Lust an Bewegung – wie Sie Ihren Körper in Schwung bringen

07.04.2015 |  Von  |  Fitness
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Lust an Bewegung – wie Sie Ihren Körper in Schwung bringen
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Ernähren Sie sich gut, schlafen Sie ausreichend, bewegen Sie sich mehr – wir alle kennen diese Ratschläge. Eine Umfrage in einer Frauenzeitschrift hat ergeben, dass die Hälfte aller Frauen gerne mehr Zeit für ihren Lieblingssport hätte.

Bewegung ist nicht nur entspannend, sie hält den Kreislauf fit, senkt Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und verbrennt Kalorien. Viele Schmerzpatienten berichten von der wohltuenden Wirkung von Wandern, Joggen, Velofahren und Schwimmen. Sport bringt einen trägen Darm auf Trab, baut Stress ab, gibt Selbstvertrauen und gilt als Wundermittel gegen Depressionen.

Schon unsere Grosseltern wussten: Wer täglich 10‘000 Schritte geht, fordert Muskulatur und Stoffwechsel optimal. Leider kommen die meisten von uns maximal auf die Hälfte. Dabei lässt sich jede Menge Bewegung ganz selbstverständlich in den Alltag integrieren.

Lassen Sie Ihr Auto öfters mal in der Garage stehen

Ob aus Bequemlichkeit oder weil es einfach Routine ist: Viele Besorgungen werden mit dem Auto erledigt, wo es gar nicht nötig wäre. Wenn Sie nicht gerade kistenweise Getränke benötigen, können Sie gut zu Fuss oder mit dem Velo einkaufen gehen. Einen Rucksack hat fast jeder daheim, der ist ideal, wenn es darum geht, die alltäglichen Einkäufe nach Hause zu bringen. Bevor Sie sich ärgern, weil der Lift wieder ewig lang nicht kommt, steigen Sie doch die Stufen zu Ihrer Wohnung oder dem Büro. Morgens zum Arbeitsplatz oder dem nächsten Bahnhof zu laufen, ist entspannender, als sich mit unzähligen anderen Pendlern im Bus zu drängeln. Und wach werden Sie dabei auch noch! Spaziergänge machen zu jeder Jahreszeit Spass, auch dann, wenn Sie keinen Hund haben.

Sicher fallen Ihnen mit der Zeit noch viel mehr Möglichkeiten ein, wie sie jeden Tag etwas mehr für Ihre Gesundheit tun können. Ärzte empfehlen täglich mindestens 30 Minuten Bewegung: 3 mal 10 ergibt auch 30. Sie schaffen das!

Am Wochenende, wenn Sie mehr Zeit haben, können längere Radtouren, Wanderungen oder ein Ausflug in ein Schwimmbad eingeplant werden. Vielleicht haben Sie Kinder oder Enkelkinder. Die freuen sich, wenn Opa mit ihnen Fussball spielt oder Sie gemeinsam mit Mama eine Velotour geniessen können. Und übrigens: Auch im Haushalt sind Sie in Bewegung. Klagen Sie also nicht, wenn Sie mehrmals zur Waschmaschine in den Keller steigen müssen oder die Böden und Fenster geputzt werden wollen. Motivieren Sie sich, indem Sie sich sagen, dass Sie dabei Kalorien verbrennen und etwas für Ihre Gesundheit tun!

Regelmässiges Training hilft dem ganzen Körper

Es ist nie zu spät, mit regelmässigem Training zu beginnen. Auch wenn Sie die ersten Male von einem kräftigen Muskelkater geplagt werden, stellen Sie mit Sicherheit schon bald eine Steigerung des Wohlbefindens fest. Ihre Umgebung wird Sie bestimmt auf Ihre neue, positive Ausstrahlung ansprechen. Übrigens: Wenn Ihnen Ihr Arzt empfiehlt, sich mehr zu bewegen, meint er natürlich nicht, dass Sie bis zum Umfallen joggen oder sich komplett beim Krafttraining verausgaben sollen.


Schützen Sie durch regelmässigen Sport Herz und Gefässe. (Bild: © wavebreakmedia - shutterstock.com)

Schützen Sie durch regelmässigen Sport Herz und Gefässe. (Bild: © wavebreakmedia – shutterstock.com)


Auch im fortgeschrittenen Alter kann man mit sportlichen Aktivitäten beginnen. Wichtig ist, dass Sie eine Sportart finden, die Ihnen so viel Freude macht, dass Sie Ihr Training gerne in den Tagesablauf integrieren. Falls Sie schon lange nicht mehr sportlich aktiv waren, und vor allem dann, wenn Sie gerade eine Erkrankung überstanden oder körperliche Einschränkungen haben, besprechen Sie bitte Ihr Vorhaben zuerst mit Ihrem Hausarzt! Er weiss, was Sie sich zumuten können und in welchem Rahmen Ihnen Ihr Training hilft, fit und beweglicher zu werden.

Ausdauersportarten wie Wandern, Schwimmen oder Velofahren finden bei Menschen, die schon etwas älter sind, mehr Anklang als Krafttraining. Wichtig ist jedoch beides. Viele schrecken vor Kraftsport zurück, da nicht jeder Lust auf Fitnessstudios hat und diese auch nicht gerade günstig sind. Zumal ist es wenig motivierend, inmitten von jungen, gut trainierten Leuten in figurbetontem Outfit seine Übungen zu absolvieren. Kennen Sie die Alternativen? Falls Sie beispielsweise aufgrund von Rückenproblemen oder nach einem Unfall mit dem Training beginnen müssen, gibt es Möglichkeiten, mit einer ärztlichen Verordnung unter professioneller Aufsicht an Geräten zu trainieren.

Das medizinische Krafttraining baut nicht einfach nur Muskeln auf, es steigert die Kraft und Knochendichte, wodurch Osteoporose vorgebeugt wird und der Körper Fette schneller verbrennen kann. Da zudem der Blutzucker gesenkt wird, sinkt gleichzeitig das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine schon bestehende Zuckerkrankheit kann gemildert werden. Das ist noch nicht alles; dadurch, dass Bewegung schlechte Cholesterinwerte senkt, schützen Sie durch regelmässigen Sport Herz und Gefässe. Sportliche Aktivitäten bringen zudem die Verdauung auf Trab und ein gut funktionierender Darm erkrankt seltener an Krebs.

Positive Nebeneffekte eines mehrmals wöchentlich durchgeführten Trainings sind zudem eine bessere Haltung und jugendliche Ausstrahlung. Schmerzen werden geringer und Sie erhalten automatisch mehr Lebensfreude.

Wie finden Sie die geeignete Sportgruppe oder ein zu Ihnen passendes Fitnesscenter?

Vielleicht kann Ihnen in Ihrem Bekanntenkreis jemand einen Tipp geben oder findet sich dort sogar ein Trainingspartner. Wenn nicht, ist das nicht weiter schlimm: Das Angebot an Sportvereinen, Kursen und Sportanlagen ist in der Schweiz riesig. In Zürich können Sie beim Sportamt gratis eine Broschüre bestellen, die für mehr als 80 Sportarten Adressen und Ansprechpartner auflistet. Diese liegt zudem in vielen Drogerien, Apotheken und Arztpraxen aus. Sie können die Broschüre auch nach Hause bestellen.
Ich gehe davon aus, dass es ein solches Angebot auch in anderen Kantonen gibt. Fragen Sie doch einfach einmal nach!



In Gesundheitszentren gibt es, sofern Sie entsprechende gesundheitliche Probleme haben, die Möglichkeit, mit einer Physiotherapie-Verordnung unter professioneller Aufsicht an Geräten zu trainieren. Die Kosten für die ersten Trainingseinheiten werden normalerweise von der Krankenkasse übernommen. Hier schaut niemand, wenn Sie in einer alten Trainingshose und einem bequemen Schlabbershirt Ihre Übungen absolvieren. Die Trainierenden sind meist im mittleren Alter oder älter und es herrscht eine angenehme, kameradschaftliche Atmosphäre. Auch die Schweizer Rheumaliga bietet ein umfangreiches Programm an Bewegungskursen an, welche Sie natürlich auch besuchen können, wenn Sie nicht an Rheuma leiden.

Auch Gemeinschaftszentren und Dorfvereine haben interessante Sportangebote, welche Sie besuchen können, und nebenbei lernen Sie Gleichgesinnte aus Ihrer näheren Umgebung kennen.

 

Oberstes Bild: © lzf – shutterstock.com

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