Intimpflege: Bitte nicht übertreiben!

10.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Intimpflege: Bitte nicht übertreiben!
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Die meisten Mädchen und Frauen wissen natürlich, wie wichtig es ist, den äusseren Intimbereich regelmässig zu reinigen. Intuitiv gehen sie dabei vorsichtig und richtig vor. Frauenärzte bemängeln jedoch, dass es manche Frauen bisweilen ein wenig zu gut meinen.

Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr!“ geben wir heute Tipps, wie viel Reinigungsaufwand in dieser sensiblen Körperregion sinnvoll ist.

Grundlegende Empfehlungen

Die empfindliche Haut sollte ein- bis maximal zweimal pro Tag gereinigt werden. Häufiger lieber nicht. Es empfiehlt sich, neben reichlich Wasser ein mildes, pH-neutrales Duschgel zu verwenden. Klassische Duschgels und Seifen mit Duftstoffen sind für den Intimbereich viel zu aggressiv. Wer sich häufig damit wäscht, bringt unter Umständen das natürliche Gleichgewicht der Haut aus der Balance. Im Extremfall führt das zu Reizzuständen und Verletzungen, Keime können besser eindringen, sodass Infektionen begünstigt werden.

Leichte, rein äusserlich an der Oberfläche erkennbare Entzündungen, wie sie beispielsweise nach einem ausgedehnten Schwimmbadbesuch auftreten können, kann frau mit einer Heilcreme aus der Apotheke selbst behandeln. Darüber hinaus ist es wichtig, regelmässig das Handtuch zu wechseln. Auch das beugt Reizungen und Infektionen vor.

Gesunde Scheidenflora

In einer gesunden Scheide herrscht ein deutlich niedrigerer pH-Wert als in der übrigen Haut. Experten sprechen deshalb auch vom „sauren Scheiden-Milieu“. Hier befinden sich besondere Schleimhautzellen, die permanent ein nährstoffreiches Sekret absondern, von denen sich die hier siedelnden Milchsäurebakterien ernähren. Diese sind der Grund, warum krank machende Keime innerhalb der Scheide recht geringe Chancen haben, Unheil anzurichten. Sie sterben in dem unwirtlichen Milieu ganz einfach ab. Jede Frau kann durch optimale Intimhygiene dazu beitragen, dass ihre Scheidenflora gesund und stark bleibt. Dazu gehört neben den oben genannten Hinweisen, dass Scheidenspülungen ohne ärztliche Indikation unbedingt unterbleiben.

Von vorn nach hinten

Manche Frauen leiden recht häufig unter leichten Infektionen in der Vagina. Was manche Schweizerinnen nicht wissen: Verursacher bakterieller Infektionen, wie beispielsweise Blasenentzündungen, sind oft Darmbakterien, die bei einer unsachgemässen Reinigung „von hinten nach vorn“ verschleppt wurden. Deshalb sollte jede Frau sorgfältig darauf achten, nach dem Toilettengang grundsätzlich von vorn nach hinten zu wischen. Niemals umgekehrt.

Eine Entzündung der inneren Genitalien gehört grundsätzlich in die Hände eines Frauenarztes. Dass sie von allein wieder verschwindet, ist eher selten. Nach eingehender Untersuchung und Diagnose wird der Arzt ein geeignetes Mittel empfehlen, das schnell Linderung verschafft. Frauen, die gerne etwas mehr tun möchten, können sich aus der Apotheke ein sogenanntes „prebiotisches Gel“ besorgen und ergänzend verwenden.

 

Oberstes Bild: © Lucky Business – Shutterstock.com

Über Kerstin Birke

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