Nass- und Trockenrasierer im Vergleich

26.11.2014 |  Von  |  Gesichtspflege
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Nass- und Trockenrasierer im Vergleich
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Nicht nur persönliche Präferenzen sind dafür ausschlaggebend, ob sich ein Mann für einen Nass- oder Trockenrasierer entscheidet. Denn ganz sachlich betrachtet, können massgebliche Unterschiede zwischen beiden Geräten festgestellt werden. Diese sind im Folgenden herausgearbeitet, damit der Kauf des Rasierers im Ergebnis wirklich zufriedenstellend ausfällt.

Wie der Name schon sagt, wird mit einem Nassrasierer die Rasur nass vollzogen, während das Gesicht mit einem Trockenrasierer ohne Wasser oder sonstige Feuchtigkeit rasiert wird. Die Trockenrasierer arbeiten immer mit aufladbaren Akkus und rotierenden Klingen, wobei der Kopf mitsamt Klingensatz bei diesen Rasierern üblicherweise nicht ausgetauscht wird. Ein Nassrasierer hingegen arbeitet mit Klingen, die regelmässig ersetzt werden müssen, da sie mit jeder Rasur weiter an Schärfe verlieren.

Nassrasierer sind wesentlich kleiner, weil sie lediglich aus einem schmalen Scherkopf und einem schlanken Griff bestehen. Trockenrasierer hingehen wirken wuchtiger, im Gerät müssen ja auch die Akkus noch Platz finden. Zugleich gewähren sie dafür in den meisten Fällen einen gesteigerten Funktionsumfang, durch den der Rasierer auch für andere Bereiche des Körpers zweckentfremdet genutzt werden kann – sofern hierfür kein separates Gerät zur Verfügung steht.

Während Nassrasierer allein mechanisch funktionieren, indem sie mit der Hand über das Gesicht gezogen werden, erfolgt die Rasur bei Trockenrasierern durch die rotierenden Klingen. Sobald der entsprechende Knopf am Gerät betätigt wird, rotieren sie sofort. Viele Apparate bieten unterschiedliche Modi oder einen separaten Kopf, mit dem die Barthaare beispielsweise nur getrimmt anstatt vollständig entfernt werden können.

Die Rasur an sich

Bei der Rasur könnten sich die beiden Alternativen kaum stärker voneinander unterscheiden. Nassrasierer sind bekannt für ihre sehr gründliche und saubere Rasur. Die Klingen dieser Rasierer heben die Haare leicht an und liegen bei der Rasur direkt auf der Haut. Dadurch wird das Gesicht sehr glatt und gleichzeitig von den Haaren restlos befreit. Bevor mit einem Nassrasierer aber überhaupt begonnen werden kann, müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden.

Die Benutzung von Rasierseife oder Rasierschaum ist absolut elementar, denn sonst kann der Rasierer nicht über das Gesicht gleiten. In dem Falle würden unerwünschte Rötungen und Reizungen begünstigt. Wird Rasierseife eingesetzt, muss diese zuvor mithilfe eines Rasierpinsels aufgerührt werden, bevor sie dann im Gesicht aufgetragen wird. Dieses wird vorher angefeuchtet. Für ein besonders schonendes Ritual empfiehlt es sich, das Gesicht aufzuweichen, indem beispielsweise für fünf Minuten ein warmer Waschlappen aufgelegt wird. So werden die Barthaare selbst weich und der Rasierer kann sie leichter in der Nähe ihrer Wurzel erreichen. Nach einer Nassrasur ist unbedingt ein After Shave nötig, weil die Haut infolge der tiefen Klingen sehr gereizt und sogar einem leicht Peeling ausgesetzt ist.


Nassrasierer sind bekannt für ihre sehr gründliche und saubere Rasur. (Bild: © Dmytro Zinkevych - shutterstock.com)

Nassrasierer sind bekannt für ihre sehr gründliche und saubere Rasur. (Bild: © Dmytro Zinkevych – shutterstock.com)


 

All genannten Arbeitsschritte sind nicht notwendig, wenn ein Trockenrasierer verwendet wird. Dieser arbeitet über der Haut und wird einfach auf ihr angesetzt. Das vorherige Aufladen der Akkus nicht vergessen! Ein After Shave kann genutzt werden, ist im Regelfall aber nicht notwendig, denn die Klingen bewegen sich nicht so stark an der Haut selber. Das Gesicht muss für die Rasur völlig trocken sein. Schaum- oder Seifenprodukte zur Vorbereitung sollten nicht eingesetzt werden.

Die Pflege der Geräte und ihre Effektivität

Die Unterschiede in der Pflege sind nicht so gravierend. Der Trockenrasierer wird wahlweise mit einem kleinen Pinsel aus stabilen Haaren oder durch eine mitgelieferte Reinigungsstation gesäubert. Beide Arbeitsschritte dauern nur wenige Sekunden. Aber auch der Nassrasierer kann durch sein bequemes Handling punkten. Bei ihm wird die Reinigung quasi völlig obsolet. Es reicht aus, wenn er unter laufendem Wasser ausgespült wird und im Anschluss frei stehend trocknen kann.

Ein Punkt, der bei der Entscheidung ebenfalls immer berücksichtigt werden sollte, ist die Wirtschaftlichkeit. Ein Trockenrasierer, zumindest wenn es sich um ein Markengerät handelt, hat einen wesentlich höheren Anschaffungspreis. Hier muss nicht selten mit 100 bis 200 Franken gerechnet werden, während Nassrasierer schon wesentlich günstiger zu haben sind. Dafür müssen bei diesen die Klingen regelmässig getauscht werden. Denn einerseits soll eine einwandfreie Rasur und andererseits eine entsprechende Hygiene gewährleistet sein.

Bei einem Trockenrasierer muss der Scherkopf prinzipiell nicht ausgetauscht werden, es sei denn, er geht kaputt oder ist wirklich abgenutzt – das sollte aber gar nicht vorkommen. Langfristig betrachtet kann sich die Anschaffung eines Trockenrasierers daher durchaus lohnen, weil das Nachkaufen der Klingen für den Nassrasierer relativ preisintensiv ist. Handelt es sich um einen Marken-Nassrasierer, belasten diese Klingen, zum Beispiel auf ein Jahr gerechnet, durchaus den Geldbeutel.

Eine Entscheidung nach eigenem Geschmack

Zu beachten ist, dass das Verletzungsrisiko bei der Rasur mittels Nassrasierer wesentlich höher ist, da die Klingen direkt auf der Haut entlang fahren, um eine wirklich gründliche Rasur zu ermöglichen. Für Personen mit empfindlicher oder sehr unreiner Haut ist die Anwendung eines Trockenrasierers besser geeignet, weil dieser weniger mechanische Reizungen verursacht.



Im Endeffekt ist die Wahl des Rasierers von individuellen Vorlieben abhängig. Allerdings sollten Männer, die eine angenehme Rasur sehr schätzen, in jedem Fall auf etablierte und grosse Marken vertrauen.

 

Oberstes Bild: © LoloStock – shutterstock.com

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