Mundtrockenheit kann negative Folgen haben

26.04.2016 |  Von  |  Gesundheit
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Mundtrockenheit kann negative Folgen haben
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Wenn einem buchstäblich „die Spucke weg bleibt“, kann das unangenehme Folgen haben. Denn Mundtrockenheit durch zu geringe Speichelmengen ist eine Ursache dafür, dass sich vermehrt Zahnbelag bildet und Zahnkrankheiten wie Karies und Zahnfleischentzündungen schneller entstehen können.

Eine sinnvolle und bequeme Vorbeugemassnahme für unterwegs sind zuckerfreie Zahnpflegekaugummis und -bonbons.

Ein gesunder Mensch produziert normalerweise täglich zwischen 0,5 und 1 Liter Speichel. Dagegen ist Mundtrockenheit – medizinisch Xerostomie – ein ernst zu nehmendes Phänomen, das neben Schluckbeschwerden, Geschmacksstörungen, Mundgeruch oder Infektionen im Mundraum negative Auswirkungen auf die Zahngesundheit haben kann. Denn genügend Speichel ist das Lebenselixier für die Zähne!

Die Ursachen für Mundtrockenheit sind vielfältig; oft sind es Begleiterscheinungen von bestimmten Krankheiten, aber vor allem sind es Medikamente wie Blutdruck senkende Mittel, Schmerzmittel, Antibiotika oder Psychopharmaka, die als Nebenwirkung eine Verringerung des Speichelflusses bewirken.

Von Mundtrockenheit betroffen sind aber auch bestimmte Gruppen wie Raucher, bei denen eine reduzierte Speichelproduktion beobachtet wird, und viele ältere Menschen, die zudem meist einfach zu wenig trinken. Schätzungsweise leidet heute jeder Vierte in Deutschland an Mundtrockenheit.

Doch es ist wichtig, ausreichenden Speichelfluss in Gang zu halten, um Erkrankungen wie Karies und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Denn Speichel hat für die Zähne und Mundgesundheit bedeutende Schutzfunktionen: Er kann zum einen die Säuren, die die Zahnsubstanz zerstören, neutralisieren und zum anderen durch seinen Kalzium- und Phosphatgehalt den Zahnschmelz wieder festigen (Remineralisation).

Nach dem Essen oder Trinken produzieren Kariesbakterien zahnschädigende Säuren, wodurch der pH-Wert im Mund sinkt. Wenn die Säuren nur eine kurze Zeit auf den Zahn einwirken und rasch wieder ein neutraler pH-Wert im Mund erzeugt wird, nimmt der Zahn aus dem Speichel die entzogenen Mineralstoffe Kalzium und Phosphat wieder auf. Das heisst, je mehr Speichel, desto besser funktioniert auch der „Reparaturmechanismus“.

Doch wie kann man den Speichelfluss ankurbeln? An erster Stelle ist es wichtig, genügend zu trinken. Zudem fördert kräftiges Kauen den Speichelfluss. Eine „kauaktive“ Nahrung – also Kost, die gründliches Kauen erfordert – ist daher besser für die Zähne als weiche Nahrung.



Sinnvoll und empfehlenswert – für jedes Alter – ist aber auch das Kauen zuckerfreier Zahnpflegekaugummis oder das Lutschen zuckerfreier Zahnpflegebonbons. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dies die Speichelproduktion stimuliert und für den richtigen pH-Wert im Mund sorgt. Zudem ist stimulierter Speichel – mehr als Ruhespeichel – besonders mineralstoffreich, und seine Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren, ist besonders hoch.

Studien zeigen, dass das Kariesrisiko durch regelmässiges Kauen zuckerfreier Kaugummis stark reduziert werden kann. Der Konsum von zuckerfreien Zahnpflegekaugummis und -bonbons ersetzt aber keinesfalls die regelmässige, gründliche Zahnreinigung und Mundhygiene!

Aber für unterwegs, nach Mahlzeiten zwischendurch und für Menschen, die an Mundtrockenheit leiden, sind diese Produkte für die Stimulation des Speichelflusses und somit als sinnvolle Ergänzung einer effektiven Oralprophylaxe gut geeignet.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © maradon 333 – Shutterstock.com

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