Lächeln wie die Hollywoodstars – Bleaching und Veneers lassen die Zähne erstrahlen

26.03.2015 |  Von  |  Allgemein
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Lächeln wie die Hollywoodstars – Bleaching und Veneers lassen die Zähne erstrahlen
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Wenn Hollywoodstars in die Kamera lächeln, bleibt so manchem Normalbürger die Spucke weg. Wie schaffen die das bloss, so weisse und ebenmässige Zähne zu haben? Tatsächlich steckt hinter dem berühmten Hollywood Smile meist mehr als nur die richtige Zahnpasta: Viele Promis helfen mit professionellem Bleichen oder Keramikverblendungen nach – und auch in der breiten Bevölkerung wird das perfekte Lächeln mehr und mehr zum Statussymbol.

Profistrahler von Marilyn Monroe bis Miley Cyrus beweisen, dass ein reinweisses Gebiss nicht notwendigerweise einen urgesunden Lebenswandel voraussetzt. Beide Damen haben für ihr Glamourlächeln ein wenig geschummelt – mit sogenannten Veneers (korrekte Aussprache: Weniers), die tatsächlich in Hollywood erfunden wurden. Das englische Wort bedeutet „Furnier“ und steht für hauchdünne Schalen aus Spezialkeramik. Diese werden auf die sichtbaren Vorderseiten der Zähne geklebt und verdecken damit kleine bis mittlere Unregelmässigkeiten.



Marilyn Monroe gehörte zu den ersten Kundinnen, die sich von Zahnarzt Dr. Charles Pincus in Los Angeles damit die Zähne verblenden liess – damals hiess sie noch Norma Jean Baker, aber der Weltruhm hatte bereits an ihre Tür geklopft. Auch das männliche Sexsymbol James Dean trug Verblendschalen auf den Vorderzähnen. Die ersten Veneers wurden aufgesteckt und konnten jederzeit wieder abgenommen werden. Heute werden die ästhetischen Zahnverblendungen dauerhaft aufgesetzt und können Jahrzehnte lang halten.

Auch Schönheit im Mund liegt im Auge des Betrachters

Weisse, schöne und regelmässige Zähne gelten vielen Menschen als Inbegriff der Attraktivität. Dieses äusserliche Merkmal wird mit Charaktereigenschaften assoziiert, die die meisten auch bei der Partnerwahl positiv bewerten – etwa Vitalität, Kraft, Durchsetzungsvermögen, Ehrgeiz, Grosszügigkeit und Kreativität. Darum werden strahlende Zähne auch zunehmend als Statussymbol betrachtet. Wer schöne Zähne zeigt, dem wird automatisch mehr „Biss“ zugetraut. Menschen mit unschönen, schlechten oder kranken Zähnen haben Umfragen und Erfahrungsberichten zufolge dagegen deutlich schlechtere Chancen auf dem Beziehungsmarkt – ganz unabhängig von ihren inneren Werten.

Die natürliche Farbe eines Zahnes hat aber keinen Einfluss auf dessen Gesundheit und Funktionsfähigkeit. Auch kleinere Mängel, etwa ein vergrösserter Zahnzwischenraum oder ein leicht schiefer bzw. geneigter Zahn, beeinträchtigen weder die Kau- noch die Sprachfunktion. Doch solche Schönheitsfehler lassen sich auf zwei grundsätzlich verschiedene Arten betrachten: Den einen können sie als Zeichen der Individualität und Unverwechselbarkeit regelrecht ans Herz wachsen, während andere nach Wegen suchen, diese Hürden auf dem Weg zur Perfektion möglichst bald und dauerhaft aus dem Weg zu räumen.

Wie wird ein Zahn auf die Verblendung mit Veneers vorbereitet?

Um die Zahnsubstanz weitestgehend zu erhalten, wird der Zahn nicht wie für eine Krone beschliffen, sondern nur die Oberfläche ein wenig aufgeraut. Die noch dünneren Schwestern der Veneers, die sogenannten Lumineers, können häufig ganz ohne solche Vorbereitungen auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Das keramische Material ist so hart und bruchfest, dass es auch zum Kaschieren von zu kurzen oder zu schmalen Zähnen geeignet ist. Meist kommen Veneers und Lumineers auf den Schneide- und Eckzähnen zum Einsatz.



Und wer bezahlt den Luxus?

Veneers gibt es nicht von der Stange. Sie müssen perfekt auf dem Zahn sitzen und werden daher im Dentallabor hergestellt – genau nach den individuellen Massen des späteren Trägers und den Vorgaben des Zahnarztes. Darum gelten sie als Zahnersatz, obwohl sie keine Zahnsubstanz ersetzen und fast immer ausschliesslich der Schönheit dienen.

Veneers sind nicht billig – die Komplettversorgung aller sichtbaren Zahnflächen kann in die Zehntausende gehen. Bezahlen muss das der Kunde aus seiner eigenen Tasche, denn von Krankenkassen oder Krankenversicherungen ist kein Zuschuss für kosmetische Zahnbehandlungen vorgesehen und daher auch kein Geld zu erwarten. Wer also nicht lange sparen und trotzdem weissere Zähne haben will, muss sich nach günstigeren Methoden umsehen, damit der Traum vom Hollywoodlächeln Wahrheit werden kann.



Bleaching – Zahnaufhellung durch Bleichen mit der Kraft der Chemie

Durch Bleaching lassen sich die Zähne um eine bis zwei Stufen der Zahnfarbskala aufhellen. Als Bleichmittel wird Peroxid verwendet. Die Wirkstoffkonzentration in Produkten für den Hausgebrauch ist dabei geringer als die in Bleachingmitteln, die der Zahnarzt in seiner Praxis verwendet. Beim sogenannten Home Bleaching fertigen der Zahnarzt oder das Labor eine passgenaue Zahnschiene an, die dann zu Hause mit dem peroxidhaltigen Bleachinggel gefüllt und für einige Stunden auf den Zähnen getragen wird.





Durch  Bleaching  lassen  sich  die  Zähne  um  eine  bis  zwei  Stufen  der  Zahnfarbskala  aufhellen.  (Bild: Olga Miltsova / Shutterstock.com)

Durch Bleaching lassen sich die Zähne um eine bis zwei Stufen der Zahnfarbskala aufhellen. (Bild: Olga Miltsova / Shutterstock.com)

Beim In-Office- oder auch Power-Bleaching trägt der Zahnarzt ein Präparat mit deutlich höherer Wirkstoffkonzentration direkt auf die Zähne auf. Das Zahnfleisch wird vorher mit einem speziellen Überzug abgedeckt, um es vor dem chemischen Wirkstoff zu schützen. Eine gleichzeitige Bestrahlung mit Bleachinglampen, die Licht in einem besonderen Spektrum abgeben, kann die Behandlung unterstützen und ihre Wirkung verstärken. Das Power-Bleaching dauert zwischen einer Viertel- und einer Dreiviertelstunde und kann wiederholt werden, um das Ergebnis zu optimieren.

Jede Methode zur Zahnaufhellung, ob Lumineers, Veneers oder chemisches Bleichen, sollte vorher mit dem Zahnarzt besprochen werden. Denn je nach individuellen Voraussetzungen (Zahn- und Gebisssstatus) ist nicht jede Methode geeignet oder Erfolg versprechend. Wenn einer der Zähne, die aufgehellt werden sollen, bereits mit Füllungen oder Zahnersatz versorgt ist, weiss der Zahnarzt, ob und wie das Ersatzmaterial auf das Bleichmittel reagiert. Keramikschalen brauchen eine tragfähige Basis, der Zahn darunter muss also stabil und gesund sein.

Gute Zahnpflege ist zwar gesund, macht aber die Zähne nicht weisser

Die meisten Menschen haben von Natur aus mindestens drei Zahnfarben im Mund. Am hellsten sind üblicherweise die oberen Schneidezähne. Die Eckzähne sind in aller Regel bereits eine Spur dunkler bzw. gelblicher, und die Backenzähne sind noch ein wenig dunkler. Es ist auch nicht selten, dass ein einzelner Zahn an seinen verschiedenen Flächen unterschiedliche Farben hat oder eine Fläche ein erkennbares Farbmuster (etwa Längsstreifen) aufweist.

Natürlich helfen bewusste Ernährung, regelmässige Zahnpflege und gewissenhafte Mundhygiene, die Zähne gesund und stark zu erhalten. Und kleinere Verfärbungen, zum Beispiel auf den Zähnen von Rauchern oder Menschen, die gern schwarzen Tee, Kaffee oder Rotwein trinken, kann der Zahnarzt bei einer professionellen Zahnreinigung leicht entfernen. Doch davon werden die Zähne nicht weisser, als sie ursprünglich waren. Wer also nicht zu stärkeren Mitteln greifen will, muss sich mit seiner natürlichen Zahnfarbe versöhnen.

Fazit: Viele Menschen finden strahlend weisse Zähne und ein makelloses Gebiss besonders attraktiv. Daher kann die Investition in eine ästhetische Zahnbehandlung durchaus lohnenswert sein, auch wenn keine medizinische Notwendigkeit dafür vorliegt. Mit Veneers, Lumineers oder professionellem Bleaching lassen sich die Zähne aufhellen – aber welche Methode die beste ist, hängt von den individuellen Ansprüchen, dem aktuellen Zahnstatus und nicht zuletzt auch vom Geldbeutel ab.



 

Oberstes Bild: Ein Lächeln wie bei Hollywoodstars – Veneers machen’s möglich. (© SvetlanaFedoseyeva / Shutterstock.com)

Über Christine Praetorius

Christine Praetorius, Jahrgang 1971, spricht und schreibt über Neues, Altes, Schönes und Kurioses. Ich liebe Sprache und Musik als die grössten von Menschen für Menschen gemachten Freuden – und bleibe gerne länger wach, um ihnen noch etwas hinzuzufügen. Seit 2012 arbeite ich mit meinem Mann Christian als freie Texterin, Autorin und Lektorin.


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