Hochzeit – Mode für den ganz besonderen Tag

07.02.2016 |  Von  |  Mode
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Hochzeit – Mode für den ganz besonderen Tag
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Der Schnee schmilzt, erste Blumen blühen. Das Ende der Wintersaison bedeutet nicht nur wärmeres Wetter und Sonnenschein, sondern es beginnt auch die Hochsaison für Hochzeitsfeiern.

Das bedeutet, es ist höchste Zeit, sich die neuesten Trends in Sachen Hochzeitskleider und Standesamtmode anzuschauen.

Für Modeschöpfer sind Hochzeitskleider die seltenen Gelegenheiten, in denen sie mit Spitze, Perlen, meterweise Seide und Tüll regelrechte Materialschlachten kämpfen dürfen. Das bringt die Kreativität auf Hochtouren. Was dabei herauskommt, lässt die Herzen der Bräute höher schlagen und den Trauzeuginnen die Tränen in die Augen steigen.


Hochzeit – Mode für den ganz besonderen Tag. (Bild: Pandorabox – Shutterstock.com)

Hochzeit – Mode für den ganz besonderen Tag. (Bild: Pandorabox – Shutterstock.com)


Von edlen Ballköniginnen aus längst vergangenen Zeiten

Ganz gleich, ob der Stil im Alltag lässig, flippig oder elegant ist, so manche Frau träumt davon, in einem atemberaubenden, klassischen Hochzeitskleid einmal Prinzessin sein zu dürfen. Allerdings wird das gegebene Jawort keineswegs mehr unbedingt mit einer traditionellen Zeremonie besiegelt, wie es noch bei den Eltern der Fall war – dann schon lieber im Stil der Grosseltern, denn Individualität und Retrochic sind die aktuellen Trends des Freudentags junger Paare im Jahre 2016.

Der Film „The Great Gatsby“, einem 20er-Jahre-Drama mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle des reichen, dekadenten Junggesellen, schürt den Trend zu Festen und Mode im Stil der „Golden Twenties“, einem Zeitalter geprägt von Hedonismus und Exzentrik, aber auch von zeitloser Eleganz. Die Roben sind verspielt und verführerisch zugleich, ohne überladen zu wirken: Zeitlose, androgyne Schnitte aus fliessender Seide und zarter Spitze sieht man bei Temperly und Marchesa auf dem Laufsteg, kombiniert mit denen für die Epoche typischen Haarbändern aus Blumenspitze, Tüll und Perlenbesatz, die den klassischen Schleier ersetzen und auf märchenhaftes Understatement pochen.

Oscar de la Renta und Monique Lhullier dagegen lassen den Prinzessin-für-einen-Tag-Traum mit voluminösen Röcken aus Tülllagen, überzogen mit wunderschönen Blumenstickereien – mal als Bandeau, mal mit opulenten, transparenten Schleifen auf den Schultern – wahr werden. Dazu kombinieren sie abstrakte Volantkreationen und spielen mit Transparenz und Blickdichte – so bekommt der Gang zum Altar einen Hauch Catwalkfeeling.



Modern Wedding

Der Hochzeitstag muss inzwischen nicht zwingend in romantisch-textiler Form zelebriert werden, um romantische Stimmung aufkommen zu lassen: Auf der Sì Sposaitalia, einem der wichtigsten Hochzeitsevents Italiens, zeigen Designer minimalistische Kleider mit geraden Linien und klaren Formen. Asymmetrie, Hochgeschlossenheit zu ausgeschnittenen Rücken, Dekolletés und punktuelle Akzente durch Perlen oder Taillierung bestimmen die A- und I-linienförmigen Kreationen, auch gerne als Minis. Ausschnitte im Wasserfallstil oder mit gekreuzten Stoffdetails ziehen die Blicke bei den schlichteren Modellen auf sich.

Auch die Meisterin der Hochzeitsroben, die amerikanische Modemacherin Vera Wang, tanzt mit ihren Entwürfen für 2016 aus der Reihe: Transparenz, zarte Stoffe und Lingeriekleider stehen im Mittelpunkt. Die Kollektion für die Zeremonie im Herbst dagegen unterstreicht den wundervollen „Indian Summer“: Tüllexplosionen in Rosa, Koralle und Rosenrot, gespickt mit übergrossen Blumenvolantdetails, machen imposant auf sich aufmerksam.

Zwei, die zusammenpassen

Schwarze, klassische Smokings oder Fracks im Butlerstyle waren gestern: Der heiratswillige Mann von heute passt sich seiner Liebsten an – farbenfrohe Varianten inklusive. Blaunuancen von Hell- über Mittel- bis Dunkelblau sind der aktuelle Trendsetter, aber auch Creme-, Grau- und Brauntöne liegen weit vorne. Die Modemarke Wilvorst macht es mit seinen Designs für dieses Jahr vor: in ihren Kollektionen dominieren modische Dreiteiler mit dezent gemusterten Westen für modische Momente bei der Party nach der Trauung.



Genau wie „Sie“ hat auch „Er“ die textile Vergangenheit wiederentdeckt, wenn auch mit Schnitten, die mit der stilistischen Anlehnung an das 19. Jahrhundert etwas weiter zurückreichen: In Tziaccos Herbst-Winter-Designs trägt der Bräutigam Gehrock und doppelreihige Dreiteiler mit subtilen Prints, inspiriert von der Mode an den Königshöfen. Ob Einstecktuch oder Blume, Krawatte oder Fliege oder doch farbigen Socken á la Nick Cannon – Mann ist modern am grossen Tag, der unter dem Motto „wer sind wir“ anstelle von „wer sollen wir sein“ steht.

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Elina-Lava – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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