Begeistert unterstütze Levi Strauss, der robustes Denim aus Frankreich importiert hatte, seinen Bekannten. 1873 wurde das Patent auf ihre Waist-Overalls bewilligt – der Siegeszug der Bluejeans begann.



Aufgrund der grossen Nachfrage entstand schon bald eine Fabrik zur Herstellung der Jeanshosen. 1886 wurden auf die Modelle der charakteristische, zwei Pferde zeigende Lederaufnäher angebracht. 1890 wurden die Jeans zu Bestellzwecken nummeriert; die ursprünglichen Overalls trugen fortan die Nummer 501 und sind auch heute noch das bekannteste Jeansmodel von Levi’s. Im Laufe der Jahre wurden die Jeans fortwährend verändert und den Ansprüchen der Zeit angepasst – längst hatten sie sich von der strapazierfähigen Arbeitshose zum angesagten, salonfähigen Kleidungsstück entwickelt.

1902 starb Levi Strauss überraschend in San Francisco. Die Firma hinterliess der kinderlose Textilproduzent seinen vier Neffen. Auch heute noch befindet sich die Levi Strauss & Co., weiterhin mit Headquarter in San Francisco, in Familienbesitz.

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Ekaterina_Minaeva – Shutterstock.com

Über Sorin Barbuta

Ich habe bildende Künste studiert und arbeite seit vielen Jahren als freiberuflicher Graphik Designer. Da für mich selbständiges Arbeiten und Eigenverantwortung sehr wichtig sind, bin sehr gerne in der Welt des Web Content Managements unterwegs.


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