Heuschnupfen – Symptome, Hausmittel und Tipps

22.04.2015 |  Von  |  Wellness
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Heuschnupfen – Symptome, Hausmittel und Tipps
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Ist es derzeit nicht wunderschön draussen? Blumen und Blüten zeigen sich in ihrer ganzen Vielfalt. Wer bekommt da keine Lust auf einen langen Feld,- Wald- und Wiesenspaziergang? Nur leider können viele Menschen den Frühling nicht in vollen Atemzügen geniessen: Sie leiden unter Heuschnupfen.

Heuschnupfengeplagte zeigen ganz verschiedene Symptome, die häufigsten sind: tränende, juckende, brennende und geschwollene Augen, Juckreiz in der Nase, Hustenreiz, laufende oder verstopfte Nase, ständiges Niesen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und in schweren Fällen sogar Fieber. Jährlich wiederkehrender oder stark beeinträchtigender Heuschnupfen sollte dich zu deinem Hausarzt führen. Unbehandelt kann sich daraus Asthma entwickeln!

Sofern die Beschwerden nicht so stark ausgeprägt sind, dass sie dich im Alltag ernsthaft beeinträchtigen, werden dir folgende Tipps helfen, dich rasch besser zu fühlen:

  • An der Kleidung, die du draussen getragen hast, haften, ebenso wie in deinen Haaren, Pollen. Deshalb ist es wichtig, dass du die Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehst, ansonsten riskierst du, nachts von der Allergie geplagt zu werden. Bevor du schlafen gehst, müssen auch die Pollen aus den Haaren gewaschen werden. Auch wenn du normalerweise deine Haare nicht täglich wäschst, ist es vorübergehend wirklich wichtig! Ansonsten gelangen die Pollen auf dein Kopfkissen und von dort in Nase, Augen und Mund. Wenn du ein mildes, für die tägliche Haarwäsche geeignetes, Shampoo benutzt, werden deine Haare nicht geschädigt.
  • Aus dem genannten Grund musst du leider während der Blütezeit darauf verzichten, frisch gewaschene Wäsche im Freien zu trocknen.
  • Wenn du zu Bindehautentzündung neigst, wirst du wahrscheinlich während der Pollenzeit besonders geplagt. Die gereizten Augen vertragen Kontaktlinsen nicht gut und können sich röten und anfangen zu jucken. Linsen solltest du deshalb, wenn überhaupt, nur kurz tragen und der Brille den Vorzug geben.
  • Nicht für eine Dauerbehandlung geeignet, aber für einige Tage hilfreich, ist Süssholz. Es hat eine abschwellende Wirkung und tut somit den Atemwegen gut.
  • Auch Ackerschachtelhalm ist ein altes Hausmittel gegen die für Heuschnupfen typischen geschwollenen oder entzündeten Nasenschleimhäute. Du kannst daraus einen Tee zubereiten und mit diesem, wenn er abgekühlt ist, Nasenspülungen machen. Damit wäschst du die Pollen aus der Nase einfach weg.
  • Die sanfte Wirkung der Schüssler-Salze hat sich bei so vielen Beschwerden schon gezeigt, dass diese nicht mehr angezweifelt werden kann. Um deinen Heuschnupfen in Griff zu bekommen, eignen sich die Salze Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 8. Alle drei können zusammen gelutscht werden und hemmen die Schleimbildung, fördern den Aufbau der Schleimhäute und beeinflussen den Eiweissstoffwechsel.
  • Mineralstoffe und Vitamine, die viel Vitamin C, Zink und Magnesium liefern, solltest du täglich zu dir nehmen. Es ist ganz wichtig, dass deine Abwehrkräfte gestärkt werden.
  • Gut für ein starkes Immunsystem sind auch Wechselduschen und der regelmässige Besuch einer Sauna.
  • Zwiebeln gelten als natürliches Antihistaminikum. Ihre Inhaltsstoffe blockieren das im Gewebe enthaltene Hormon Histamin. Das funktioniert aber nur bei rohen Zwiebeln. Es ist also empfehlenswert, Salate mit reichlich Zwiebel zu mischen. Brennesseln haben eine ähnliche Wirkung. Deshalb kannst du Abhilfe schaffen, wenn du täglich zwei grosse Tassen Brennesseltee trinkst.
  • Damit die Schleimhäute immer angefeuchtet sind, solltest du viel magnesiumhaltiges Mineralwasser trinken.
  • Um die Nasenschleimhaut zu pflegen und, falls sie schon verkrustet und entzündet sein sollte, zu heilen, gibt es verschiedene Nasensalben. Kokosöl hat die gleiche Wirkung und ist zudem natürlich und ganz sanft.

Tränende, juckende und geschwollene Augen sind eines der häufigsten Symptome bei Heuschnupfen. (Bild: Monkey Business Images / Shutterstock.com)

Tränende, juckende und geschwollene Augen sind eines der häufigsten Symptome bei Heuschnupfen. (Bild: Monkey Business Images / Shutterstock.com)


Neben all diesen und noch vielen anderen Hausmitteln gibt es natürlich auch Medikamente, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind oder vom Arzt verschrieben werden. Um einmal wieder so richtig durchatmen zu können, hilft ein Aufenthalt am Meer oder in den Bergen. Leider haben wir kein Meer, dafür umso mehr fantastische Möglichkeiten, einen Tag oder länger im Gebirge zu verbringen. Für zu Hause gibt es spezielle Luftreiniger, die den Raum filtern und neben Milben, Tierhaaren und Schadstoffen auch Pollen eliminieren. Spezielle Staubsauger schliessen Pollen ein und wirbeln sie beim Putzen nicht auf.

Kinder leiden häufiger als Erwachsene unter Allergien. So werden sie auch öfter oder stärker von Heuschnupfen geplagt. Die Ursache der Symptome muss bei ihnen auf jeden Fall ein Arzt feststellen. Eventuell schreibt er eine Überweisung zu einem Spezialisten. Je jünger dein Kind ist, desto schneller solltest du handeln. Bei Kindern ist die Gefahr, dass sich ein allergisches Asthma entwickelt, höher als bei Erwachsenen. Deshalb ist es wichtig, die Ratschläge des Arztes zu befolgen!



Übrigens: Wenn möglich, sollte jedes Baby mindestens vier Monate gestillt werden, das senkt die Anfälligkeit für Allergien. Dass Eltern nicht rauchen, wenn ihre Kinder anwesend sind, und schon gar nicht in geschlossenen Räumen, ist hoffentlich selbstverständlich. Die allermeisten Plüschtierli vertragen einen Schonwaschgang in der Maschine und sollten den öfters über sich ergehen lassen. Besonders dann, wenn Teddy und Co. mit auf den Spaziergang in die Natur kommen, und anschliessend im Bett schlafen dürfen, müssen die Pollen entfernt werden.

In Apotheken und Drogerien liegen derzeit gratis Pollenflugkalender aus. Darin siehst du nicht nur, wann welche Pollen in welcher Häufigkeit gerade Hochsaison haben, sondern bekommst dazu noch weitere nützliche Tipps. Auch wenn der Heuschnupfen lästig ist und die Gesundheit deutlich beeinträchtigen kann, gibt es keinen Grund zur Panik, wenn man die Möglichkeiten kennt, gegen die Allergie vorzugehen. Allein in der Schweiz sind bis zu 20% der Bevölkerung betroffen. Ärzte und Heilpraktiker sind derzeit gut gerüstet.

 

Oberstes Bild: Shestakoff / Shutterstock.com

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