Kampf dem Haarausfall: So bleibst du im Besitz deiner Haarpracht

08.12.2015 |  Von  |  Haarpflege
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Kampf dem Haarausfall: So bleibst du im Besitz deiner Haarpracht
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Die Haare strahlen wie kaum ein anderer Teil unseres Körpers unseren Grad an Vitalität aus. Kräftige, glänzende Haare lassen auf gute Allgemeingesundheit und Kraft schliessen, ausfallende Haare scheinen auf das Gegenteil hinzudeuten. Kein Wunder, dass Haarausfall viele Menschen psychisch belastet.

Glücklicherweise ist Haarausfall in vielen Fällen kein Schicksal, das man einfach hinnehmen muss. Man kann etwas dagegen tun, sowohl therapeutisch als auch vorbeugend.

Formen von Haarausfall und deren Ursachen

Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass nicht jeder Haarverlust gleich Haarausfall bedeutet. Dass Haare ausfallen, ist ein ganz normaler Erneuerungsprozess. Viele Gewebe unseres Körpers erneuern sich ständig, wie z. B. die Haut, die Nägel oder die Darmzellen. Von Haarausfall spricht man erst, wenn über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare ausfallen bzw. sich der Haarverlust auf bestimmte Stellen konzentriert.

Die drei häufigsten Formen von Haarausfall sind:

  1. Hormonell bedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie, AGA). Diese Form tritt vor allem bei Männern auf und ist auf eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen das Hormon Dihydrotestosteron zurückzuführen. Das Haarwachstum wird dadurch derartig gestört, dass die Haare praktisch nicht mehr aus der Kopfhaut herauswachsen.
  2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia arata). Diese Form ist nach den kreisrunden Ausfallstellen benannt. Die Ursache ist nicht hinreichend geklärt, diskutiert werden eine Autoimmunreaktion, Stress oder auch Mangelernährung.
  3. Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie). Hier fallen die Haare am gesamten Kopf aus. Frauen sind stärker betroffen als Männer. Das Ursachenspektrum ist ähnlich breit wie beim kreisrunden Haarausfall. In Frage kommen u. a. Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Kopfhauterkrankungen oder Fettunterversorgung.

Das kannst du gegen Haarausfall unternehmen

Bei hormonell bedingtem Haarausfall bietet sich natürlich eine Therapie auf Ebene der hormonellen Ursache an. Bei Frauen kann die Antibabypille aufgrund ihrer Anti-Androgenwirkung hilfreich sein. Zu bedenken gilt hier, dass die Pille generell einen starken Eingriff in den Hormonhaushalt darstellt und besonders in Kombination mit Rauchen das Schlaganfallrisiko erhöht. Ansonsten kann der Hautarzt eine Minoxidil-haltige Östrogentinktur verschreiben, die äusserlich angewandt wird. Hier besteht in der Regel nicht die Gefahr, dass die Östrogene in den Blutkreislauf gelangen und den Hormonhaushalt durcheinander bringen.

Männern wird normalerweise ebenfalls eine Minoxidil-haltige Tinktur zur äusseren Anwendung und/oder das Medikament Finasterid zur oralen Einnahme verschrieben. Eine Haartransplantation ist die Ultima Ratio, v. a. weil sie sehr teuer ist (ca. 10’000 Franken).

Bei kreisrundem und diffusem Haarausfall ist die Sachlage nicht so eindeutig, da die Ursachen zu vielgestaltig sind. Hier lohnt sich ein ganzheitlicher Ansatz, weil er den Mensch als Ganzes sieht und die Entstehung von Krankheiten nicht monokausal betrachtet.


Bei kreisrundem und diffusem Haarausfall ist die Sachlage nicht so eindeutig, da die Ursachen zu vielgestaltig sind. (Bild: © The Sun photo - shutterstock.com)

Bei kreisrundem und diffusem Haarausfall ist die Sachlage nicht so eindeutig, da die Ursachen zu vielgestaltig sind. (Bild: © The Sun photo – shutterstock.com)


Eine Sicht auf Krankheiten ist dabei, sich den Organismus wie eine Balkenwaage vorzustellen. In der einen Schale liegen die Stressoren – die Dinge, die unsere Energie aufzehren, wie Arbeitsstress, Streit, Verlust, Trennung usw. Auf der anderen Schale befinden sich unsere Ressourcen, also die körpereigenen Auffangsysteme. In einem gesunden Körper halten sich beide Seiten die Waage. Nehmen jedoch die Stressoren überhand oder sind die Ressourcen unzureichend, kommt es zum Krankheitsausbruch.

In diesem Sinne kann Haarausfall einerseits auf erhöhte Stressoren zurückgeführt werden. Der Umgang damit würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wir konzentrieren uns hier auf die körpereigenen Ressourcen.

  • Übersäuerung. Nimmt man zu viel säurebildende Lebensmittel (z. B. Fleisch) zu sich, sinkt der pH-Wert im Körper. Dieser reagiert darauf, indem er Mineralstoffe zum Ausgleich z. B. aus Haarzellen rekrutiert, wo sie dann fehlen. Die Folge ist Haarausfall. Durch eine mehr basische Ernährung kann man hier entgegenwirken. Meide Fleisch, Zucker, Weissmehl und schwarzen Tee sowie Alkohol und Nikotin. Nimm lieber viel Gemüse und Obst zu dir und trinke basenbildende Tees.

Besonders interessant zur Entsäuerung und Entgiftung ist die Sango-Meereskoralle. Eine schnelle Entsäuerung der Kopfhaut erreichst du durch den Einsatz von basischen Shampoos.

  • Kranker Darm. Wer nicht nur das Falsche, sondern auch zu viel davon isst, bekommt Blähungen und Fäulnis im Darm. Die dabei entstehenden toxischen Stoffe beeinträchtigen den ganzen Körper inklusive Haarwurzeln. Zudem hat ein gestörter Verdauungstrakt Probleme, die nötigen Nährstoffe aufzunehmen. Dann befindet man sich im Mangelzustand trotz an sich guter Ernährung. Dann hilft nur eine Darmsanierung.


In der Apotheke bekommt man auch Tinkturen gegen Haarausfall, welche die Haarwurzeln beim Haaraufbau unterstützen. Die Tinkturen eignen sich sehr gut als „Starthilfe“ und Begleiter, können aber freilich die tiefer liegenden Ursachen nicht beheben.

 

Artikelbild: © Goodluz – shutterstock.com


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