Kurkuma – wirksame Hilfe im Kampf gegen Krankheiten und Beschwerden

02.09.2015 |  Von  |  Ernährung, Gesundheit
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Kurkuma – wirksame Hilfe im Kampf gegen Krankheiten und Beschwerden
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Kurkuma, in Indien als „Gewürz des Lebens“ bekannt, macht seit Jahren durch medizinische Forschungen Furore. Das gelbe Gewürz soll Tumore bekämpfen, Magen-Darm-Beschwerden lindern und auch die Alzheimer-Erkrankung aufhalten. So sagen es zahlreiche Studien und Forschungsergebnisse der letzten zwölf Jahre.

Leider haben sich diese Erkenntnisse noch nicht überall in der Schulmedizin durchgesetzt und man ist noch nicht so weit, in jedem Krankenhaus, Krebspatienten zusätzlich zu ihrer Therapie die Einnahme von Kurkuma zu empfehlen.

Der vorliegende Artikel befasst sich mit positiven Auswirkungen eines Naturstoffes. Die hier gegebenen Gesundheitstipps ersetzen jedoch auf keinen Fall die Konsultation eines Arztes!

Dem fernöstlichen Gewürz werden schon seit Jahrhunderten die verschiedensten Heilwirkungen zugesprochen, weswegen man es gerne auch als „Zauberknolle“ bezeichnet. Doch mit Zauberei hat dies alles herzlich wenig zu tun, denn die Wirkungen des Gewürzes sind nachweisbar.

Mehr als 10’000 chemische Substanzen kann die Gelbwurzel aufweisen und über 600 potente Heilstoffe. Der wirksame Inhaltsstoff des gelben Gewürzes ist das Curcumin. Dieses sorgt auch für die intensiv gelbe Farbe, die man sogar zum Färben verwenden kann.

Auch im herkömmlichen Senf, in Wurst und anderen Lebensmittel ist Curcumin vertreten und sorgt für die appetitliche Farbe und den würzigen Geschmack.

Im Labor löst das gelbe Gewürz regelmässig grosses Erstaunen aus. Sogar gegen die heimtückische Alzheimerkrankheit scheint mit Kurkuma zwar kein Kraut, aber ein Gewürz gewachsen zu sein. Es kann, so lauten die Forschungsergebnisse, die Ablagerung von Eiweissstoffen, die für die Entstehung von Alzheimer unter anderem verantwortlich sein sollen, in den Blutgefässen des Gehirns unterbinden. Dies vermag bisher kein anderer Stoff, weil dazu die sogenannte Blut-Hirn-Schranke durchbrochen werden muss. Das bedeutet, viele Mittel, die das Blut verdünnen und vor Ablagerungen schützen, erreichen eher den restlichen Körper als das Gehirn.
Glaubt man den aktuellen Studien zu Krebserkrankungen, so kann der regelmässige Verzehr des Gewürzes vor Krebs schützen. Das Curcumin hat krebshemmende Eigenschaften.


Kurkuma fördert nicht nur die Verdauung, sondern hilft auch bei vielen Krankheiten und Beschwerden. (Bild: © HLPhoto - shutterstock.com)

Kurkuma fördert nicht nur die Verdauung, sondern hilft auch bei vielen Krankheiten und Beschwerden. (Bild: © HLPhoto – shutterstock.com)


Verdauungsfördernd – Kurkuma sorgt bei zahlreichen Beschwerden für Erleichterung

Kurkuma wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern auch verdauungsfördernd. Das gelbe Gewürz regt zur Bildung von Gallensäure an, es bindet Nahrungsfette und hilft das Fett zu verdauen. Daher setzen viele Menschen auf eine Kurkuma-Kur, um einige Kilos los zu werden.

Für alle Menschen, die ständig über Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Verstopfung und Blähungen leiden, gibt es ebenfalls die positive Nachricht, dass Kurkuma diese Beschwerden effektiv bekämpft.

Statt bei den täglichen Mahlzeiten auf das gelbe Pulver zurückzugreifen, kann man auch die im Handel erhältlichen Kapseln einnehmen. Dies ist eine Alternative für alle, die das Würzen mit Kurkuma nicht vertragen oder nicht mögen. Den meisten Menschen aber schmeckt dieses Gewürz, denn es ist nicht so intensiv wie Curry, sondern verleiht den Mahlzeiten lediglich ein wenig Würze und Schärfe und darüber hinaus die appetitlich gelbe Farbe.

Zur Aufnahme des Kurkumas in den Mahlzeiten:

  • Kurkuma ist nicht gut wasserlöslich. Man sollte daher zur besseren Verwertung etwas Öl beifügen und Pfeffer. Pfeffer steigert die positive Wirkung des Curcumins um das 2000-fache.

Warnung: Wer Gallensteine hat oder Probleme mit dem Magen, sollte vor der Einnahme von Kurkuma-Kapseln – die wesentlich höher dosiert sind, als man es durch das tägliche Würzen erreicht – einen Arzt konsultieren.

Und: Wer Kurkuma in Kapsel- oder Drageeform und damit in höherer Konzentration einnimmt, sollte auch an mögliche Nebenwirkungen denken und sich beraten lassen. So wäre es für Menschen, die zur Bildung von Gallensteinen neigen, besser, nur mit dem Kurkuma zu würzen und auf eine Kapseleinnahme zu verzichten. Ohnehin ist dies der beste Weg, wenn man nicht schon schwer erkrankt ist.


curcuma kapsKurkuma gibt es auch in Kapselform. (Bild: © NIPAPORN PANYACHAROEN - shutterstock.com)

Kurkuma gibt es auch in Kapselform. (Bild: © NIPAPORN PANYACHAROEN – shutterstock.com)


Woher kommt die hohe Wirksamkeit von Kurkuma?

Die Gelbwurzel hat es beim Wachsen schwer. Sie produziert zum eigenen Schutz vor Fressfeinden und mikrobiellen Krankheitserregern Abwehrstoffe und besondere Wirksubstanzen. Die Wurzel wächst nämlich unter recht schlechten Bedingungen wie sumpfiger Boden und brütende Sonne. Ihre Curcuminoide gelten als besonders potente Giftstoffe.

Aus diesem Grund sollte Kurkuma auch nicht überdosiert werden, denn dann kann es starke Nebenwirkungen haben. Insgesamt ist der Weg über die Nahrung am sichersten. Zu den Nebenwirkungen bei der Kapseleinnahme gehören Blutdruckschwankungen, Durchfall und Eisenmangel. Von synthetisch hergestelltem Curcumin sollte man ganz Abstand nehmen, da dies anscheinend wirkungslos ist. Hier werden die Curcumin-Moleküle lediglich geklont, stammen aber nicht aus der Natur, wo diese in grosser Vielfalt auftreten.


Kurkuma - ein "Wundermittel", das nicht nur bei Alzheimer helfen soll. (Bild: © Barabasa - shutterstock.com)

Kurkuma – ein „Wundermittel“, das nicht nur bei Alzheimer helfen soll. (Bild: © Barabasa – shutterstock.com)


Kurkuma – die neue Wunderwaffe?

Glaubt man all den neueren Studien und Forschungsergebnissen, handelt es sich bei dem wohlschmeckenden Gewürzpulver tatsächlich um eine kleine Wunderwaffe aus der Natur, die zahlreiche Krankheiten und Beschwerden bekämpfen kann.

  • Aufgrund seine entzündungshemmenden Eigenschaften wird Curcumin von der Weltgesundheitsorganisation WHO gegen Rheuma und Arthritis empfohlen.
  • Bei Osteoporose hemmt sein Wirkstoff den Abbau der Knochensubstanz.
  • In der Immunabwehr spielt Curcumin ebenfalls eine grosse Rolle. Es hilft dem Körper weisse Blutkörperchen und B-Zellen, die Antikörper bilden und Fresszellen, die Bakterien oder Viren bekämpfen, zu bilden.
  • Bei Autoimmunkrankheiten wie Multiple-Sklerose und Alzheimer hilft das Curcumin aufgrund seiner Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, die weisse Hirnsubstanz zu erhalten.
  • Kurkuma verbessert die Sauerstoffaufnahme, was bei jeder Erkrankung förderlich ist.


Kurkuma bei Krebs

Bei Krebs kann das Curcumin erstaunliche Dinge bewirken. Krebst entsteht unter anderem aufgrund von chronischen Entzündungen, Umweltgiften, Strahlungen, kurz: durch oxidative Schädigungen der Mitochondrien, die den Zellen ihre Energie geben. Die Zellen holen sich die Energie daraufhin aus der Vergärung von Zucker. Sind die Mitochondrien gestört, können sich Krebszellen entwickeln. Curcumin kann nun helfen die Mitochondrien wieder neu anzuregen, ihre Zellatmung zu aktivieren und sie zu vermehren. Kranke Zellen können wieder heilen. Die entzündungshemmenden Curcuminoide wirken antioxidativ und stimulierend auf die Zellen und entgiften sie.

Kurkuma hilft somit, die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen zu verhindern. Dazu soll es Gene aktivieren, die zur Selbstzerstörung einer Krebszelle führen. Dank seiner angiogenetischen Effekte verhindert es, dass sich im Tumorgewebe Blutgefässe entwickeln können, die für das Wachstum nötig sind.
Kurkuma unterstützt eine Chemotherapie, da es die Zellmembran der Krebszellen durchlässiger macht.

So wird Kurkuma bereits bei verschiedenen Arten von Krebst wie Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs oder Prostatakrebs eingesetzt. Probleme gibt es lediglich bei der Verträglichkeit, denn die Dosierung ist bei einer Krebserkrankung relativ hoch. Manche Patienten bekommen Verdauungsprobleme und andere Beschwerden. Insgesamt ist die Gabe von Kurkuma während einer Krebs-Therapie aber gesundheitsförderlich.

Kurkuma verringert Tumorzellen, da es normale Zellen daran hindert, sich zu Tumorzellen zu entwickeln. Bereits entstandene Krebszellen können zerstört werden und dies ohne schädigend auf die gesunden Zellen einzuwirken, wie es die Chemotherapie leider tut.

Trotz allem gilt Kurkuma nicht als Naturarznei, die bei einer Krebserkrankung die herkömmlichen Therapien ersetzt. Doch werden die Lebensqualität und der Gesundheitszustand der Patienten durch die Gabe von Kurkuma erheblich gebessert. Bisher gibt es nur Studien darüber, dass Kurkuma therapiebegleitend angewandt wurde. Aktuell wird auf den Krebskongressen laufend über Kurkuma gesprochen, auch wird der Einsatz von Kurkuma als Therapie-Unterstützung von der Gesellschaft für Onkologie empfohlen.

Auffälligerweise gibt es in Indien, wo Kurkuma täglich verzehrt wird, zehnmal weniger Krebsfälle als in den USA.

Quellenangaben und weiterführende Literatur:

  • Sammlung von Studien der US National Library of Medicine
  • Basnet P., Skalko-Basnet N.: “Curcumin: an anti-inflammatory molecule from a curry spice on the path to cancer treatment. Molecules.” 2011, 16(6): S. 4567-98.
  • Epelbaum R., Schaffer M., Vizel B., Badmaev V., Bar-Sela G.:”Curcumin and gemcitabine in patients with advanced pancreatic cancer. Nutr Cance.” 2010, 62(8): S.1137-41.
  • Kanai M., Yoshimura K., Asada M., et al: “A phase I/II study of gemcitabine-based chemotherapy plus curcumin for patients with gemcitabine-resistant pancreatic cancer. Cancer Chemother Pharmacol.” 2011, 68(1): S.157-64.
  • Masuelli L., Benvenuto M., Fantini M. et al.:”Curcumin induces apoptosis in breast cancer cell lines and delays the growth of mammary tumors in neu transgenic mice. J Biol Regul Homeost Agents.” 2013, 27(1): S. 105-119.
  • Gegen Krebs ist doch ein Kraut gewachsen

 

Artikelbild: © vainillaychile – shutterstock.com

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3 Kommentare


  1. Ich freue mich über einen weiteren Artikel hier über Kurkuma! Besonders nachdem mein Artikel so viel Gegenwind bekommen hat. Und es gibt laufend Neues zu dem Thema und neue Rezepte. Gerade wurde mir von einer Freundin dieses Rezept geschickt, das ich bald ausprobieren werde. Ganz sicher sind jetzt im Herbst auch Gemüsesuppen mit viel Kurkuma eine feine, wärmende und gesunde Sache..
    http://www.veggi.es/goldene-milch/

  2. Dass J-Florence sich Mühe gab, streitet keiner ab. Dass Kurkuma verschiedene Gesundheitswirkungen nachgesagt werden, auch nicht. Nur, nochmal zum Verständnis: Hier ist eindeutig ausgedrückt, dass Kurkuma wirken „kann“ und auch der Hinweis auf den Arzt fehlt nicht. So ist es gesetzlich korrekt. Diese Gesetze wurden nicht von mir gemacht, aber als Medizin-Texterin muss sich nun mal jeder daran halten. Der Hinweis auf die Gesetze war auch alles andere als böse gemeint, wurde allerdings mal wieder persönlich genommen. Dabei hatte ich gar nicht geschaut, wer der Autor ist. Außerdem kann jeder mit sachlicher Kritik nur besser werden, jedenfalls habe ich da nichts dagegen – solange der Kritiker etwas von der Materie versteht. Ich selbst hatte auch schon mit unsachlicher Kritik von Laien zu kämpfen, doch wer von Medizin/Gesundheitsthemen und den geltenden Gesetzen keine Ahnung hat, sollte sich kein Urteil erlauben und auch besser in dem Bereich nichts schreiben. Auch wenn gegen den Inhalt sonst nichts einzuwenden ist – halt nur in Bezug auf rechtssichere Formulierungen. Immerhin kann das auch zu Ärger beim Webseitenbetreiber führen. Weiterhin viel Erfolg mit der Seite und den teils wirklich informativen Beiträgen.

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