Natürliches Gesichtsöl – das Gesicht verwöhnen und pflegen

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Natürliches Gesichtsöl – das Gesicht verwöhnen und pflegen
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Die Gesichtshaut regelmässig mit einem Gesichtsöl zu behandeln, ist gleichermassen angenehm wie wirksam. Je nach Hauttyp stehen dir viele unterschiedliche Öle zur Verfügung, die dir einen strahlenden Teint verleihen, deine Haut mit wertvollen Nährstoffen versorgen und sie auffrischen. Gerade Pflanzenöle ohne chemische Zusätze sind für die Gesichts- und Körperpflege bestens geeignet.

Du kannst deine Haut mit einem einzelnen Öl verwöhnen oder du mischst dir dein ganz persönliches Gesichtsöl aus mehreren Pflanzenölen selbst zusammen. Native Pflanzenöle haben in ihren Molekülen schwerpunktmässig entweder einfach oder mehrfach gesättigte Fettsäuren. Zudem enthalten Sie natürliche Vitamine und weitere sekundäre pflanzliche Wirkstoffe. Zu diesen zählen unter anderem Lecithine, Bitterstoffe, Farbstoffe, Antioxidanzien und Anthocyane, ferner natürliche Farb-, Geschmacks- und Geruchsstoffe.

Ein Gesichtsöl wird von der Haut nur langsam aufgenommen und in den Stoffwechsel eingearbeitet. Dadurch wird die Haut optimal versorgt, geschützt und gepflegt. Auch der Feuchtigkeitshaushalt wird auf diese Weise perfekt reguliert. Insbesondere die sekundären pflanzlichen Wirkstoffe machen freie Radikale unschädlich. Freie Radikale greifen die Zellen in der Grundstruktur an und sind mit verantwortlich für den Alterungsprozess der Haut. Das Gesicht mit einem natürlichen Pflanzenöl zu pflegen, erhält die jugendliche Spannkraft und schenkt eine weiche, geschmeidige und gesättigte Haut. Allergische Reaktionen auf pflanzliche Basisöle sind äusserst selten, dennoch können sie nicht komplett ausgeschlossen werden. Wenn du zu Allergien neigst, dann solltest du dein neues Gesichtsöl zunächst testen. Wende zunächst nur ein einzelnes Gesichtsöl über einen längeren Zeitraum an und achte auf die Verträglichkeit. Für eine individuelle Öl-Mischung solltest du deine ausgesuchten Öle jeweils einzeln testen, bevor du sie zu deiner persönlichen Pflegekomposition zusammenführst.



Welcher Hauttyp bist du?

Jede Haut reagiert unterschiedlich auf bestimmte innere und äussere Einflüsse. Einige Menschen sind besonders empfindlich und neigen zu roten Flecken, andere haben entweder sehr trockene oder fettige Haut. Ist die Gesichtshaut an einigen Stellen trocken und in der T-Zone der Stirn fettig, so spricht man von einer Mischhaut. Menschen mit unreiner Haut neigen leicht zu Bibeli und Mitessern. Ältere Menschen wiederum benötigen spezielle Pflegeprodukte für reife Haut. Die perfekt abgestimmte Hautpflege ist also eine sehr individuelle Angelegenheit.

Gesichtsöl ist nicht gleich Gesichtsöl

Auch bei den Gesichtsölen gibt es deutliche Unterschiede, sodass sie optimal auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden können. Entscheidend dafür, wie sich ein Gesichtsöl auf die Haut auswirkt, ist der Anteil der ungesättigten Fettsäuren.

  • Trockenes Gesichtsöl

Verfügt ein Öl über einen Anteil von mehr als 50 % ungesättigten Fettsäuren, so spricht man von einem „trocknenden Öl“. Dieses Öl zieht sehr schnell ein und hinterlässt keinen glänzenden Film auf der Haut. Diese Öle eigenen sich perfekt für Menschen, die zu fettiger Haut neigen.

  • Normales Gesichtsöl

Pflanzenöle mit einem Anteil an ungesättigten Fettsäuren zwischen 20 % und 50 % ziehen langsamer in die Haut ein, da sie die Haut mit mehr Fett und Feuchtigkeit versorgen. Diese Öle eigenen sich besonders für die normale und Mischhaut.

  • Nicht trocknendes Gesichtsöl

Enthält ein Pflanzenöl weniger als 20 % ungesättigte Fettsäuren, so spricht man von einem „nicht trocknenden Öl“. Diese Pflanzenöle ziehen besonders langsam in die Haut ein, daher eignen sie sich bestens für besonders trockne, strapazierte und beanspruchte Haut.

Die Welt der Gesichtsöle

Die Natur bietet dir viele wirksame Pflanzenöle, die sich für deine tägliche Körper- und Gesichtspflege ideal eignen. Jedes Gesichtsöl hat dabei besondere Eigenschaften, die du auf deinen Hauttyp abstimmen kannst.

Arganöl

Arganöl wird aus dem Arganbaum (Argiana spinosa) gewonnen, welcher ausschliesslich im Südwesten Marokkos wächst. Dieses Gesichtsöl ist ein sehr guter Radikalfänger, da das Öl sehr viele Antioxidanzien, v.a. Vitamin E enthält. Damit ist Arganöl auch ein ideales Sonnenschutzmittel, das dir sogar einen effektiven Sonnenschutz bieten kann. Arganöl eignet sich für jeden Hauttyp.


Arganöl wird aus dem Arganbaum gewonnen. (Bild: Luisa Puccini – shutterstock.com)

Arganöl wird aus dem Arganbaum gewonnen. (Bild: Luisa Puccini – shutterstock.com)


Dieses Öl ist nicht nur sehr pflegend für das Gesicht, sondern kann auch wirksam bei einer Bindegewebsschwäche eingesetzt werden. Daher eignet sich Arganöl sehr gut im Kampf gegen Cellulite.



Avocadoöl

Avocadoöl wird aus dem Fruchtfleisch der Avocado (Persea gratissima) gewonnen. Der Ursprung der Pflanze liegt in Mexiko, sie wird mittlerweile aber weltweit kultiviert. Das Öl enthält viele sekundäre pflanzliche Wirkstoffe wie Lecithin, Linolsäure, Panthenol und die Vitamine A, E und D. Avocadoöl eignet sich besonders bei rissiger, strapazierter, spröder und sehr trockener Haut. Ferner kann Avocadoöl auch unterstützend bei der Heilung von Wunden eingesetzt werden.


Avocadoöl wird aus dem Fruchtfleisch der Avocado gewonnen. (Bild: mama_mia – shutterstock.com)

Avocadoöl wird aus dem Fruchtfleisch der Avocado gewonnen. (Bild: mama_mia – shutterstock.com)


Jojobaöl

Jojobaöl wird aus dem gleichnamigen Jojobastrauch (Simondsia chinensis oder Buxus chinensis) gewonnen. Dieser wächst in der Natur bevorzugt in den Wüsten und Halbwüsten Mexikos, Kaliforniens und Arizonas. Genau genommen ist Jojobaöl gar kein Öl, sondern ist ein flüssiges Wachs. Allgemein wird jedoch immer von Jojobaöl gesprochen. Dieses Gesichtsöl enthält besonders viel Vitamin A und B. Es eignet sich ideal zur Pflege von empfindlicher Haut, da es sehr gut verträglich ist. Darüber hinaus können mit Jojobaöl als Haarkur die Haare weich und glänzend gepflegt werden. Auch eine wohltuende Massage ist mit diesem Öl mehr als angenehm.


Jojobaöl wird aus dem gleichnamigen Jojobastrauch gewonnen. (Bild: Kenneth Bosma, Wikimedia, CC)

Jojobaöl wird aus dem gleichnamigen Jojobastrauch gewonnen. (Bild: Kenneth Bosma, Wikimedia, CC)


Kokosnussöl

Kokosnussöl oder kurz Kokosöl wird aus dem fettreichen Fruchtfleisch der Kokosnuss (Cocos nucifera) gewonnen. Ursprünglich war die Kokospalme in Indien und Südostasien beheimatet. Heute wird die Kokospalme jedoch in vielen tropischen Ländern kultiviert. Kokosöl besteht hauptsächlich aus mittelkettigen Fettsäuren und enthält neben Laurin-, Capryl- und Myristinsäure auch die Vitamine B und E. Das Öl zieht sehr schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm. Als Gesichtsöl eignet sich Kokosnussöl primär für trockene und empfindliche Hauttypen. Auch sprödem und widerspenstigem Haar kannst du mit Kokosöl neuen Glanz und Feuchtigkeit spenden.



Traubenkernöl

Wie der Name schon vermuten lässt, wird Traubenkernöl aus den Kernen von Trauben der Weinrebe Vitis vinifera gewonnen. Dieses Öl ist dem hauteigenen Fett sehr ähnlich und wird daher besonders gut vertragen. Traubenkernöl eignet sich perfekt für trockene und reife Hauttypen. Das Öl enthält wertvolle Polyphenole, diese gelten als Radikalfänger, und Vitamin E und K. Somit ist dieses Öl ein sehr gutes Sonnenschutzmittel und ist auch in vielen herkömmlichen Sonnenschutzcremes enthalten.


Traubenkernöl ist dem hauteigenen Fett sehr ähnlich und wird daher besonders gut vertragen. (Bild: eliasbilly – fotolia.com)

Traubenkernöl ist dem hauteigenen Fett sehr ähnlich und wird daher besonders gut vertragen. (Bild: eliasbilly – fotolia.com)


Sesamöl

Sesamöl ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Sesamöl wird aus den schwarzen und weissen Samen der weltweit kultivierten Sesam-Pflanze (Sesamum indicum) gewonnen. Es gibt kaum ein asiatisches Gericht, das nicht mit Sesamöl zubereitet wird. Doch auch in der Körper- und Gesichtspflege ist Sesamöl ein fantastisches und bewährtes Produkt. Es ist reich an Magnesium, Phosphor, Lecithin, Linolsäure, Proteinen und enthält die Vitamine B, C und E. Es hat eine straffende Wirkung und verfeinert das Hautbild. Sesamöl eignet sich perfekt für empfindliche Haut, da es allgemein besonders gut vertragen wird. Positiver Nebeneffekt ist ein sehr angenehmer süsslicher Duft. Das Öl kann auch als Sonnenschutzmittel eingesetzt werden.


Sesamöl ist ein wahres Wunderwerk der Natur. (Bild: AS Food studio – shutterstock.com)

Sesamöl ist ein wahres Wunderwerk der Natur. (Bild: AS Food studio – shutterstock.com)


Olivenöl

Das Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch und aus den Kernen von Oliven des Olivenbaums (Olea europaea) gepresst. Diese wachsen hauptsächlich in Mittelmeergebieten. Olivenbäume werden mittlerweile aber auch in vielen heimischen Gärten kultiviert. Als besonders verträgliches Speiseöl ist es in nahezu allen Küchen zu finden, aber auch im Bereich der Kosmetik ist Olivenöl nicht mehr wegzudenken. Dieses Öl enthält viele Proteine und die Vitamine A und E. Besonders gut kannst du Olivenöl für deine Gesichtspflege verwenden, wenn du trockene oder reife Haut hast. Ferner kannst du Olivenöl auch als Haarkur, für Massagen und gegen Muskelschmerzen einsetzen. Olivenöle sind im Handel in vielen unterschiedlichen Qualitäten erhältlich. Um es als Gesichtsöl zu verwenden, solltest du darauf achten, ein besonders hochwertiges Olivenöl zu wählen. Dieses Öl wird auch gerne von Patienten, die unter Neurodermitis leiden, zur ergänzenden Hautpflege empfohlen.



Macadamianussöl

Der Macadamianussbaum (Macadamia termifolia) ist ein immergrüner Baum, der zunächst im Südpazifik, mittlerweile aber auch in Afrika angebaut wird. Macadamianussöl wird aus den kastanienähnlichen Früchten des Baumes gewonnen. Das Öl enthält verschiedene wertvolle Fettsäuren, darunter auch ca. 25 % Palmitoleinsäure. Diese Säure lässt das Öl sehr schnell einziehen und wirkt auf die Haut regenerierend. Im kosmetischen Bereich eignet sich Macadamianussöl damit für jeden Hauttyp, vorzugsweise trockene, empfindliche oder reife Haut. Zudem regt Macadamianussöl den Stoffwechsel an und kann ausserdem spröden, brüchigen Harren neuen Glanz verleihen.



Weizenkeimöl

Weizenkeimöl gehört mit zu den teuersten Pflanzenölen. Es werden ca. 16‘000 kg Weizen (Triticum aestivum) benötigt, um einen Liter Weizenkeimöl zu gewinnen. Das Öl wird aus den nährstoffreichen Keimlingen der Weizenkörner kalt gepresst. Da Weizenkeimöl einen sehr hohen Fettgehalt hat, wird es auch gerne mit anderen Ölen gemischt. Hier gilt es oft als geeigneter Stabilisator, da dieses Öl nicht so schnell ranzig wird. Es hält bei entsprechender Lagerung bis zu einem Jahr. Pur eignet sich Weizenkeimöl besonders gut für reife und sehr trockene Haut. Das Körper- und Gesichtsöl regt die Durchblutung an, strafft und glättet die Haut und kann auch bei Bindegewebsschwäche genutzt werden. Weizenkeimöl enthält sehr viel Vitamin E, Phosphor, Zink und Eisen.


Weizenkeimöl gehört mit zu den teuersten Pflanzenölen. (Bild: id-art – shutterstock.com)

Weizenkeimöl gehört mit zu den teuersten Pflanzenölen. (Bild: id-art – shutterstock.com)


Teebaumöl

Teebaumöl wird aus den Blättern und Zweigen des australischen Teebaums gewonnen. Dieser wird fachlich als Melaleuka-Baum (Melaleuca alternifolia) bezeichnet und ist sowohl in Australien als auch in Neuseeland heimisch. Das Teebaumöl enthält Vitamin E und Phenol. Phenol hat eine stark antiseptische Wirkung, daher ist es besonders gut für Menschen mit unreiner Haut geeignet. Das Öl kann also auch bei Hautentzündungen, Akne und Bibeli eingesetzt werden. Die Haut wird beruhigt und die Heilung wird unterstützt. Wenn du fettiges oder zu Schuppen neigendes Haar hast, kannst du dieses ebenfalls mit Teebaumöl behandeln. Einfach das Teebaumöl wie eine Haarkur ins nasse Haar einmassieren, einwirken lassen und wieder ausspülen.



Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl ist in reiner Form sehr wertvoll. Es wird hauptsächlich in Ägypten und Syrien hergestellt. Echter Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist eigentlich ein Gewürz, welches dem schwarzen Pfeffer ähnlich ist und wird aus einer Pflanze, die zu den Hahnenfussgewächsen zählt, gewonnen. Schwarzkümmel ist nicht mit handelsüblichem Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt. Das Öl ist reich an Eiweiss, Vitamin E und pflanzlichen Fetten. Als Gesichtsöl eingesetzt ist Schwarzkümmelöl ideal für Allergiker und Menschen mit Hautproblemen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzemen und allgemein unreiner Haut. Das Öl zieht sehr schnell ein, ist gut verträglich und ihm wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Das Öl kann auch bei verschiedenen gesundheitlichen Leiden unterstützend eingesetzt werden. So soll es dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, Krämpfe zu lösen und Kopfschmerzen zu lindern. Schwarzkümmelöl wurde bereits vor über 2’000 Jahren als Heilmittel im Orient verwendet.


Schwarzkümmelöl ist in reiner Form sehr wertvoll. (Bild: Evan Lorne – shutterstock.com)

Schwarzkümmelöl ist in reiner Form sehr wertvoll. (Bild: Evan Lorne – shutterstock.com)


Erdnussöl

Erdnussöl ist aus der asiatischen Küche bestens bekannt. Doch dieses Öl schmeckt nicht nur gut, es kann noch viel mehr. Erdnussöl wird aus den Erdnusskernen kalt gepresst. Der natürliche Ursprung der Erdnuss (Arachis hypogaea) liegt in Südamerika, heute werden Erdnüsse aber auch in vielen warmen Regionen wie Indien und China angebaut. Erdnussöl enthält unterschiedliche Fettsäuren und besonders viel Vitamin E. Aber auch die Vitamine B1, D und K kann dieses Öl vorweisen. Als Körper- und Gesichtspflege eignet sich Erdnussöl für alle Hauttypen, vor allem aber für trockene Haut. Auch die zarte Babyhaut kann mit diesem Öl gepflegt werden.


Erdnussöl wird aus den Erdnusskernen kalt gepresst. (Bild: Iryna Denysova – shutterstock.com)

Erdnussöl wird aus den Erdnusskernen kalt gepresst. (Bild: Iryna Denysova – shutterstock.com)


Nachtkerzenöl

Das Nachtkerzenöl wird aus den Samen der zweijährigen Nachtkerze (Oenothera biennis), einer Pflanze, die vor ca. 400 Jahren nach Europa kam, gewonnen. Das Öl enthält einen hohen Anteil an Linolsäure, darunter auch die selten natürlich vorkommende Gamma-Linolsäure. Diese gehört zu den Omega-6-Fettsäuren. Des Weiteren besitzt das Öl wichtige Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamin E. Nachtkerzenöl kann bei empfindlicher, trockener, schuppiger, gereizter und unreiner Haut angewendet werden. Das Öl versorgt die Haut mit wertvollen Nährstoffen und kann bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Allergien unterstützend eingesetzt werden. Das Öl mildert Juckreiz, hält die Haut elastisch und wirkt beruhigend. Die ferner enthaltene Gamma-Lanolinsäure ist zudem für den Zellerneuerungsprozess zuständig.



Aprikosenkernöl

Aprikosenkernöl wird aus den Mandelkernen in den Steinen von Aprikosen (Prunus armeniaca) gewonnen. Der Ursprung der Aprikosen liegt in China, doch heute werden die süssen Früchte auf allen Kontinenten in warmen Regionen kultiviert und verarbeitet. Das Öl ist reich an Vitamin A, B17 und E und enthält die wertvollen Fettsäuren Omega 3, 6 und 9. Das Aprikosenkernöl ist für alle Hauttypen geeignet, auch für fettige und Mischhaut. Das Öl regt den Hautstoffwechsel an, wirkt straffend und glättend und unterstützt die Zellerneuerung. Ferner kann dieses Öl auch gut als Make up-Entferner benutzt werden. Aprikosenkernöl hat sich ebenfalls als Babyöl bewährt.


Aprikosenkernöl wird aus den Mandelkernen in den Steinen von Aprikosen gewonnen. (Bild: matka_Wariatka – shutterstock.com)

Aprikosenkernöl wird aus den Mandelkernen in den Steinen von Aprikosen gewonnen. (Bild: matka_Wariatka – shutterstock.com)


Mandelöl

Mandelöl wird aus den Kernen der Süssmandel (Prunus dulcis) gewonnen. Es wird in zwei Varianten angeboten – raffiniert und kalt gepresst, wobei das kalt gepresste Mandelöl von höherer Qualität ist. Mandelbäume wurden bereits vor über 4000 Jahren in Asien kultiviert, heute sind Mandelbäume in nahezu allen südlichen Ländern vertreten. Das Öl enthält sehr viele ungesättigte, langkettige Fettsäuren, Eiweiss und die Vitamine A, B1, B2, B6 und E. Als Gesichtsöl angewendet eignet sich Mandelöl besonders für trockene, spröde, empfindliche und reife Haut. Aber auch die zarte Babyhaut kann mit Mandelöl optimal gepflegt werden. Das Öl mildert zudem Juckreiz und wirkt beruhigend. Die Haut wird geschmeidig, weich und besonders sanft. Mandelöl wird auch häufig für Massagen und zur Aromatherapie verwendet.



Sanddornöl-Fruchtfleischöl

Sanddorn-Fruchtfleischöl ist nicht zu verwechseln mit Sanddornkernöl. Das Sanddorn-Fruchtfleischöl wird, wie es der Name bereits verspricht, aus dem Fruchtfleisch der Beeren des Sanddorns (Hippophae rhamnoides), einer Pflanze aus der Familie der Ölweidengewächse gewonnen. Dieses Öl kann einen sehr hohen Gehalt an Carotinoiden vorweisen. Ausserdem enthält Sanddorn-Fruchtfleischöl viele sowohl gesättigte Fettsäuren wie Palmitinsäure als auch ungesättigte Fettsäuren wir die Palmitoleinsäure. Letzteres ist mit 35 % im Öl des Fruchtfleisches zu einem besonders hohen Anteil enthalten. Das Besondere an diesem Inhaltsstoff ist die Tatsache, dass er auch Bestandteil der Haut ist, jedoch in der Natur nur selten natürlich vorkommt. Sanddorn-Fruchtfleischöl wird daher sehr gut von der Haut aufgenommen.

Zusätzlich sind in diesem Gesichtsöl auch die Vitamine A, B1, B2, B3, B9, C und E sowie 14 verschiedene Spurenelemente und Mineralstoffe zu finden. Es handelt sich damit um ein sehr vielfältig einsetzbares Öl. Das Öl ist für alle Hauttypen geeignet. Besonders die reife Haut profitiert von den wertvollen Bestandteilen des Öls. Sanddorn-Fruchtfleischöl wirkt entzündungshemmend, regenerierend, schmerzstillend und glättend. Es eignet sich damit auch für Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Akne oder Allergien. Durch den hohen Anteil an Beta-Carotin bietet das Öl zudem einen guten Lichtschutzfaktor und gilt als Fänger freier Radikale. Wichtig: Dieses Öl sollte immer nur mit einem klaren Basisöl oder in eine Creme gemischt werden, da es durch seine rot-orange Farbe die Haut sehr stark einfärbt!


Sanddornöl-Fruchtfleischöl (Bild: tashka2000 – shuterstock.com)

Sanddornöl-Fruchtfleischöl (Bild: tashka2000 – shuterstock.com)


Sanddornkernöl

Sanddornkernöl wird aus den Kernen der Sanddornfrüchte gewonnen. Im Gegensatz zum Sanddorn-Fruchtfleischöl verfügt das Sanddornkernöl über einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Phytosterolen und Tocopherolen. Es hat also einen anderen Fettgehalt. Als Gesichtsöl angewendet eignet sich dieses Öl daher sehr gut für trockene, schuppige und unreine Haut. Darüber hinaus verfügt auch dieses Öl über die positiven Eigenschaften des Sanddorn-Fruchtfleischöls, jedoch ist es oxidationsanfälliger. Das bedeutet, dass es nicht so lange haltbar ist.



Gesichtsöl richtig anwenden

Jedes Öl hat einen eigenen sogenannten „Spreitwert“. Der Spreitwert gibt an, wie sich ein Öl auf der Haut verhält und wie es sich dort verteilt. Es gibt niedrigspreitende, mittelspreitende und hochspreitende Öle. Vereinfacht gesagt sind Öle mit einer niedrigen Oberflächenspannung und niedriger Viskosität leichter auf der Haut zu verteilen als Öle mit hoher Oberflächenspannung und einer hohen Viskosität.

Es gibt viele Möglichkeiten ein Gesichtsöl anzuwenden. Die einfachste und gleichermassen effektivste Variante ist es, das Öl pur auf noch feuchte Haut unmittelbar nach dem Duschen aufzutragen. So lässt sich das jeweilige Öl sehr gut verteilen und kann in die Haut einziehen. Du kannst das Öl aber auch auf die trockene Haut auftragen, eventuell braucht das Öl dann etwas länger, um von der Haut aufgenommen zu werden. Einige Tropfen mit den Fingerspitzen oder einem Wattepad auf das Gesicht aufgetragen reichen vollkommen aus. Alternativ kannst du dein Gesichtsöl auch für die Pflege deines kompletten Körpers verwenden.

Besonders gehaltvolle Öle, die eher langsam in die Haut einziehen, eignen sich auch sehr gut als Intensivkur über Nacht. Eine solche Kur ist eine wahre Wohltat und empfiehlt sich bei besonders spröder, trockener und reifer Haut.

Du kannst dir auch aus verschiedenen Ölen ein individuelles und ganz persönliches Gesichtsöl kreieren. Alternativ kannst du auch ein paar Tropfen deines favorisierten Pflanzenöls in eine wohltuende Creme oder eine Gesichtsmaske einrühren. Damit wertest du sie deutlich auf.

Alle Gesichtsöle sind optimale Pflegeprodukte sowohl für Damen als auch für die Herren, denn auch Männer wissen mittlerweile eine auf ihren Hauttyp abgestimmte Gesichtspflege sehr zu schätzen.

Viele natürliche Düfte

Reinen und natürlichen Pflanzenölen werden keine chemischen Zusätze, Konservierungs- oder Duftstoffe beigemengt. Dies hat zur Folge, dass jedes Öl einen mehr oder weniger wohlriechenden Duft mit sich bringt. Einige Gesichtsöle duften kaum und sind weitestgehend neutral, andere werden als sehr angenehm empfunden, aber es gibt auch pflegende Öle, die einen eher strengen, ungewohnten oder unangenehmen Geruch haben. Dies sollte dich nicht abschrecken, denn die Wirkung all dieser Öle ist wirklich bemerkenswert und es lohnt sich sie regelmässig anzuwenden. Da der Duft von Gesichtsölen auch relativ schnell verfliegt, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass du einen auffälligen Duft ausstrahlen könntest.

So lagerst du dein Gesichtsöl richtig

Pflanzenöle haben gerade in reiner Form sehr unterschiedliche Haltbarkeitszeiten. Diese können von wenigen Wochen bis zu einem Jahr sein. Dabei kommt es auf die jeweiligen Inhaltsstoffe, die Qualität des Öls und eben auch auf die Lagerung an. Allgemein halten nicht trocknende Öle länger als trocknende Öle.

Grundsätzlich solltest du dein Gesichtsöl gut verschlossen, kühl, trocken und dunkel lagern. Direkte Sonnen- und Lichtstrahlung solltest du unbedingt vermeiden. Die Haltbarkeit von sehr begrenzt haltbaren Ölen kannst du verlängern, indem du länger haltbare Öle wie z. B. das Weizenkeimöl oder das Schwarzkümmelöl als Basisöl nimmst und dein gewünschtes Gesichtsöl einfach dazu mischst. Es empfiehlt sich jedoch grundsätzlich angebrochene Öle regelmässig zu gebrauchen und möglichst zügig zu verbrauchen. Damit kannst du sicherstellen, dass das Öl nicht an Qualität verliert und keine wertvollen Inhaltsstoffe im Laufe der Zeit verloren gehen. Deine Haut wird es dir danken. Pflanzenöle sind auch in geringen Mengen erhältlich, somit empfiehlt es sich, eher wenig und dafür öfter neue Öle anzuschaffen als grössere Mengen zu lagern. Eventuelle Reste von abgelaufenen oder ranzig gewordenen Ölen können problemlos entsorgt werden, da Pflanzenöle biologisch abbaubar sind.

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Oberstes Bild: © Novikov Alex – shutterstock.com

Über Susi Swazyena

Susi Swazyena hat bereits neben ihrem Beruf als freie Fotografin im Jahr 1998 begonnen, nebenbei Artikel für Webseiten und Fachmagazine zu verfassen. Mit ihrem Umzug nach Stuttgart gab sie die Fotografie im Jahr 2011 auf und folgte ihrer Berufung zu schreiben. Seitdem arbeitet sie mit Leidenschaft und viel Engagement als hauptberufliche Texterin. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören Beauty, Lifestyle und Reisen. Sie ist selbst ausgebildete Nageldesignerin, Lash-Stylistin und testet regelmässig die neuesten Kosmetikprodukte als Botschafterin für verschiedene Unternehmen.


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