Kopf- und Rückenschmerzen: Was tun?

13.01.2016 |  Von  |  Allgemein
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Von Kopf- und Rückenschmerzen sind viele Menschen betroffen.

Dabei sind ihre Ursachen so vielfältig wie ihre Erscheinungsformen: Allein bei Kopfschmerzen unterscheidet die heutige Medizin inzwischen über 250 Arten.

Wir erklären, was man gegen Kopf- und Rückenschmerzen tun kann.

Wenn der Kopf schmerzt …

… kann das viele Ursachen haben: Zunächst unterscheidet man aber zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Während letztere als Symptom einer Erkrankung auftreten, handelt es sich beim primären Kopfschmerz um die eigentliche Beschwerde, deren Ursachen immer noch nicht genau bekannt sind.

Hierzu zählen u. a. der am häufigsten verbreitete Spannungskopfschmerz, die in Attacken auftretenden Cluster-Kopfschmerzen und Migräne. Sekundäre Kopf-schmerzen können hingegen durch Bluthochdruck, Flüssigkeitsmangel oder andere Faktoren verursacht werden. Die Schmerzen entstehen durch eine Reizung der Schmerzfasern im Kopf- und Gesichtsbereich, denn die Gehirnsubstanz an sich ist schmerzunempfindlich.

Medikamente gegen den Schmerz

Die Therapie richtet sich nach der Form des Schmerzes. Da aber nur die wenigsten Patienten das Leiden von einem Arzt untersuchen lassen, führt der erste Griff in die Hausapotheke. Während man früher zu Schmerzmitteln mit den Wirkstoffen Azetylsalizylsäure (ASS) oder Parazetamol griff, ist heutzutage Ibuprofen das Mittel der Wahl.

Die schmerzstillende Wirkung tritt schnell ein, hält in den meisten Fällen lange an und ist vergleichsweise nebenwirkungsarm. Personen, die regelmässig Schmerzmittel konsumieren, laufen jedoch Gefahr, infolge der andauernden Einnahme chronische Kopfschmerzen zu entwickeln, weil sich der Körper an die chemischen Substanzen gewöhnt.


Medikamente gegen den Schmerz (Bild: © antoniodiaz - shutterstock.com)

Medikamente gegen den Schmerz (Bild: © antoniodiaz – shutterstock.com)


Sind die Ursachen für Kopfschmerzen psychischer Natur und werden durch Stress oder andere emotional belastende Faktoren verursacht, kann es helfen, diese Auslöser weitestgehend zu vermeiden. Neben einer medikamentösen Therapie hat es sich für viele Patienten als sinnvoll erwiesen, im Rahmen von entspannenden Massnahmen sein seelisches Gleichgewicht wiederherzustellen.

Neue Therapieform mit Strom

Bei der okzipitalen Nervenstimulation werden mittels Nervenstimulation Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen behandelt, wenn eine pharmazeutische Behandlung keinen Effekt erzielt. In Deutschland wird das Verfahren, bei dem kleine Elektroden unter die Haut implantiert werden, bereits angewendet.

Die elektrischen Impulse werden von einem kleinen Generator erzeugt, der seinem Aufbau nach einem künstlichen Herzschrittmacher ähnelt. Die genauen Wirkmechanismen sind bislang noch unklar, man nimmt jedoch an, dass die elektrischen Reize die Weiterleitung der Schmerzsignale blockieren. Bis ein Therapieerfolg eintritt, können jedoch bis zu fünf Jahre vergehen.

Rückenschmerzen

Ähnlich wie beim Kopfschmerz zählen auch Rückenbeschwerden zu den Volksleiden: Dabei setzt der Kreuzschmerz oftmals plötzlich ein.

Bei der Dorsalgie, wie es in der Fachsprache heisst, handelt es sich häufig um Schmerzen im Bereich des Kreuzbeins, die bei 90 % der Betroffenen nach etwa sechs Wochen wieder nachlassen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Langes Sitzen, einseitige Belastungen, mangelnde Bewegung und Übergewicht zählen zu den häufigsten Auslösern für Verspannungen, Bandscheibenvorfälle, Hexenschüsse und Ischialgien.



In Bewegung bleiben

Während man zwar mit Medikamenten, Krankengymnastik, Massagen einen Behandlungserfolg erzielen kann, lindern auch Bewegung, Kräftigungs- und Entspannungsübungen das Leiden. Ärzte und Heilpraktiker empfehlen, leichte sportliche Aktivitäten in den Alltag zu integrieren, da diese zur Produktion schmerz-hemmender Stoffe führen.

Im Wechsel

Laut Studien leiden Patienten, die oft von Spannungskopfschmerzen betroffen sind, häufiger unter Rückenschmerzen. Wissenschaftler fanden heraus, dass der Kopfschmerz vom Spannungstyp sogar das Risiko für häufige Rückenschmerzen verdoppelt. Verspannungen im Nacken und der Schultermuskulatur können hingegen auch Spannungskopfschmerzen auslösen. Eine entspannte Nackenmuskulatur ist daher die beste Voraussetzung gegen Spannungskopfschmerz.

 

Artikel: medicalpress.de
Artikelbild: © Piotr Marcinski – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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