Im eigenen Körper wohlfühlen? Das Körpergefühl der Frauen

11.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Im eigenen Körper wohlfühlen? Das Körpergefühl der Frauen
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Selbst Models sind nicht perfekt. Oft wird mit Photoshop nachgeholfen, um kleine Speckröllchen und angeblich zu dicke Oberschenkel oder Oberarme verschwinden zu lassen. Obwohl Frauen auf der ganzen Welt das wissen, fühlen sie sich von den Hochglanzmagazinen und der Werbung unter Schönheitsdruck gesetzt. Um dem unrealistischen Schönheitsideal der Konsumgesellschaft entgegenzuwirken, hat sich die amerikanische Initiative „Women Enough“ etwas einfallen lassen: die nackte Wahrheit! Nichts als die nackte Wahrheit.

In beeindruckenden Fotos werden ganz normale Frauen gezeigt, in natürlichen Posen und sehr ästhetisch. Keine dieser Damen besitzt Modelmasse oder ist besonders jung. Aber sie sehen alle schön aus. Diese Fotoserie macht auch den Frauen in der Schweiz Mut. Seit etwa zwei Jahren hat in der Welt der Modemagazine ein Umdenken stattgefunden. Immer öfter werden Pluz-Size-Models, die ihre Rundungen selbstbewusst in die Kamera halten, auf den Covern abgebildet. Elle, Cosmopolitan und Vogue sind die Vorreiter und sagen den Frauen: Versteckt euch nicht, zeigt, was ihr habt, und liebt euren Körper. Kleider sind für alle da – nicht nur für hauptberuflich Dünne und Schöne.

Vorbildliche Beauty-Kampagnen – leider mit mässigem Erfolg 

Pflege Dich schön, sei, wie Du bist: Real-Beauty nennt sich das Konzept, das ganz normale Frauen ansprechen soll. Immer öfter lächeln normal- oder leicht übergewichtige, aber wunderschöne Frauen von den Plakatwänden. Doch der gewünschte Kaufimpuls bleibt offenbar aus, wie eine aktuelle Studie herausfand. Drei Universitäten haben zeitgleich wissenschaftliche Studien durchgeführt, um den Einfluss realistischer Werbung auf das Kaufverhalten zu erfahren: Die Universität Köln, die Erasmus-Uni in Rotterdam und die Arizona State University. Das schockierende Ergebnis: Werbekampagnen mit kurvigen Models beeinflussen das Selbstwertgefühl potenzieller Käuferinnen negativ. Das verstehe, wer will, aber es ist wissenschaftlich bewiesen.

Möglicherweise hat dieser Effekt mit der jahrzehntelang anerzogenen Selbstwahrnehmung der Frauen zu tun. An sich selbst hat das weibliche Geschlecht immer etwas auszusetzen. Schlank ist und bleibt das Schönheitsideal, und niemand möchte, trotz aller Akzeptanz, den Spiegel vorgehalten bekommen. Müssen wir uns jetzt wieder auf superdünne Models einstellen, die über die Laufstege staksen und auf Plakaten mit der Lupe gesucht werden müssen?

Nein, das wäre der falsche Weg. Das Umdenken dauert eben nur etwas länger. Bis es so weit ist, greifen die Damen auf hochwertige Kosmetik- und Pflegeprodukte sowie geeignete Mode zurück und schummeln die Pölsterchen und Dellen einfach optisch weg.

 

Oberstes Bild: © gosphotodesign – Shutterstock.com

Über Claudia Göpel

Als gelernte Zahntechnikerin schreibe ich exzellent recherchierte Texte rund um die Themen Zahnmedizin, Allgemeinmedizin, Geriatrie und Gesundheit.
Sie profitieren mit mir als Auftragstexterin zudem von einem reichen Erfahrungsschatz in den Berufsbereichen Gastronomie, Kultur und Recht. Blog- und Fachartikel über Kinder, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Reptilien, Kleinsäuger, Vogelspinnen), Pflanzen, Mode, Möbel und Denkmalschutz schreibe ich ebenfalls mit Begeisterung und reichlich Hintergrundwissen.

Zum Ausgleich verfasse ich in meiner Freizeit Kriminalstorys sowie erotische Kurzgeschichten, die unter dem Pseudonym Anastasia in zahlreichen Büchern und Erotik-Magazinen veröffentlicht sind. Ausserdem bin ich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Klinikclown für kranke Kinder in deutschen Krankenhäusern und Hospizen aktiv.


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