Keep it simple – purer Chic

09.02.2016 |  Von  |  Mode
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Keep it simple – purer Chic
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Nicht für jeden sind die verspielten Trends für dieses Frühjahr der richtige Stil. Manche mögen es puristisch und geradlinig – und liegen damit genau richtig. Im milden Klima überzeugen simple Outfits mit ihrer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, ohne dabei an Style zu verlieren.

Ob klarer, nüchterner Bürochic oder Shoppingoutfit im Boyfriend-Style, – diese Klamotten haben Stil.

Pure Eleganz

Der Begriff „Schlichtheit“ hat in der Modeszene seinen faden Beigeschmack mittlerweile vollständig abgelegt. Er ist inzwischen das Markenzeichen vieler einflussreicher Topdesigner. Wie Jil Sander, die diesen Style mit ihren Kollektionen immer wieder neu erfindet. Sie herrscht über den „Clean Chic“ wie keine andere, was sie abermals mit ihren aktuellen Entwürfen unter Beweis stellt. Gradlinig bis ins letzte Detail schneidert sie ausgestellte, kastige Kurztops zu 7/8-Herrenhosen oder knielangen Bleistiftröcken mit einfachem Schlitz. Wer dies für langweilig hält, irrt jedoch: Feiner verwobener Jacquardstoff, weiche Sorbetfarben, ein vereinzeltes Multi-Color-Muster und ein verstecktes Volumenspiel mit Falten überraschen bei näherem Betrachten.

Ebenfalls für seine stillen Stoffkonstruktionen bekannt ist das Label Calvin Klein – mittlerweile seit zehn Jahren schon unter der kreativen Leitung von Francisco Costa. Als Meister der Zurückhaltung beweist er mit seinen Jubiläumsdesigns, wie spannend puristisch sein kann: fransige Innensäume, Patchworkmuster mit transparenten Stoffdetails und hier und da aus den Kanten eines Kostüms aufblitzende Farbe – dekonstruierter Minimalismus in seiner schönsten Form.



Clean bedeutet nicht langweilig

Die simplen Schnitte und reduzierten Silhouetten lassen oft eine gewisse Androgynität mitschwingen: Anzüge, wie sie Stella McCartney diesen Sommer zeigt – aus überlangen Boyfriendblazern und Westen – sorgen für maskuline Fashionmomente in der Damenmode. Jedoch überzeugen alte Bekannte mit einem Genderumschwung: Der klassische Overall hat sein Arbeiterimage abgelegt und ist nun ein beliebter und vor allem edler Begleiter im Nachtleben – wie beispielsweise das schwarze Modell von Jason Wu mit glänzendem Revers und abgeschnittenen Ärmeln. Der hochgeschlossene Rollkragen zeigt seine verruchte Seite, indem er zu transparenten Stoffen kombiniert wird, biedere Etuikleider bekommen Ausschnitte bis zum Bauchnabel verpasst – „klassisch und zeitlos“ rebelliert nun und wird sexy.

Gut, dass sich da noch einige bravere Modelle zu benehmen wissen: Ton-in-Ton-Duos aus langen Mänteln über eleganten Kleidern sind der Inbegriff des edlen Understatementlooks, der die Blicke beim Sonntagsspaziergang auf sich zieht. Schnörkellose Fluid-Dresses aus fliessenden Stoffen sind edel und luftig – im Sommer der perfekte Begleiter. Und nicht zu vergessen: Mit dem ewigen Dauerbrenner Schwarz-Weiss ist man im diskreten Look aus messerscharfen Linien und Kontrasten zu jedem Anlass gekonnt angezogen.


Manche mögen es puristisch und geradlinig. (Bild: Victoria_Fox – Shutterstock.com)

Manche mögen es puristisch und geradlinig. (Bild: Victoria_Fox – Shutterstock.com)


Modernisierte Modetradition

Raus aus der Fremdbestimmung, rein in die Selbstbestimmung: Das Verführerinnenimage gegen den stilsicheren Purismus eingetauscht hat in dieser Saison das Bustier. Die Designerin Muiccia Prada will „Frauen zum Kämpfen inspirieren“ und schafft eine Neuinterpretation der Waffe der Frau – mit urbanem feministischen Ansatz. Ohne jegliche sexistische Anspielung, sondern mit klaren Linien und Farben trägt ihre Kundin das Bustier jetzt über den Oberteilen. Immer noch ohne Ärmel und Träger, aber ebenfalls ohne Rüschen und Spitze schicken auch andere Designer ihre Bustiers über den Laufsteg – Stoffdetails und einfache Muster bestimmen den strengen Ton der neuen Bustierära.

Auch das beliebte „Kleine Schwarze“, laut Coco Chanel die Uniform für alle Frauen mit Geschmack, ist zurück. Mit simpel fallenden Schnitten und gradlinigen Silhouetten gibt es den Klassiker nun auch in Schneeweiss – und mit einer erfreulichen Neuheit: Statt der vormals allgegenwärtigen High Heels trägt Frau dazu nun flache Sandalen oder sogar Sneakers, wie z. B. die coolen neuen Modelle von Chanel. Betonte Lässigkeit mit historischem Chic – die Sommermode wird einfach und bezaubernd!

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Majdanski – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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