Kiwi – lecker, günstig und so gesund!

10.01.2015 |  Von  |  Ernährung
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Kiwi – lecker, günstig und so gesund!
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Die kleine Frucht hat unsere Obst- und Gemüseabteilungen erst Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts so richtig erobert. Vorher war sie nur wenigen bekannt und galt als exotisch und selten. Inzwischen ist sie in jedem Supermarkt das ganze Jahr über erhältlich und dazu noch erfreulich günstig. Ihr Herkunftsland ist das ferne China, weshalb sie mitunter auch als Chinesische Stachelbeere bezeichnet wird. Tatsächlich erinnert ihr Aroma ein wenig an unsere einheimischen Stachelbeeren. Sie ist optisch nicht die dekorativste Frucht, ihr Innenleben hat es aber in sich!

Wenn es um Vitamin C geht, steht die Kiwi in vorderster Reihe. Jedes Gramm der saftigen Frucht bringt beinahe ein Milligramm des wichtigen Vitamins mit. Somit genügt eine einzige Kiwi, um den Tagesbedarf an C Vitamin zu decken und stärkt dadurch hervorragend das Immunsystem. Vitamin C beugt nicht nur Erkältungskrankheiten vor, es kann viel mehr: Das Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Wundheilung, stärkt das Bindegewebe und fördert den Eisenstoffwechsel. Bei Eisenmangel sollte nämlich immer auch geschaut werden, dass genügend Vitamin C zugeführt wird, ohne welches der Körper das Eisen nur schlecht verwerten kann. Wer viel Stress zu bewältigen hat, benötigt eine Extra Portion des Vitamins, welches zudem ein wirkungsvolles Mittel gegen freie Radikale ist.



Vitamin C-Mangel ist bei ausgewogener Ernährung selten, jedoch gilt es, auf erste Alarmzeichen zu achten: Glieder- und Gelenkschmerzen, bleierne Müdigkeit, blasse Haut, Zahnfleischbluten und ständige Erkältungen können Symptome sein. Bei starken und länger andauernden Beschwerden, müssen diese natürlich baldmöglichst zum Hausarzt führen. Aber oft genügt es, die Ernährung zu überdenken und entsprechend zu ändern.

Neben Vitamin C versorgt uns die Kiwi auch mit reichlich Magnesium. Dieses ist für den Energiehaushalt unverzichtbar, beteiligt es sich doch an vielen Stoffwechselprozessen. Magnesium verhindert ausserdem, dass Stresshormone die Zellen übermässig reizen können. Leider ist Magnesiummangel recht weit verbreitet. Wer nachts mit schmerzhaften Wadenkrämpfen aufwacht, kann dies meistens als erstes Anzeichen werten. Nervosität, Muskelzucken, Bluthochdruck und sogar Herzrhythmusstörungen können darauf hindeuten, dass Magnesium fehlt.

Weitere nennenswerte Vitalstoffe, welche die Kiwi liefert sind Kalium, Folsäure und Zink.
Was liegt also näher, als auch am Arbeitsplatz als Zwischenmahlzeit die kleine grüne Frucht zu geniessen? Würde jeder nur eine Kiwi pro Tag essen, würden etliche Beschwerden einfach gemildert, wenn nicht gar abgestellt. Gegenüber vielen anderen Obst- und Gemüsesorten hat die Kiwi den Vorteil, dass sie süss und saftig ist und Gross und Klein gleichermassen schmeckt. Sie ist klein und kann gut ins Büro, die Schule oder auf Wanderungen mitgenommen werden. Und ein lästiges Schälen fällt weg: Sie wird einfach in der Mitte durchgeschnitten und ausgelöffelt.

Vor allem in der nasskalten Jahreszeit, wenn wir ständig Krankheitserregern ausgesetzt sind, gehört die Kiwi regelmässig auf den Speisezettel. Wer sich viel bewegt und Sport treibt, nutzt die Frucht als Energiequelle, unterstützt sie doch wichtige Stoffwechselvorgänge und damit vor allem Muskeln und Herz. Wichtig ist, dass Sie beim Einkauf darauf achten, reife, aber nicht überreife Früchte zu kaufen. Ist die Kiwi zu weich, womöglich gar „matschig“, lassen Sie sie besser liegen! Das gleiche gilt für harte Früchte,  denn diese schmecken noch nicht und haben auch nur wenig Saft.





Aussen unscheinbar und innen saftig süss: Die leckere Kiwi ist ein hervorragender Vitamin C-Lieferant. (Bild: Vanatchanan / Shutterstock.com)

Aussen unscheinbar und innen saftig süss: Die leckere Kiwi ist ein hervorragender Vitamin C-Lieferant. (Bild: Vanatchanan / Shutterstock.com)




Soll die Kiwi für Fruchtsalat, Kuchen, Marmeladen oder Desserts verarbeitet werden, wird ihre Haut mithilfe eines scharfen Messers abgezogen und die Frucht danach in Würfel oder Scheiben geschnitten. Dank ihrer leuchtend grünen Farbe eignet sie sich gut zum Dekorieren, beispielsweise von Käseplatten. Im Sommer können Sie aus Kiwis ohne grossen Aufwand leicht gesundes Glace herstellen: Einfach die Frucht pürieren und einfrieren. Noch leckerer schmeckt es, wenn Sie etwas Kokosmilch darunter rühren. Die Kiwi unterstützt auch unsere Schönheit. Nicht nur indirekt durch gesunde Ernährung, sondern auch als Bestandteil diverser Kosmetikartikel.

Eine preisgünstige und hochwirksame Maske zur Bekämpfung erster Fältchen können Sie sich rasch selbst herstellen: Eine Kiwi wird mit einem Esslöffel Honig und zwei Esslöffeln Magerquark zu einem cremigen Brei verrührt. Diesen tragen Sie dann auf die gereinigte Haut auf. Durch die grosse Portion Vitamin C wird das körpereigene Collagen angeregt und bei regelmässiger Anwendung verschwinden zumindest die kleinen, sogenannten Knitterfältchen. Auf jeden Fall wird die Haut erholt und frisch aussehen und sich über die Extraportion an Pflege freuen.



Es lohnt sich, immer ein paar Kiwi zu Hause zu haben. Je nach Reifegrad sind die Früchte daheim einige Tage bis Wochen haltbar. Sie verlängern die Haltbarkeitsdauer, wenn Sie sie im Kühlschrank aufbewahren. Wenn Sie möchten, dass eine noch nicht ganz reife Kiwi schneller nachreift, legen Sie diese in der Obstschale zu anderen, reifen Obstsorten. Kiwis können übrigens problemlos eingefroren werden.

Zum Abschluss habe ich noch einen Tipp für alle, die gerne zartes Fleisch essen: Die Kiwi enthält das Enzym Actinidin, welche als Fleischzartmacher wirkt. Sie müssen dafür das Fleisch nur auf beiden Seiten gründlich mit dem Fruchtfleisch oder der Innenseite der Kiwischale abreiben und es danach mindestens eine Viertelstunde ruhen lassen. Nun können Sie es wie gewohnt braten.

Das Acidinidin fördert die Verdauung, was ein weiterer Pluspunkt für die kleine Frucht ist.



 

Oberstes Bild: © THONGCHAI PITTAYANON – Shutterstock.com

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